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Kigugu Help unterstützt Schulneubau

Neuburg/Kigugu Kigugu Help unterstützt Schulneubau

Ein weiteres Gebäude entsteht im abgelegenen Teil Nkungwi in den Bergen des afrikanischen Dorfes

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Die Vereinsmitglieder Johannes Kansy (l.), Michael Krüger und Bernd Baasner (hinten r.) mit dem Kigugu Komitee und seinem Vorsitzenden Chisengo Sembuche (r.). Alle Projekte werden gemeinsam beschlossen.

Neuburg/Kigugu. „Die Flüchtlingssituation in Deutschland bestärkt uns, an der Verbesserung des Lebensstandards der Familien in Kigugu festzuhalten“, sagt der Neuburger Emil Larek, 1. Vorsitzender des Vereins Kigugu Help. „Die regelmäßigen Geldzuwendungen von Sponsoren aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten zeigen uns, dass wir mit unserer Aufgabe nicht alleine gelassen werden. Ein großes Dankeschön sagt der Verein den unzähligen Sponsoren auch im Namen der Einwohner von Kigugu.“

OZ-Bild

Ein weiteres Gebäude entsteht im abgelegenen Teil Nkungwi in den Bergen des afrikanischen Dorfes

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In dem Dorf im ostafrikanischen Tansania wird ein Anschluss an die Versorgungsleitungen des Stromnetzes immer wichtiger für die Bewohner. Das hatte der Besuch von drei Vereinsmitgliedern im vergangenen Sommer ergeben. Deshalb hat Kigugu Help den Wunsch der Dorfbewohner, die Hauptleitungen weiter zu verlängern, positiv aufgenommen. Der Verein konzentriert sich derzeit auf zwei Betätigungsfelder: Verlängern der Versorgungsleitungen und Unterstützung der Familien beim Erstellen des Hausanschlusses.

Zudem hatte die Reisegruppe festgestellt, dass die alte Toilette für die Kinder der Primary School in Kigugu ziemlich marode und unhygienisch war. Deshalb beschloss der Verein sofort, ein neues Toilettenhäuschen zu finanzieren. „Das Projekt wurde umgehend realisiert, sodass es sechs Monate nach dem Aufenthalt unserer Vereinsmitglieder bereits fertiggestellt war“, berichtet Emil Larek.

Einen starken Partner hat Kigugu Help seit Herbst 2013 in der Evangelischen Schule „Robert Lansemann“ in Wismar gefunden. Die Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern haben im März eine große Summe für Kigugu übergeben. Sie finanzieren mit dem Geld fünf Fahrräder und wollen die Verbesserung der Schulsituation unterstützen. Konkret bedeutet dies: „Es wird aus der Spende die Schule in Kigugu mit weiteren Geräten ausgestattet und in Nkungwi, einem abgelegenen Teil des Ortes Kigugu, ein weiteres Schulgebäude fertiggestellt“, informiert der Vereinsvorsitzende. Die Schüler in Wismar und in Kigugu schreiben sich Briefe, um sich besser kennenzulernen.

Besonders wichtig ist dem Verein seit seiner Gründung im Jahr 2003, die Frauen und Mädchen in Kigugu zu unterstützen. Fünf Frauengruppen sollen auch in diesem Jahr kleine Geldbeträge erhalten, um ihre Eigeninitiative in Sachen Erwerbstätigkeit zu fördern. Sie bauen zum Beispiel Reis auf gemieteten Feldern oder Bananen auf eigenen Flächen an, verkaufen an der Straße Gemüse und andere Kleinigkeiten oder betreiben ein kleines Restaurant.

Über seine Arbeit im vergangenen Jahr will Kigugu Help in einer öffentlichen Mitgliederversammlung Rechenschaft ablegen. Sie findet am Freitag, 22. April, um 19 Uhr in der Gaststätte „Störtebeker“ in Proseken statt. Außerdem wird der Finanzhaushalt des vergangenen Jahres diskutiert. Obendrein steht nach drei Jahren im Amt die Neuwahl des Vereinsvorstandes an. Jüngere Mitglieder sind aufgefordert, sich zu bewerben. Sie könnten im Vorstand die Arbeit durch neue Vorschläge und Vorstellungen weiter bereichern. Da es eine öffentliche Veranstaltung ist, sind außer den Vereinsmitgliedern alle Interessierten, Sponsoren und Unterstützer des Vereins eingeladen.

Die Vorschläge für die Planungen für das laufende Jahr beruhen sehr stark auf den Erfahrungen des Trios, das im Sommer in Kigugu war. Vereinsmitglieder besuchen in regelmäßigen Abständen das afrikanische Dorf, für das der Verein Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Nur so können sie den Fortschritt der verschiedenen Projekte begutachten und herausfinden, welche weitere Hilfe dringend nötig ist.

Der Verein will die Lebensqualität der Dorfbevölkerung verbessern, in dem er hygienische, soziale und wirtschaftliche Projekte fördert. Diese sollen den Einheimischen ermöglichen, aus eigener Kraft wirksame und langwirkende Verbesserungen in ihrem Dorf durchzusetzen. „Unsere Hilfsmaßnahmen sind nur dank der breiten Unterstützung durch die Mitglieder und Sponsoren über diese lange Zeit seit 1999 und in diesem Umfang möglich“, erklärt Emil Larek.

Öffentliche Versammlung

Am 22. April lädt der Verein Kigugu Help zu einer öffentlichen Mitgliederversammlung ein. Sie findet ab 19 Uhr in der Gaststätte „Störtebeker“ in Proseken statt.

54 Mitglieder gehören dem Verein, der am 1. März 2003 gegründet wurde, derzeit an. Im Vorstand sind Emil Larek, Rosemarie Kalf, Johannes Kansy, Michael Krüger und Ute van Riesen. Nach drei Jahren im Amt muss der Vorstand laut Satzung jetzt neu gewählt werden. Er bittet um Vorschläge und Bewerbungen vor allem von jüngeren Mitgliedern.

• Internet: www.kigugu-help.de

Von Haike Werfel

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