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Wismar Normaler Parkplatz statt Parkpalette am Altstadtring
Mecklenburg Wismar Normaler Parkplatz statt Parkpalette am Altstadtring
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08:15 06.12.2018
Auf dem Sandparkplatz an der Turmstraße sollte eine Parkpalette mit zwei Ebenen entstehen. Das ist vom Tisch. Jetzt soll ein Parkplatz wie neben der Sektkellerei gebaut werden. Quelle: Heiko Hoffmann
Wismar

Aus den ursprünglich geschätzten Kosten von 3,8 Millionen Euro für die geplante Parkpalette an der Turmstraße sind 5,9 Millionen Euro geworden. Angesichts der Kostenexplosion hat die Bürgerschaft die Reißleine gezogen und das Vorhaben gestoppt. Die CDU hatte den Antrag eingebracht, Alternativen zum Neubau einer Parkpalette zu prüfen. Die SPD war dem Antrag beigetreten. Gegenstimmen gab es nicht. Die Für-Wismar-Fraktion fühlte sich überrumpelt und hätte den Antrag am liebsten selber eingebracht, wie Sabine Mönch-Kalina sagte.

Hohes Kostenrisiko

Die Animation zeigt die Parkpalette, die geplant war. Quelle: Kay Wilisch

Auch die Verwaltung hat kalte Füße bekommen: „In Abwägung der Vorteile, die eine Parkpalette am Altstadtrand mit sich bringt und dem hohen Kostenrisiko, das mit dem Bau und dem späteren Betrieb verbunden ist, rät die Verwaltung davon ab, diese Maßnahme zu realisieren.“

Bauherr und Betreiber wäre der städtische Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb. Hinzu kommt, dass mit der Ausschreibung der eigentlichen Baugewerke erst im März 2019 begonnen werden sollte, sodass das gesamte Ausmaß der Kosten erst im Sommer 2019 bekannt sein würde. Weitere Hiobsbotschaften sind angesichts der Baupreisentwicklungen nicht ausgeschlossen.

Teure Kampfmittelberäumung

Das Fass zum Überlaufen gebracht hat offenbar das Ergebnis der Ausschreibung für die Kampfmittelberäumung. Beim günstigsten Angebot liegen die Kosten bei mehr als einer Million Euro, bei der Planung 2017 wurden dafür 270000 Euro veranschlagt.

Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) hätte grundsätzlich gerne die 254 Stellplätze der Palette an dem Standort gesehen, „um die Altstadt zu entlasten“.

Parkplätze fehlen

Nun soll auf dem Sandparkplatz eine Parkfläche mit 140 Stellplätzen für rund zwei Millionen Euro – wie neben der Sektkellerei – entstehen. Voraussichtlich 2020 wird gebaut. Derzeit sind es 170 Stellplätze auf dem Sandparkplatz. Etwa 30 Stellplätze könnten nach Angaben der Verwaltung im Zuge einer neuen Trassenführung der Hochbrücke im Bereich Bleicherweg hinzukommen. Außerdem verweist die Stadt darauf, dass 2019 der Parkplatz hinter dem Lindengarten mit 150 Stellplätzen in Betrieb genommen wird, „sodass auf längere Sicht eine ausreichende Anzahl an Stellplätzen entlang des Altstadtringes vorhanden sein wird“.

Doch so einfach will es die Fraktion FDP/Grüne der Verwaltung nicht machen. Durch den Wegfall der Palette fehlen gegenüber dem neuen Parkplatz unterm Strich 114 Stellplätze. „Der Druck auf die Altstadt steigt“, so Fraktionschef René Domke. Die Stadt könne nicht aus der Verantwortung gelassen werden, die Plätze am Lindengarten könnten nicht herangezogen werden, weil diese ohnehin geplant sind. Der Zusatzantrag, dass die Verwaltung verbindliche Alternativen benennt, wurde angenommen. Heiko Hoffmann

Heiko Hoffmann

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