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Junge Pastorin leitet drei Kirchengemeinden

Hornstorf Junge Pastorin leitet drei Kirchengemeinden

Miriam Knierim (32) wirkt in Hornstorf/Goldebee, Lübow und Zurow / Morgen Ordinationsgottesdienst

Hornstorf. Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Hornstorf/Goldebee, Lübow und Zurow haben eine neue Pastorin: Miriam Knierim trat am 1. April die Nachfolge von Marcus Wenzel an, der nun an der Müritz wirkt. Die 32-Jährige wird morgen für den Dienst in den drei Kirchengemeinden gesegnet. Der Ordinationsgottesdienst, zu dem Interessierte willkommen sind, beginnt um 15 Uhr. Als Assistenten sind der Hamburger Landespastor Dirk Ahrens und der Pastor der Rostocker Innenstadtgemeinde, Dr. Reinhard Scholl, dabei.

 

OZ-Bild

Miriam Knierim arbeitet jetzt als Pastorin in Nordwestmecklenburg. Die junge Frau singt und tanzt gerne.

Quelle: Norbert Wiaterek

Knierim wurde in Hamburg geboren und wuchs auch in der Elbmetropole auf. „Nach Taufe und Konfirmation hatte ich nicht so viel mit Kirche zu tun“, bekennt die junge Christin. „Ein Gottesdienst zu Weihnachten — das war auch schon alles.“ Die Entscheidung für ein Theologiestudium in Hamburg bot die Chance, sich zu orientieren, dem Leben eine neue Richtung zu geben „und das zu lernen, was ich vielleicht schon wissen sollte“. Über ein Praktikum in der Kreuzkirche in Hamburg-Wandsbek, für das Miriam Knierim ihr Studium unterbrochen hatte, sagt die junge Frau: „Diese Zeit war sehr prägend und entscheidend. Ich erhielt viel Zuspruch. Man machte mir deutlich: Ich gehöre hier hin, ich habe mich für den besten Beruf, den es gibt, entschieden. Danach konnte ich voller Elan an der Uni weiterstudieren. Ich mag Theologie — nicht nur die praktische Arbeit, sondern auch dass man darüber nachdenken, tiefer gehen kann.“

Nach ihrem Examen sammelte Miriam Knierim wertvolle Erfahrungen beim zweieinhalb Jahre dauernden Vikariat in der Rostocker Innenstadtgemeinde. Nun folgt ein weiterer Lebensabschnitt: Als „Pastorin zur Anstellung“ kümmert sich die junge Theologin um knapp 600 Gemeindemitglieder in Hornstorf/Goldebee, Lübow und Zurow. Die Stelle als „Pastorin zur Anstellung“ ist auf drei Jahre befristet. Danach kann sich Knierim aber wieder bewerben.

„Ich möchte gerne weiter in Mecklenburg bleiben, weil es hier andere Herausforderungen gibt. Es fehlt die Volkskirche, nur wenige Menschen besuchen die Gottesdienste. Es fehlt auch an Personal und am Geld und vielleicht auch an Perspektiven. Da ist es mir wichtig, zu bleiben und etwas zu verändern“, so die sympathische Frau, deren Steckenpferd die praktische Theologie, insbesondere die Liturgie, ist. „Ich gestalte gerne Gottesdienste und probiere je nach Gemeinde auch einmal etwas Neues aus. Aber ich will nichts erzwingen, es muss immer in die jeweilige Gemeinde passen. Manchmal ist es auch möglich, Kleinigkeiten zu ändern, damit Gottesdienste wieder interessant werden. Alle sind eingeladen, die Liturgie mitzugestalten.“ Miriam Knierim betont: „Gemeinschaft kann richtig viel Spaß

machen. Und an etwas zu glauben, kann Trost spenden und Freude bringen.“

In der Kreuzkirche in Hamburg sang Knierim im Kirchenchor, moderierte Themen-Gottesdienste und investierte viel Zeit in die Gestaltung der Liturgie. Gerne will sich die sing- und tanzbegeisterte Seelsorgerin auch in ihrer neuen Heimat im Chor engagieren. „Aber auch das Werkeln im Garten könnte Spaß machen“, meint die Pastorin, die während der Renovierung des Pfarrhauses noch zwischen Rostock und Hornstorf pendelt.

„Aus einem krassen Kopf kommen krasse Gedanken“, sagt Miriam Knierim lachend auf die Frage nach ihren Schwächen. „Manchmal bin ich etwas chaotisch, will viele Dinge auf einmal machen. Daher brauche ich auch viel Struktur.“ Eine Stärke: „Ich bin Menschen gegenüber sehr offen, lasse mich aber auch nicht vereinnahmen“, erzählt die junge Pastorin, gespannt auf die neuen Herausforderungen.

Von Norbert Wiaterek

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