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Jobcenter startet in Wismar 1. Arbeitgeber-Speed-Dating

Wismar Jobcenter startet in Wismar 1. Arbeitgeber-Speed-Dating

Mit Gong und Stoppuhr in sieben Minuten zu einem Job. An elf Tischen gab es zwischen Arbeitgebern und 27 arbeitsuchenden Frauen einen Vorstellungsmarathon.

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Gute Stimmung beim 1. Speed-Dating. Mit einem Gong, hier von Andrea Lehmann geschlagen, wurde nach jeweils sieben Minuten die nächste Runde eingeläutet. Susanne Lüddecke stellt sich Heiko Rode, Geschäftsführer vom Restaurant „Alter Schwede“, vor. Fotos (7): Ina Schwarz

Wismar. Mit viel Herzklopfen, Spannung, Neugierde und einem kräftigen Gongschlag wurde gestern das 1. Arbeitgeber-Speed-Dating eingeläutet. Vertreter von elf Arbeitgebern aus der Region saßen im Steigenberger Hotel „Stadt Hamburg“ in Wismar in einem Kennenlern-Marathon 27 Kundinnen des Jobcenters gegenüber. Die Kulisse: elf Tische, eine Stoppuhr, zackige Gespräche, Rotationsprinzip und jede Menge Hoffnung auf beiden Seiten.

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Wir sitzen im Grunde ja mit den Arbeitgebern in einem Boot. Die suchen genau wie wir. Ich würde sehr gern als Zimmermädchen arbeiten.“ Mandy Reppien, Wismar

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Sieben Minuten hatten Firmenvertreter (ausschließlich aus dem Hotel- und Gaststättenbereich sowie aus der Reinigungsbranche) und Arbeitsuchende jeweils Zeit sich kennenzulernen. Der Seminarraum im Hotel flirrte einen Vormittag lang vom Stimmengewirr.

„Wir wollen von Standards abkommen“, so Martin Greiner, Geschäftsführer des Jobcenters Nordwestmecklenburg. „Hier hat jeder heute die gleichen Chancen, für sich zu werben“, machte er deutlich. „Die Chemie muss einfach stimmen, der Lebenslauf auf dem Papier ist gar nicht mehr so wichtig“, so der Geschäftsführer.

„Dass es so viel Spaß macht, hätte ich nicht gedacht“, resümierte Susanne Lüddecke aus Neukloster nach ihrem fünften Gespräch. „Ich war sehr angespannt“, erzählt die alleinerziehende Mutter. „Ich hätte so gern einen festen Arbeitsvertrag — am liebsten im Hotel an der Rezeption“, so die 38-Jährige. Festes Einkommen wünschen sich auch Kathrin Kreklau (46) und Birgit Böttcher (45). Sie und die anderen Teilnehmer sind dankbar für einen vierwöchigen Vorbereitungskurs, der dem Speed-Dating vorgeschaltet war. Trainer der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH in Wismar besprachen mit den Frauen Suchstrategien, übten Bewerbungen am Telefon und in Rollenspielen — und analysierten Gespräche sogar über Video. „Ich bin begeistert von der Resonanz“, freute sich Andrea Lehmann. Die Netzwerkerin und Bereichsleiterin im Bildungswerk UFAT hatte Kontakte zu vielen Arbeitgebern hergestellt. „Wir haben die Sonne im Nacken, die Saison hat bereits begonnen. Wer hier heute als Arbeitgeber vor Ort ist, hat garantiert offene Stellen. Für die Kunden des Jobcenters sind das tolle Chancen.“

Die Idee zu diesem Speed-Dating hat Hilke Ramm vor einem Jahr aus Berlin mitgebracht. Dort kam es für die Mitarbeiterin des Jobcenters und Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt seinerzeit zu einem Gedankenaustausch mit der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU). „Für unser erstes Speed-Dating haben wir bevorzugt Frauen ausgesucht. Alle sind zuverlässig und pünktlich erschienen und sind hoch motiviert. Das freut uns.“

 



Ina Schwarz

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