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Klütz: Lücken in der Löschwasserversorgung

Klütz Klütz: Lücken in der Löschwasserversorgung

Neue Hydranten installieren oder vorhandene Teiche sanieren? – Stadtverwaltung soll kostengünstigste Variante prüfen

Klütz. Die Stadt Klütz muss in der Bereitstellung von Löschwasser nachbessern. Nacheinander beschlossen der Bau- und auch der Finanzausschuss der Schloss-Stadt am Donnerstagabend, die Kosten für die Nutzung von weiteren 56 Hydranten denen der Sanierung von Teichen gegenüberzustellen. Erst danach sollen weitere Schritte zur Verbesserung der Versorgung mit Löschwasser erfolgen.

„Die Löschwasserversorgung kann nicht zu 100 Prozent gewährleistet werden“, erklärte Jens Nevermann (UWG Klütz), Vorsitzender des Finanzausschusses, zu Beginn der gemeinsam mit dem Bauausschuss durchgeführten Sitzung. Als Grundlage dieser Feststellung diente ihm die von der Verwaltung erstellte Löschwasserbedarfsermittlung. Danach ist eine „Idealversorgung für das Gebiet der Stadt Klütz als nicht realisierbar anzusehen“. Konkret bedeutet das, dass eine Sicherstellung über das öffentliche Trinkwasserversorgungssystem in Form von Hydranten momentan nicht gegeben ist.

In der Löschwasserversorgung gibt es einige Lücken, erklärte Uwe Swazina (CDU) während der Sitzung. So gebe es nach Aussage des Stadtvertreters, der gleichzeitig auch Feuerwehrmann ist, zum Beispiel im Ortsteil Eulenkrug zwar ein offenes Gewässer. Die Feuerwehr kann es für die Wasserentnahme aber kaum oder gar nicht nutzen, da der Zugang dort äußerst schwierig sei. Deshalb wird empfohlen, hier einen Hydranten zu installieren.

Probleme gibt es auch in Kühlenstein. Eine Versorgung mit Löschwasser ist derzeit nur über lange Wegstrecken möglich. Deshalb sollte der vorhandene Teich entkrautet und zur Wasserentnahme genutzt werden. Erste Gespräche mit dem Besitzer, so Swazina, habe es bereits gegeben. Jetzt müssten weitere folgen.

In der erstellten Löschwasserbedarfsermittlung sind Stellen für insgesamt 56 Hydranten ausgewiesen, um die der jetzt schon bestehende Vertrag mit dem Grevesmühlener Zweckverband als zuständiger Wasserversorger erweitert werden soll. In der Stadt Klütz wären das allein 21, darunter jeweils zwei in der Straße Uns Hüsung und in der Schloßstraße, die sehr langgezogen ist und wo es bereits zwei Hydranten gibt. Die Nutzung eines Hydranten kostet die Stadt 37,22 Euro, sodass sich bei den 56 Hydranten eine jährliche Gesamtsumme von 2084,32 Euro ergeben würde.

Ob es wirklich so kommt, das hängt auch vom weiteren Vorgehen der Stadt Klütz ab. Nach einem Beschluss zum Ausbau der Löschmittelversorgung durch weitere Hydranten würde der Grevesmühlener Zweckverband zunächst prüfen, welche davon wirklich genutzt werden können. Außerdem steht die Frage im Raum, wie teuer es für die Stadt würde, wenn sie in einigen Ortsteilen Teiche sanieren und diese statt Hydranten nutzen würde. Aufgrund dieser ungeklärten Sachlage drängten die Mitglieder des Bau- und auch des Finanzausschusses darauf, dass von der Verwaltung zunächst einmal die Kosten dieser beiden Varianten gegenübergestellt werden sollten.

Dirk Hoffmann

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