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Katzenschwemme im Tierheim Roggendorf

Roggendorf Katzenschwemme im Tierheim Roggendorf

Seit Jahren unterstützt das Tierheim Kastrationen bei freilaufenden Katzen / Die Bemühungen schienen Früchte zu tragen – doch in diesem Jahr sieht alles anders aus

Roggendorf. Freilaufende Katzen werden an manchen Orten in Nordwestmecklenburg – und auch in anderen Teilen Mecklenburgs – derzeit zu einem regelrechten Problem. „Im Grunde kann man das Sprichwort: ’Sie vermehren sich wie die Kaninchen’, gut auf Katzen übertragen“, sagt Meike Jaworski, Leiterin des Roggendorfer Tierheims. In diesen Wochen hat das Tierheim mit täglichen Hilfeersuchen von besorgten Nordwestmecklenburgern zu tun, die junge Katzen gefunden haben und diese nun im Tierheim unterbringen wollen. „Wir kämpfen in diesem Herbst mit einer derartigen Masse an jungen, freilaufenden Katzen, dass wir derzeit nicht mehr viele aufnehmen können“, sagt Jaworski. Bis zu 80 Katzen darf das Tierheim in Roggendorf betreuen – und bis zu 40 Hunde. Um die 70 Katzen sind derzeit bereits im Tierheim in Pflege.

 

OZ-Bild

Im Tierheim Roggendorf warten derzeit 35 Baby- und Jungkatzen auf einen neuen Besitzer.

Quelle: Tierheim

Katzenschwemme übertrifft schlimmste Erwartungen Seit einigen Jahren unterstützen die Roggendorfer Tierschützer Kastrationsaktionen für freilaufenden Katzen im näheren und sogar weiteren Umkreis. „Und es schien auch ganz so in den letzten Jahren, als würden unsere Bemühungen Früchte tragen“, sagt Meike Jaworski. „Doch in diesem Jahr übertrifft die Kittenschwemme unsere allerschlimmsten Erwartungen.“ Woran es liegt, dass derzeit so viele Meldungen und Hilferufe – junge Katzen betreffend – das Tierheim erreichen, darüber kann Meike Jaworski auch nur rätseln: „Ich vermute, dass es vielleicht mit dem Wetter zusammenhängen könnte.

Vielleicht haben in diesem Jahr mehr Katzenbabys von freilaufenden Katzen überlebt.“ Doch sicher ist sich die passionierte Tierschützerin und studierte Biologin, die seit vier Jahren im Roggendorfer Tierheim arbeitet, nicht. Sie und ihre neun Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende, wissen nur eines: Es muss weiter aufgeklärt werden.

Aus einer Katze werden

schnell 20 Oft, so Jaworski, wenn zum Beispiel eine Katze auf einem Hof auftaucht, wird sie noch nicht als störend empfunden. Vielleicht hoffen die Hofbewohner sie zieht weiter und füttern sie aus Mitgefühl auch – was Jaworski prinzipiell richtig findet. Doch plötzlich sind es dann vier Katzen. „Aus einer wilden unkastrierten Katze können im Verlauf von zwei bis drei Jahren leicht bis zu 20 Katzen werden. Das sollte man nicht unterschätzen.“ Deshalb appelliert sie an die Verantwortung der Menschen: „Bitte fangen sie jede freilebende Katze, die regelmäßig auftaucht, ein und stellen sie einem Tierarzt zur Kastration vor. Auch Kater. Denn jeder Kater, der freiläuft, findet früher oder später eine Katze, die er zur Mutter macht. Und damit wächst und wächst die Population der wilden Katzen.

Was auch für die Tiere unendlich viel Leid bedeutet.“

35 Baby- und Jungkatzen an liebe Menschen abzugeben Unkastrierte Katzen, erklärt Meike Jaworski, werden häufig auch schneller krank. Die ständigen Paarungskämpfe und Rivalitäten untereinander bringen Wunden und Infizierungen mit Keimen mit sich. Wer tatsächlich nicht das Vermögen hat, eine Katze, die sich in seinem Umfeld aufhält, einzufangen und zu kastrieren, sollte das Tierheim in Roggendorf oder andere Tierheime in seiner Gegend unbedingt informieren. „Unser Anrufbeantworter ist immer geschaltet“, erklärt Meike Jaworski, „wir können nur oft nicht persönlich an das Telefon gehen, weil wir alle auf dem Gelände unterwegs sind. Wir haben keine extra Bürokraft. Das können wir uns nicht leisten.“

Das Tierheim in Roggendorf finanziert sich zu 80 Prozent aus Spenden, circa 20 000 Euro pro Monat kostet der Betrieb. Wer die Arbeit der Tierschützer unterstützen will, kann mit einer Geldspende helfen. Wer sich derzeit mit dem Gedanken trägt, ein Tier – egal ob Hund oder Katze – bei sich Zuhause aufzunehmen, sollte im Tierheim Roggendorf vorbeischauen.

Unter den wartenden Tieren befinden sich momentan etwa 35 Baby- und Jungkatzen, die alle gerne ein schönes Zuhause bei liebevollen Menschen bekommen möchten. Und wichtig wäre es, sie bald in gute Hände zu geben, denn, wie Meike Jaworski befürchtet: „Die diesjährige Kittenschwemme ist noch in vollem Gange, ein Ende leider noch nicht abzusehen.“

Kontaktdaten Tierheim Roggendorf

Das TSV Roggendorf e.V. und Umgebung befindet sich in 19205 Roggendorf in der Gadebuscher Straße 3.

Öffnungs- und Vermittlungszeiten:

Mittwoch, Freitag, Samstag und auch am Sonntag, in der Zeit von 14 Uhr

bis 16 Uhr.

Besuchszeiten zum Gassigehen mit den Hunden und für ehrenamtliche Mithelfer im Tierheim Roggendorf: Montag bis Sonntag, in der Zeit von

8 bis 16 Uhr

Kontakt:

☎ 03 88 76 / 31 86 3 (Bitte auf den Anrufbeantworter sprechen)

Notfall: ☎ 01 72 - 39 74 56 9

E-Mail: info@tierheim-roggendorf.de

Annett Meinke

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