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Kinder-Uni entführt in die Schwedenzeit

Wismar Kinder-Uni entführt in die Schwedenzeit

Dr. Nils Jörn, der Stadtarchivar von Wismar, wird seine Kinder-Uni-Studenten am Freitag, dem 18. März, um 15 Uhr sowie um 16.30 Uhr in die Hanse- und Schwedenzeit entführen.

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In den dicken Büchern des Stadtarchivs findet Dr. Nils Jörn immer wieder neue Geschichten, von denen er auch in seiner Kinder-Uni-Vorlesung am 18. März auf dem Wismarer Campus erzählen wird.

Quelle: Karin Bergmann

Wismar. Dr. Nils Jörn, der Stadtarchivar von Wismar, wird seine Kinder-Uni-Studenten am Freitag, dem 18. März, um 15 Uhr sowie um 16.30 Uhr in die Hanse- und Schwedenzeit entführen. Die Vorlesung findet auf dem Campus im Haus 1, Hörsaal 101, statt.

Anmeldung

Interessierte können sich direkt über das Formular auf der Website der Kinder-Uni Wismar (www.hs-wismar.de/kinderuni), per E-Mail: kinder-uni@hs-wismar.de, telefonisch bei Silke Schröder (03841/7537209) oder direkt vor der Vorlesung anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Eltern können wie gewohnt die Vorlesung im Hörsaal 201 verfolgen.

„Könnt Ihr Euch vorstellen, wie Wismar im Mittelalter aussah? Mit Stadttoren, einer Stadtmauer, die um die ganze Stadt verlief und Pulvertürmen? Mit einem Hafen voller Segelschiffe und einem Baum, der am Baumhaus abends ins Wasser gelegt wurde, damit keine Piraten in die Stadt kommen konnten? Und habt Ihr Euch schon mal gefragt, warum der Kirchturm an der Nikolaikirche irgendwie komisch aussieht, eigentlich viel zu kurz? Oder was passierte, als der Blitz in mehrere Pulvertürme einschlug und viele Häuser und Dächer zerstörte?“ Diese und noch mehr Fragen wird der Stadtarchivar in seiner Vorlesung stellen. Und er wird die jüngsten Wismarer Studenten mitnehmen auf einen Stadtrundgang, in dem Kühe und Pferde durch die Luft fliegen, Kirchtürme umkippen und hohe Stadtmauern sowie eine der größten Festungen Europas gebaut werden.

Gemeinsam mit den Kindern möchte der 51-Jährige schauen, wie die Stadt aussah, als Klaus Störtebeker und Goedeke Michels in ihr lebten und wie sie sich in der Schwedenzeit langsam veränderte, bevor sie im Jahre 1716 eine der größten Festungen Europas wurde. Und wie sah im Mittelalter ein Kran aus, wie schwer waren die Lasten, die er heben konnte? Die Kinder-Uni-Studenten werden auch erfahren, was sich im Zeughaus befand, dem Ort, der heute die Bibliothek beherbergt, in der sie Bücher lesen und ausleihen. Gemeinsam werden sie versuchen, sich vorzustellen, wie viel Sprengstoff in den Wismarer Pulvertürmen war, die am 28. Juli 1699 in die Luft geflogen sind. Eins verspricht der Kinder-Uni-Dozent der Hochschule Wismar seinen Zuhörern schon jetzt: „Das wird eine Reise in die Vergangenheit, die Ihr nicht vergessen werdet!“

Der in Bergen auf Rügen geborene Nils Jörn studierte ab 1986 in Greifswald Geschichte und Germanistik, bevor es ihn nach erfolgreichem Abschluss im Jahr 1991 zum Forschungsstudium an die London School of Economics verschlug. Zurück in Greifswald forschte Nils Jörn fast zehn Jahre zur Geschichte des Ostseeraumes — eingeschlossen 1996 die erfolgreiche Promotion zum Thema „Englisch-hansische Beziehungen im 15. und 16. Jahrhundert“. Es folgte ein einjähriger Abstecher an das Max- Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main und die Rückkehr nach Greifswald, um zum Wismarer Tribunal zu forschen. 2003 begann der Historiker seine Tätigkeit im Archiv der Hansestadt Wismar, welches er seit rund vier Jahren als Stadtarchivar leitet.

Von Karin Bergmann

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