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Kamele fressen Kindern aus der Hand

Wismar Kamele fressen Kindern aus der Hand

Circus Monaco hatte Wismarer Kitas und Grundschulen zum Füttern der exotischen Tiere eingeladen.

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Keine Angst vor großen Tieren: Flavia (5) von der Kita „Löwenzahn“ füttert Kamel „Attila“. Lesly Köllna (25) vom Circus Monaco hilft ihr.

Wismar. „Attila“, „Paula“ und „Clara“ haben Karotte, Gurke, Salat und Brot zum Fressen gern. Gestern bekamen die Kamele des Circus Monaco, der zurzeit in Wismar auf der Festwiese am Bürgerpark steht, die Leckerbissen von besonders zarter Hand gereicht: 45 Kinder der Kita „Löwenzahn“ durften die exotischen Tiere füttern.

Am Tag zuvor waren die Trampeltiere — zweihöckrige Kamele — eigenständig auf Besichtigungstour durch Wismar gelaufen. „Wir sind so mit dem Aufbau beschäftigt gewesen, dass wir gar nicht gemerkt haben, dass sie ausgebüxt waren“, sagte Zirkusdirektor Riccardo Sperlich (27) gestern. Passanten hätten die Tiere gesehen, sie mit dem Zirkusplakat in Verbindung gebracht und sofort bei ihm angerufen, erklärte der 27-Jährige. „Am Alten Hafen konnten wir die Ausreißer ohne Schwierigkeiten am Halfter nehmen und wieder hierher zurückbringen.“ Zum Glück war nichts passiert.

So konnten Flavia, Justin und die anderen Kinder aus der Kita „Löwenzahn“ wie geplant die Kamele, das ungarische Steppenrind „Tukaya“ und Pony „Max“ mit Äpfeln und Möhren verwöhnen. „Das machen wir in jeder Stadt vor der Premiere, gern auch mit dem Bürgermeister“, erklärt Riccardo Sperling. Der hatte auch in Wismar das Treffen von Kindern und Tieren organisiert. Doch Thomas Beyer (SPD) konnte aus Termingründen nicht dabei sein. Auch die anderen eingeladenen Kindergärten und Grundschulen hatten abgesagt, da der Weg zum Festplatz für sie recht weit war. „Umso mehr freuen wir uns, dass die Kinder vom ,Löwenzahn‘ gekommen sind“, sagte der Zirkusdirektor.

Seit fünf Generationen gibt es den Circus Monaco, Riccardo Sperlich leitet ihn das fünfte Jahr. Eine Spezialität sei, „ganz viel Jugend in die Manege zu bringen“, so der Zirkusdirektor. Jüngste Artistin ist seine Nichte. „Sie ist gerade zwölf Monate alt und steht schon bei ihrem Vater auf der Hand in der Manege, lacht und schlägt begeistert in die Hände.“ Ein weiterer Höhepunkt ist eine Feuer-Fakir-Show mit Krokodilen und Schlangen, „die mutige Besucher auch anfassen und streicheln dürfen“. Das „Römische Ringtrapez“ würde beim Publikum ebenfalls gut ankommen, setzt Riccardo Sperlich die Aufzählung fort.

Doch woher kommen neue Ideen für die Show? Der 27-Jährige lacht. „Man schaut bei Verwandten und Kollegen.“ Zum Beispiel sei die Familie beim Zirkusfestival in Monte Carlo gewesen. „Da haben wir viele tolle Sachen gesehen“, so Riccardo Sperlich.

„Toll“ fanden es die Wismarer Kita-Kinder gestern beim Füttern. Justin (5) beteuerte, dass er überhaupt keine Angst vor den großen Tieren habe. Und Flavia (5) stellte fest: „Das Kamel hat eine ganz weiche Schnauze.“

Vorstellungen: heute bis Sonnabend, 5. April, täglich 16 Uhr, Freitag auch 19 Uhr, Sonntag, 6. April, 14 Uhr.

 



Sylvia Kartheuser

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Keine Angst vor großen Tieren: Flavia (5) von der Kita „Löwenzahn“ in Wismar streichelt und füttert Kamel „Attila“. Lesly Köllna (25), Artistin im Circus Monaco, hilft ihr dabei. Foto: Sylvia Kartheuser

Circus Monaco hatte Kinder aus Wismarer Grundschulen und Kindergärten am Dienstag eingeladen, seine exotischen Tiere zu füttern. Nur die Kita „Löwenzahn“ kam.

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