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Klinikum investiert 13 Millionen Euro

Wismar Klinikum investiert 13 Millionen Euro

Den Anfang macht in diesem Jahr die Geburtsstation. Die Zentrale Notaufnahme wird vergrößert. Der Dahlberg ist im zweiten Anlauf verkauft.

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Antje Kranich, Mitarbeiterin der Abteilung Technik des Klinikums, zwischen dem Ostflügel (rechts), der im nächsten Jahr abgerissen werden soll, und der Zentralen Notaufnahme (links), die mit einem Anbau vergrößert wird. Fotos (3): Heiko Hoffmann

Wismar. Hämmern, schrauben, sägen — das neue Jahr beginnt mit neuen Bauarbeiten am Klinikum Wismar. „Wir sind aktuell dabei, Staubschutzwände auf der Geburtsstation zu stellen. Das ist gleichzeitig der Beginn größerer Arbeiten“, wirbt Michael Jürgensen, Geschäftsführer des Sana Hanse-Klinikums Wismar, um Verständnis für Beeinträchtigungen. In den nächsten Wochen werden zwei neue Kreissäle und ein Operationssaal für Notkaiserschnitte auf der Geburtsstation integriert.

Rund 13 Millionen Euro werden investiert. Der Beginn wurde im letzten Jahr mit der Radiologie vollzogen, den Abschluss bildet im Frühjahr nächsten Jahres der Abriss von Haus D im Ostflügel (siehe Foto rechts, rechtes Gebäude), früher Frauenklinik und Innere Medizin.

„Wir sind gut aufgestellt, wir müssen uns keine Sorgen machen, auch wenn viel zu tun ist“, so Michael Jürgensen, der zur wirtschaftlichen Lage weiter sagt: „Jedes Krankenhaus muss mindestens zehn Prozent Gewinn machen, damit wir Investitionen tätigen können, um ein modernes Klinikum zu betreiben.“

Das ehemalige städtische Krankenhaus war 2006 privatisiert worden, seitdem gehörte es zunächst zur Damp Holding AG. Seit 2012 ist die Sana Kliniken AG Mehrheitsgesellschafter (94 Prozent, 6 Prozent gehören der Stadt). Jürgensen: „Wir haben mit Ablauf des letzten Jahres unsere Investitionsverpflichtung aus dem Kaufvertrag erfüllt.“ Insgesamt sind in den vergangenen zehn Jahren über 50 Millionen Euro in die Modernisierung des Wismarer Krankenhauses geflossen.

„Die Stadt hätte das nicht leisten können“, sagt Wolfgang Rickert (SPD), langjähriges Bürgerschaftsmitglied. Er sieht rückblickend den Schritt der Privatisierung als den richtigen an.

Mit den Bauarbeiten wird es Schlag auf Schlag weitergehen. Jürgensen: „Demnächst fangen wir mit dem Anbau für die Zentrale Notaufnahme an. Es wird alles hübscher und größer, jetzt ist es doch sehr beengt.“

Der Anbau ermöglicht bessere Abläufe in der Versorgung. Alle lebensrettenden Behandlungsmöglichkeiten sind dann in kürzester Zeit für den Patienten erreichbar.

Beim Blick auf die Patientenzahlen spricht der Geschäftsführer von insgesamt mehr, aber auch mehr schweren Fällen. Beim Thema Ärztemangel sieht der Geschäftsführer im Moment noch nicht die großen Probleme für das Klinikum: „Es gibt immer Wechsel. Aber wir profitieren von der Lage zwischen Hamburg, Lübeck, Schwerin und Rostock und unserem Ruf als akademisches Lehrkrankenhaus. Meist gelingt es uns, vakante Stellen wieder zeitnah zu besetzen. Wir hoffen, dass dies so bleibt.“

Zu den weiteren Investitionen zählen die Komplettsanierung der Kinderstation und die Modernisierung der Zentralen Sterilgutversorgung mit gleichzeitiger direkter Anbindung an die OP-Säle. Die Vergrößerung der Zentralen Endoskopie ist so gut wie fertig, „sodass hier Engpässe und Wartezeiten abgebaut werden“, blickt Michael Jürgensen voraus.

Der Verkauf der ehemaligen Psychiatrie am Dahlberg erfolgt in Kürze zum zweiten Mal. Der erste Verkauf an einen Berliner Investor erwies sich als Luftnummer. Kurz vor Weihnachten wurde mit einem neuen Investor ein Kaufvertrag geschlossen. Es bleibt dabei, dass ein Pflegeheim entstehen soll, Betreiber werde die Vitanas Unternehmensgruppe. Projektentwickler und die Stadt wollen im ersten Quartal das weitere Vorgehen für den Bauantrag besprechen.

Mitarbeiter und Patienten

650 Mitarbeiter zählt das Sana Hanse-Klinikum Wismar.
Im Jahr 2014 wurden 18 500 Patienten stationär behandelt. Das waren 400 mehr als ein Jahr zuvor. Die Psychiatrie zählte 1500 Patienten. Ambulant wurden 40 000 Fälle registriert.



Als Schwerpunktversorger und akademisches Lehrkrankenhaus der Uni Rostock stellt das Klinikum den Versorgungsauftrag in Wismar und darüber hinaus sicher. Es gibt 480 Betten.



Seit 2012 gehört das Klinikum zur Sana Kliniken AG.

 



Heiko Hoffmann

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Antje Kranich, Mitarbeiterin der Abteilung Technik des Klinikums, zwischen dem Ostflügel (rechts), der im nächsten Jahr abgerissen werden soll, und der Zentralen Notaufnahme (links), die mit einem Anbau vergrößert wird.

Den Anfang der Investitionen am Wismarer Krankenhaus macht in diesem Jahr die Geburtsstation. Die Zentrale Notaufnahme wird vergrößert.

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