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Kirchengemeinde blickt auf „Zeit voller Wunder“ zurück

Wismar Kirchengemeinde blickt auf „Zeit voller Wunder“ zurück

Vor 50 Jahren gab es den ersten Gottesdienst im „Haus der Begegnung“ im Wismarer Stadtteil Wendorf / Pastoren erinnern sich

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Dr. Torsten Pohley vom Kirchengemeinderat schaut sich mit den (ehemaligen) Pastorinnen und Pastoren Roswitha Bieleit, Martin Dürr, Mathias und Helga Kretschmer und Egbert Lippold (v. l.) alte Fotos der Wendorfer Kirchengemeinde an.

Quelle: Norbert Wiaterek

Wismar. „Es war eine Zeit voller Schwierigkeiten, aber auch voller Wunder“, erinnerte sich Martin Dürr. Dankbar blickte der 86-Jährige, der die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Wismar-Wendorf von 1958 bis 1973 als erster Pastor geleitet und beim Bau des „Hauses der Begegnung“ mitgewirkt hatte, am Sonnabend auf diese Jahre zurück. Dürr war Ehrengast einer Feierstunde zum 50. „Geburtstag“ der Wendorfer Kirche.

Ein Fest, bei dem Gemeindemitglieder und Gäste in Erinnerungen schwelgten. Alte Fotos und Dokumente lagen zum Anschauen aus, bei Kaffee und Kuchen wurden Bekanntschaften aufgefrischt.

Kirchenmusikdirektor Eberhard Kienast begeisterte etwa 70 Zuhörerinnen und Zuhörer mit seinem Spiel auf der „Kammerorgel“. Gestern Nachmittag folgte ein Dankgottesdienst.

Helga und Mathias Kretschmer, das jetzige Pastoren-Ehepaar in Wendorf, konnte am Sonnabend auch die ehemalige Pastorin Roswitha Bieleit (1962 bis 1972 in Wendorf) und einen ihrer Nachfolger, Egbert Lippold (1973 bis 1982), begrüßen. Martin Dürr erinnerte an die ersten Gottesdienste im Jahr 1954 in einem „Zirkuswagen“. Nach mehreren erfolglosen Gesprächen habe die Stadt der Kirchengemeinde dann 1963 überraschend den Bauplatz an der Rudi-Arndt-Straße zugewiesen. Staatliches oder städtisches Geld gab es aber ebenso wenig wie Material. Aber da viele Gemeindemitglieder nach Feierabend anpackten, sei das Unmögliche wahr geworden. Der Bau, der, um die Genehmigung zu bekommen, als „Rinderoffenstall“ geplant worden war, wuchs. „Wir konnten damals nicht kapieren, dass das ,Haus der Begegnung’ im sozialistischen Stadtteil genehmigt worden war“, so Dürr. Roswitha Bieleit (83), die später in Lübz wirkte und vor 50 Jahren in Wendorf ordiniert worden war, sagte: „Es war eine große Zeit.“ Egbert Lippold (74), der nach der Wendorfer Zeit 21 Jahre lang in Magdeburg die Ausbildung von Laienpredigern geleitet hatte, berichtete von der Stasi-Überwachung der Wendorfer Studentengemeinde. „Die Akte, die ich nach der Wende einsehen konnte, war 1000 Seiten dick.“ Die Seelsorger waren sich einig: Mit Beharrlichkeit und Gottvertrauen sei es gelungen, die Kirche in Wendorf aufzubauen.

Norbert Wiaterek

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