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Kein Platz mehr für Erstklässler

Wismar Kein Platz mehr für Erstklässler

Neue Schule muss her: Gespräche mit Landkreis und Bildungsministerium laufen

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Kein Platz mehr für Erstklässler in Wismar

Erstklässler sitzen mit ihren Ranzen in der Grundschule. Doch für die neuen Abc-Schützen fehlen Klassenzimmer.

Quelle: Foto: Peter Steffen

Wismar. Es wird knapp für die ABC-Schützen in der Hansestadt. Schon im kommenden Schuljahr 2017/18 fehlt der Platz für drei erste Klassen. Die vorläufige Lösung:

Kapazitäten in weiterführenden Schulen werden genutzt, um die Erstklässler zu unterrichten. Kurze Schulwege will die Stadt dabei erhalten.

Die mittelfristige Lösung aber heißt: Schulneubau. Und den bereiten Bürgermeister Thomas Beyer und Landrätin Kerstin Weiss (beide SPD) bereits vor. Das alles erfuhren die Mitglieder des Bildungsausschusses auf dessen jüngster Sitzung von Amtsleiterin Edelgard Scheidt. Grund für den Platzmangel ist laut Scheidt der unerwartet hohe Zuzug in die Hansestadt. Demzufolge habe es deutlich mehr Anmeldungen von Erstklässlern gegeben als im integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) berechnet. „Das hängt nicht allein mit den Flüchtlingen zusammen“, machte Scheidt deutlich. Das ISEK werde nun entsprechend angepasst. Allein für das kommende Schuljahr sind 401 Mädchen und Jungen bereits angemeldet. Sie müssen auf die vier kommunalen und die zwei freien Grundschulen in Wismar verteilt werden. Auch für die kommenden Jahre müsse die Stadt damit rechnen, dass sich die tatsächlichen Anmeldezahlen von den prognostizierten unterscheiden. „Schon jetzt haben wir Probleme, Mädchen und Jungen, die im Laufe des Schuljahres dazukommen, unterzubringen“, sagte Scheidt. Damit das in den kommenden Jahren nicht wieder geschieht, werde die Stadt nicht mehr mit der Gesamtkapazität einer Klasse von 28 Schülern kalkulieren wie vorgegeben, sondern nur noch mit 24 Schülern pro Klasse.

Damit Wismar eine neue Schule bauen kann, muss die Schulentwicklungsplanung des Landkreises zunächst fortgeschrieben werden. Diese soll bis 2020 gültig sein. Das Bildungsministerium hat die Planung aber noch immer nicht genehmigt. Auch dort stehen nun Gespräche an. Die Kosten für den Schulneubau sollen in einem Nachtragshaushalt von der Bürgerschaft beschlossen werden. „Nur so können wir auch noch Fördermittel beantragen“, sagte Scheidt. Was die neue Schule kostet, sei bislang aber noch unklar. Zum Vergleich: In den Neubau der Tarnow-Grundschule am Kagenmarkt investierten Stadt und Land insgesamt rund sechs Millionen Euro.

Der Platzmangel in den Grundschulen setzt sich in den weiterführenden Schulen der Hansestadt fort. Bereits jetzt sei die Goethe- Schule als integrierte Gesamtschule bis auf den letzten Platz gefüllt, sagte Scheidt.

Nicole Buchmann

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