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Wismar Kameraden stellen sich vor
Mecklenburg Wismar Kameraden stellen sich vor
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19:36 03.12.2018
Heidemarie Tomassek (66) mit der Rettungshaube, die ihr Stefan Kaspereit (l.) von der Altstadt-Wehr aufgesetzt hatte. Heiko Gerigk präsentierte seine Schutzausrüstung im „Haus Seestern“.  Quelle: Norbert Wiaterek
Wismar

„Darunter ist es aber sehr warm. Ich bin total verschwitzt“, wunderte sich Heidemarie Tomassek, nachdem sie die Rettungshaube abgesetzt hatte. Die ungewöhnliche Kopfbedeckung trug die 66-Jährige jetzt im Wismarer Seniorenpflegeheim „Haus Seestern“ – bei einer Sicherheitsschulung der Freiwilligen Feuerwehr Wismar-Altstadt. Zugführer Stefan Kaspereit und sein Kollege Heiko Gerigk waren in Wendorf, um den Heimbewohnern die Arbeit der Brandschützer und deren Dienstkleidung vorzustellen.

„Die schützende Einsatzkleidung wiegt 16 Kilogramm“, berichtete Hauptlöschmeister Kaspereit. Dazu kommen noch mehrere schwere Geräte, darunter das Strahlrohr, der Wasserschlauch, eine 30 Meter lange Sicherheitsleine, eine Bandschlinge, mit der auch Personen gezogen werden können, eine Handlampe und ein Halligan-Tool. Mithilfe dieses Hebel- und Brechwerkzeugs können zum Beispiel Türen aufgebrochen werden. Allein das Atemschutzgerät bringt gut 13 Kilogramm auf die Waage. Während Stefan Kaspereit von der Arbeit der Kameraden erzählte, zog sich Hauptfeuerwehrmann Gerigk seine persönliche Einsatzkleidung an und ging dann mit seiner Ausrüstung zu den etwa 30 staunenden Senioren.

„Jetzt muss man sich einen Einsatzfall vorstellen – mit Alarm und viel Rauch. Damit unsere Heimbewohner im Ernstfall keine Panik bekommen, wenn ihnen auf dem Flur ein Feuerwehrmann in voller Montur entgegenkommt, das Gesicht mit einem großen Helm bedeckt, machen wir diese Schulung“, betonte Dietmar Schuberth. „Im Notfall ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und auf die Anweisungen des Personals und der Kameraden zu hören. Zum Glück ist der Ernstfall bei uns noch nicht eingetreten“, sagte der Brandschutzbeauftragte des Heimes. „Damit dies auch in Zukunft nicht passiert, ist das Rauchen nur in bestimmten Bereichen erlaubt.“ Für die „Seestern“-Mitarbeiter gibt es laut Heimleiterin Pamela Ahrenholz mindestens alle sechs Monate spezielle Schulungen.

Einen Fehlalarm hat es, so berichtete Schuberth, in den zehn Jahren seit Eröffnung des Heimes dagegen schon drei- oder viermal gegeben. „Mögliche Auslöser können Dampf in einer Küche, Bau- oder Schweißarbeiten sein.“ Wird Alarm ausgelöst, komme immer die Feuerwehr ins Haus.

Am Montagabend konnten die Heimbewohner zeigen, ob sie bei einem Alarm ruhig und besonnen bleiben. Und sie konnten mehrere Feuerwehrleute in Aktion erleben. Denn im „Haus Seestern“ gab es eine Einsatzübung.

Norbert Wiaterek

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