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Kippt die Mega-Party am Strand von Boltenhagen?

Boltenhagen Kippt die Mega-Party am Strand von Boltenhagen?

Die Gemeindevertreter treffen sich am Donnerstag, um über die geplanten Großveranstaltungen zu beraten. Noch fehlen Unterlagen der Kurverwaltung.

Boltenhagen. Das erste Juli-Wochenende soll in Boltenhagen zum Saisonhöhepunkt werden. Die Kurverwaltung als Veranstalter hat zumindest geplant, dass die Veranstaltungen „N-Joy the Beach“ und „stars@ndr2 — live“ am Freitag, 5. Juli, und am Sonnabend, 6. Juli, das Ostseebad rocken.

Doch noch ist nichts in trockenen Tüchern. Boltenhagens Gemeindevertreter werden sich am Donnerstag, 18. April, um 18.30 Uhr zu einer öffentlichen Dringlichkeitssitzung im Kur- und Festsaal treffen, bestätigte der amtierende Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU). „Im Kurbetriebsausschuss hieß es, dass die Großveranstaltung grundsätzlich auf zwei Säulen stehen muss: dem politischen Willen und dem Sicherheitskonzept“, erklärte er. Beides läge aber noch nicht vor. Jetzt sei der Zeitpunkt, die Gemeindevertreter umfassend zu informieren und auch zu klären, wer welche Kosten trage, sagte Schmiedeberg. „Anfang der Woche wird es dann ein Treffen mit der Kurverwaltung im Amt Klützer Winkel geben. Danach wird sich entscheiden, wie es weitergeht“, so der amtierende Bürgermeister.

Die Weichen werden die Gemeindevertreter aber schon am Donnerstag stellen. Eine derartige Mega-Veranstaltung — der NDR rechnet mit 20 000 Besuchern pro Tag — stellt eine logistische Herausforderung dar. Entsprechend umfangreich ist die Beschlussvorlage für die Dringlichkeitssitzung.

Bevor die Gemeindevertreter Ja sagen zu dieser Veranstaltung der Kurverwaltung, muss sie einiges leisten. Zum Beispiel muss sie etwa 200 WC-Anlagen und 4000 Parkplätze bereitstellen. Darüber hinaus müssen die Versorgung mit Strom und Wasser sowie die Beseitigung von Abwasser und Müll von der Kurverwaltung geklärt werden. Zudem sei eine Genehmigung nach der Versammlungsstättenverordnung MV beim Amt Klützer Winkel zu beantragen. Und es braucht eine gesonderte Genehmigung für gastronomische Verkaufsstände.

„Für die Beteiligung der Behörden ist die Vorlage eines aussagefähigen Veranstaltungskonzeptes einschließlich eines Sicherheitskonzeptes und eines Verkehrskonzeptes dringend unerlässlich“, heißt es in der Beschlussvorlage. Diese Antragsunterlagen lägen dem Amt Klützer Winkel jedoch noch nicht vor. Darum habe die Verwaltung noch keine Stellungnahme abgeben, ob die Veranstaltung genehmigt werden könne oder nicht.

Nach OZ-Informationen sollen die Gemeindevertreter auch mögliche Schadensersatzforderungen von Urlaubern und Strandkorbvermietern fürchten. Denn für die Mega-Party in der Hauptsaison müsste der Strand von der Seebrücke bis zur Villa Seebach gesperrt werden, so die Beschlussvorlage. Und das nicht nur für zwei Partytage, sondern wegen des Auf- und Abbaus eine Woche. Auch die Strandpromenade müsste bis zum Restaurant „Zur Düne“ und die Seebrücke zur Hälfte gesperrt werden.

Bereits in der vergangenen Woche soll Kurdirektorin Claudia Hörl im nicht öffentlichen Teil der Sitzung von den Mitgliedern des Kurbetriebsausschusses aufgefordert worden sein, zu versuchen, die Party in die Nachsaison zu verlegen. Das war im vergangenen Jahr in Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein der Fall.

Knut-Henning Miersch und Sylvia Kartheuser

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