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Jürgens legt zur Saurier-Disco auf

Dambeck Jürgens legt zur Saurier-Disco auf

Traditionsreiches Sommer- und Familienfest morgen und am Sonnabend in Dambeck

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Die historische Kulisse von Manfred W. Jürgens zur Saurier-Disco: Von 1979 bis 1995 gab es sie. Nun wird sie reaktiviert.

Quelle: mwj

Dambeck. In Dambeck sind die Saurier los! Wieder, nachdem sie 20 Jahre lang ruhten. Aber von vorne mit der musikalischen Reise in die Vergangenheit, die am morgigen Freitag ab 21 Uhr stattfindet. Mit Manfred W. Jürgens als Reiseleiter. Oder Obersaurier. Jürgens ist in der Region kein Unbekannter. Der Maler lebte lange hier und arbeitet nun in Hamburg und Bremen. Er erzählt, was es mit der Dambecker Saurier-Disco auf sich hat.

1979, zur 750-Jahr-Feier des Ortes, wurde er als DJ eingeladen. „Uwe Lis sagte, wir haben da jetzt einen leicht durchgeknallten, aber echt fetzigen Architekten im Dorf, der mit uns einen alten Strohkaten für alle renoviert. Uwe sagte, du bist schräg genug, das passt schon“, erinnert sich Manfred W. Jürgens. Jürgens hatte 1969 als 13-Jähriger in Schönhof mit der „Mucke“ angefangen: „Heute weiß ich, dass es eine der ersten im Norden war.“

Die Dambecker haben ihn zehn Jahre später „abgeworben“. Die Musikliste von 1979 hat er noch und wird einige der Titel von damals jetzt wieder auflegen. Bis 1995 gab es die Saurier-Disco, nun wird es sie nach 20 Jahren wieder geben. Manfred W. Jürgens erzählt weiter von 1979.

„Irgendwie ging alles gut, und auch der ABV hatte sich allmählich beruhigt, sodass im Folgesommer 1980 aus Wiederholungssucht das erste Dambecker Sommerfest gefeiert wurde.“ Ab 1982 wurde die Disco beim Dorffest zur Saurier-Disco – elf Jahre vor Steven Spielbergs „Jurassic Park“. Jürgens erzählt, dass es damals wohl einen Zettel im Gemeindebüro auf dem Schreibtisch der Bürgermeisterin gegeben haben soll: „Saurier-Disco? Ist das politisch? Unbedingt überprüfen lassen!“ Was bei der Prüfung wohl herausgekommen ist? Künstler und Maler Manfred W. Jürgens berichtet von den legendären Saurier-Plakaten, die im Laufe der Zeit grafisch so reduziert wurden, dass zum Schluss nur noch ein Saurier und das Datum auf den handgemalten Plakaten zu sehen war. „Saurier plus Datum hieß Disco in Dambeckanien“, lacht Jürgens. Mal sah man einen Saurier in einer flammenden Bratpfanne tanzend, mal vor dem Strohkaten wild Gitarre spielend. Einer lag lachend im Sarg, auf dem Sargdeckel war das Zeichen des Dorfkruges. „Die Plakate wurden von Sammlern geklaut. Das war ein Problem für uns als Veranstalter“, blickt Jürgens zurück. Gespielt wurde tanzbare Musik für alle Generationen, auch die Polka. „Es gab eine tanzbare Hitparade, die ,Dorf-Top 13 aus Dambeckanien’.“ Die „Dorf-Top 13“ waren Kult, obwohl kein Besucher die Auswahlkriterien verstand. Die Hitliste entstand am Vorabend beim Bier. Die Saurier, die „Dorf-Top 13“, all das werden neue und alte Fans der Dambecker Disco wieder erleben. Die „Top 13“ - Hitparade entsteht nun durch Abstimmung der Gäste im Vorfeld über Postkarten (natürlich mit Sauriermotiv) oder (http://www.out-ist-in.de).

Über 100 Mails hat Jürgens so schon bekommen. Er verspricht Musik aus sieben Jahrzehnten, angefangen mit den Titeln des ersten Kusses, die wohl jeden ein Leben lang prägen.

Das Programm des Dambecker Sommerfestes

Am Freitag, 15. Juli, sind die „KÖ-medianten“ zu Gast und zeigen ab 19 Uhr das Stück vom „Fischer und sin Fru“, der Eintritt kostet 6 Euro. Die Saurier-Disco beginnt gegen 21 Uhr.

Am Sonnabend, 16. Juli, beginnt ab 14 Uhr das bunte Programm mit Kaffee und Kuchen und kreativen Angeboten zum Mitmachen zwischen T-Shirt-Druck, Rollenrutsche, Kinderschminken, Basteln, Schmieden, Glücksrad, Dosenwerfen und Wikingerkarussell. Für den unterhaltsamen und musikalischen Rahmen sorgen das Kamaduka-Aktionstheater und die Musikschule Wismar mit Kaffeemusik im Zelt. Von 16 bis 18 Uhr findet der Dambecker Mehrkampf für große und kleine Sportskanonen statt. Gegen 18 Uhr spielt die Brassband „PotzBlech“ der Musik- und Kunstschule „Ataraxia“ aus Schwerin auf, ab 19 Uhr ist Einlass zum Abendprogramm. Dort lockt die Band „Bad Penny“ zum Open Air. Der Eintritt kostet sechs Euro.

Die Veranstaltungen finden am Strohkaten Dambeck in der Alten Salzstraße 18 statt. Mehr Informationen: www.sommerfest-dambeck.de

Nicole Hollatz

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