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Jetzt wird’s wild: Fleisch direkt aus dem Wald

Meierstorf Jetzt wird’s wild: Fleisch direkt aus dem Wald

Kreisjagdverband eröffnete Wildwochen offiziell im Meierstorfer Forst

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Ulf-Peter Schwarz (v.l.), Sprecher des Kreisjagdverbandes eröffnet gemeinsam mit Landrätin Kerstin Weiss, Jäger und „Wildgrillmeister“ Thomas Köhler und dem Kreisjagdverbandsvorsitzenden Renee Pollak die Nordwestmecklenburger Wildwochen 2017 im Meierstorfer Forst.

Quelle: Foto: Annett Meinke

Meierstorf. Ein kleines Lagerfeuer brannte am Mittwochvormittag im Meierstorfer Forst lustig vor sich hin. Dort, wo es entzündet wurde, lodert öfter ein kleines Feuer. Zur offiziellen Eröffnung der Wildwochen in Nordwestmecklenburg in diesem Jahr, die in den vergangenen Jahren immer im MEZ in Gägelow stattfanden, hatte sich der Kreisjagdverband Nordwestmecklenburg in diesem Jahr mit Bedacht genau diese Stelle im Wald ausgesucht. Es ist der Platz, an dem sich die Jäger, die den Meierstorfer Forst bejagen, oft nach der Jagd versammeln, ein Feuerchen machen, gemeinsam etwas trinken, essen und ihre Jagderlebnisse austauschen.

Renee Pollak, der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes NWM, sprach von den Vorteilen, das Wildfleisch anderem Fleisch gegenüber besitzt: „Wildtiere sind natürlich und langsam gewachsen, sie fressen in der Natur und nur das, was sie wollen, werden also nicht gemästet, ihr Fleisch ist fettarm und reichhaltig gleichzeitig. Zum Beispiel, was Vitamine angeht und Mineralstoffe. Wer Wild isst, ernährt sich sogar kalorienbewusst.“ 100 Gramm Reh, so Pollak, besitzen nur 128 Kilokalorien, 100 Gramm Wildschwein sogar nur 110. Das Hauschwein hingegen kommt mal locker auf die doppelte Menge.

Ulf-Peter Schwarz, Sprecher des Kreisjagdverbandes, wies darauf hin, dass Rehe sogar die reinsten Feinschmecker sind: „Rehe wählen sehr genau aus, was sie zu sich nehmen, feinste Kräuter zum Beispiel.“

Wer sein Wildbret vom Jäger direkt kauft, erklärte Pollak dann weiter, weiß zudem ganz genau, woher das Fleisch kommt. „Alles, was Fleischliebhaber, die sich nachhaltig ernähren wollen, fordern, ist beim Kauf von Wildfleisch beim regionalen Jäger gegeben: kurze Wege und eine absolut klare Herkunft“, sagte er. Und erwähnte ganz nebenbei, dass die Wildaufkäufer die Preise gern drücken – auch deshalb wäre es gut direkt beim Jäger vor Ort zu kaufen. „Wir halten die Fleischpreise schon seit Jahren stabil, ein Kilogramm Wild kostet 6 bis 7 Euro.“, so Pollak. Die Adressen von Jägern, die ein Kühlhaus haben und ihr frisch gejagtes, gut abgehangenes und vom Veterinär überprüftes Wild verkaufen, sind ganz einfach beim Kreisjagdverband zu erfragen.

Dass Wildbret neben all den von Pollak und Schwarz geschilderten Vorzügen tatsächlich auch noch ausgezeichnet schmeckt und zudem auf die verschiedenste Weise zubereitet werden kann – Rehrücken zum Beispiel wird ganz wunderbar zart, nach nur fünf Minuten auf dem heißen Grill – wurde am Mittwoch gleich an Ort und Stelle, im Meierstorfer Wald, bewiesen.

Jäger Thomas Köhler, der unter anderem gemeinsam mit Ulf-Peter Schwarz, dem Sprecher des Kreisjagdverbandes und anderen im Meierstorfer Wald jagt, legte Wildschweinrücken, Rehschulter, Rehkeule und -rippchen auf den Grill. Das Fleisch stammte von Tieren, die am vergangenen Wochenende in ebendiesem Wald erlegt worden waren. Der Deutsche Jagdverband in Berlin, informierte Renee Pollak hat eine Broschüre mit vielen leckeren Wildrezepten herausgegeben, die man sich dort bestellen kann.

Das im Meierstorfer Forst zubereitete Wild schmeckte jedenfalls der anwesenden Landrätin Kerstin Weiss (SPD) offensichtlich hervorragend. Dass dieser Termin im Wald ihr besondere Freue machte, verriet sie auch, und: „ich freue mich über die gute Zusammenarbeit von Bauern und Jägern in unserem Landkreis besonders.“ Zum Picknick im Wald – zu dem auch Vollkornbrot mit Wildschweinschmalz und eine Suppe aus Wildfleisch und Gemüse, die Ulf-Peter Schwarz hergestellt hatte, gereicht wurde, kamen auch Christian Baumann von der Agrarproduktivgenossenschaft Plüschow, als Vertreter des Kreisbauernverbandes, und verschiedene Bauern, die sich über eine gutes Mittagessen an frischer Luft sichtlich freuten.

Informationen

Wer statt Ente und Karpfen ein

„wildes“ Weihnachtsessen versuchen möchte, kann den Kreisjagdverband zum Erfragen von Jägern, die Wild frisch verkaufen, kontaktieren. „Wild hat übrigens das ganze Jahr über

Saison“, sagt Verbandsvorsitzender Renee Pollak.

Der Jagdverband sucht Nachwuchs- Jäger. „Wer einen Jagdschein

machen will, kann sich ebenfalls

an den Verband wenden. Jäger zu sein“, so Pollak. Jagen sei ein Hobby für jeden, der gern in der Natur

ist und respektvollen Umgang

mit Tieren pflegt.

Info: http://www.kreisjagdverband-nwm.de/

Annett Meinke

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