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Wismar Junge Kunst noch bis zum 6. Mai im „Schabbell“
Mecklenburg Wismar Junge Kunst noch bis zum 6. Mai im „Schabbell“
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12:24 26.04.2018
Spannende Installationen hat Palina Vetter im Keller des Stadtgeschichtlichen Museums geschaffen. Quelle: Nicole Hollatz
Wismar

Fakt ist, wer die Ausstellung „Ich trage meine schwarze Katze in die Sonne“ im Dach- und im Kellergeschoss des Stadtgeschichtlichen Museums „Das Schabbell“ gesehen hat, ist irgendetwas zwischen begeistert, erstaunt und inspiriert. Fakt ist aber auch, der Ausstellungsort muss sich noch etablieren. „Es ist ein Versuch, wir sind noch in der Probezeit“, sagt Museumschefin Corinna Schubert. Die Ausstellungsflächen im Museum sind Ersatz für das Baumhaus am Alten Hafen, das zum maritimen Traditionszentrum werden soll. Als städtische Galerie lockte das Baumhaus jahrelang viele Gäste zum kostenfreien Kunstgenuss. 2000, 3000 Besucher pro Ausstellung waren keine Seltenheit.

Davon ist die Galerie im „Schabbell“ weit entfernt. 700 Gäste wurden im März im Museum gezählt. Nicht jeder Besucher ging auch in die erste Kunstausstellung. „Aber manch einer fragt extra nach und besucht nur die Ausstellung“, sagt Corinna Schubert. „Der Ort muss sich etablieren, auch unter den Wismarern“, meint Sarah Börner von der Wismarer Veranstaltungszentrale. Von dort aus werden die Ausstellungen organisiert, das Museum stelle „nur“ die Räume. „Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt“, so Sarah Börner. Die Künstler, die sich mit dem entsprechenden Vorlauf für das Baumhaus beworben hatten, seien auch vom neuen Ausstellungsort begeistert, fügt sie hinzu. Sarah Börner blickt optimistisch auf die nächsten Ausstellungen, beispielsweise die von Matthias Görnandt. Mit einigen Wismar-Motiven könnte diese ab 18. Mai vielleicht das einheimische Publikum locken.

Die derzeitige Ausstellung ist auch ohne Wismar-Bezug spannend. Aus der Kunstakademie Düsseldorf haben die Kuratorinnen Christina Puth und Gudrun Wünsche vom Verein „KunstConzept“ Düsseldorf neun junge Positionen zur Kunst ausgesucht. Meret Held, Ail Hwang, Marleen Müller, Filiz Özcelik, Beatrice Richter, Christina Puth, Hiroki Tanaka, Viktoria Strecker und Palina Vetter stellen aus. Die Ausstellungsfläche im Dachgeschoss wird dominiert von Bildern, teils klassisch figürlich und handwerklich anspruchsvoll gemalt, teils experimentell und abstrakt. Ail Hwang aus Korea hat großformatige Blätter zum Ball geknüllt und leuchtend blau eingefärbt, um sie mit all den Brüchen und Farbflächen wieder als Bild zu zeigen.Im Kellergeschoss lassen die Installationen staunen. Eine nicht begehbare Nische hat Viktoria Strecker mit einem „Schloss“ aus Glasscherben gefüllt – es entstehen starke Spiegelungen und Lichtspiele. Palina Vetter kreiert mit künstlichen Materialien wie Plastikfolien imaginäre Räume.

Schröder Kerstin

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