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Kinder aus verqualmter Halle gerettet

Niendorf Kinder aus verqualmter Halle gerettet

Feuerwehren aus Hohenkirchen, Gägelow, Wismar-Altstadt und Boltenhagen probten gemeinsam den Ernstfall

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Blauröcke aus Hohenkirchen kümmerten sich um die Erstversorgung von Mike Schuberth (9) aus Manderow. Fotos (4): Norbert Wiaterek

Niendorf. Dichter Qualm dringt aus der Fahrzeughalle, Hilfe-Rufe sind zu hören. Mit Taschenlampen suchen Feuerwehrleute die zitternden Kinder. Masken mit Filtern schützen die Helfer vor giftigem Rauch. Seile werden ausgelegt, um den Rückweg zu finden. Schnell bringen die Retter erste Verletzte ins Freie. Einige Kinder sind ohnmächtig, andere waren in Panik gestürzt, haben Abschürfungen und Knochenbrüche. Während die Jungen und Mädchen versorgt werden, sind andere Brandschützer mit dem Löschen von brennenden Heuballen in einer Nachbarhalle sowie dem Aufstellen von Lichtstrahlern und einem Erste-Hilfe-Zelt beschäftigt.

OZ-Bild

Feuerwehren aus Hohenkirchen, Gägelow, Wismar-Altstadt und Boltenhagen probten gemeinsam den Ernstfall

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Großübung auf dem Gut Niendorf unweit der Wohlenberger Wiek. 75 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren Hohenkirchen, Gägelow, Wismar-Altstadt und Boltenhagen probten am Sonnabend gemeinsam den Ernstfall. Die meisten hatten an diesem Nachmittag nicht mit einer Alarmierung gerechnet. „Zum Glück müssen sie nicht gegen reales Feuer kämpfen und sich nicht um richtige Verletzungen kümmern.

Aber dennoch ist diese fast zweistündige Übung so realistisch wie möglich“, betonte Rico Buckow, Leiter der Feuerwehr Hohenkirchen. „Wie man sieht, dringt wirklich Rauch aus der Halle.“ 16 Einsatzfahrzeuge waren mit Blaulicht und Sirenen auf den Landwirtschaftshof gefahren.

Die Handgriffe saßen. Während sich die Mitglieder der Wismarer Wehr um das Verlegen von Schläuchen und die Wasserversorgung kümmerten, waren die anderen Helfer für das Retten und Betreuen der Kinder zuständig. „Ein anstrengender Einsatz“, sagte André Wiedermann, nachdem er den Atemschutz abgenommen hatte. „Die Maske ist ungewohnt. Außerdem wiegen die Kleidung und die Geräte, die wir mitnehmen, zum Beispiel die Pressluftatmer, viele Kilo. Und auch die Tragen mit den Kindern darauf sind nicht gerade leicht“, erklärte der junge Mann von der Wehr Hohenkirchen verschwitzt und aus der Puste. Die Feuerwehrleute mussten Rowena Müller (10), Marco (10) und Mike Schuberth (9), Justin Brandt (15), Felix (9) und Clara Zoe van Leeuwen (8), Jasper Nowak (10) und Marven Gutsche (14) mehrere Male aus der verqualmten Halle tragen, die geschminkten Wunden verbinden, Herzdruckmassagen und Beatmungen simulieren.

„Alle merken hier, wie schnell man an seine Grenzen kommt“, sagte Einsatzleiter Gerhard Klüßendorf aus Beckerwitz. „Auch die Führungsebene ist gefordert. Beobachter denken sich immer wieder neue Szenerien aus. So gab es plötzlich starken Wind, der das Feuer neu entfachte und auf ein Wirtschaftsgebäude überzugreifen drohte. Der stark erhitzte Dieseltank im Gebäude war unbekannt. Und auch die Kinderschreie im Brandabschnitt waren im Vorfeld nicht abgesprochen. Diese Herausforderungen wurden gemeistert“, so Klüßendorf, zufrieden über die gezeigten Leistungen.

Norbert Wiaterek

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