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Wismar Knöllchen mit Stornomöglichkeit
Mecklenburg Wismar Knöllchen mit Stornomöglichkeit
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00:05 23.08.2016
Freie Parkplätze sind am Burgwallcenter ein Problem. Quelle: Peter Täufel

In Zukunft können Park-Knöllchen auf dem Parkplatz des Burgwallcenters storniert werden. Dann nämlich, wenn der betreffende Autofahrer bei einem der im Center ansässigen Ärzte war und dort länger als 120 Minuten zugebracht hat. Das teilte Christoph Wilhelm von der Unternehmenskommunikation des Center-Eigentümers TLG-Immobilien AG aus Berlin mit.

Nachdem die OZ auf das Problem hingewiesen hatte, „sind wir mit unserem Pächter, der Eastrella UG, in Kontakt getreten und haben eine Lösung gefunden“, so der Sprecher. Demnach soll es nun zwei Möglichkeiten geben, dass Arztbesucher eventuell erhaltene Knöllchen stornieren lassen können. Einerseits soll in Zukunft an den Strafzetteln ein Zusatzblatt hängen, das auf ein Quittieren durch den Arzt hinweist. Andererseits soll in den Arztpraxen der Hinweis ausliegen, sich den Besuch im Bedarfsfall gleich bestätigen zu lassen.

„Wir haben natürlich kein Interesse daran, unsere Mieter, zu denen ja auch die Ärzte gehören, durch so eine Sache zu verärgern“, begründet Christoph Wilhelm diesen Schritt.

Die neue Parkzeitregelung war vor einigen Wochen eingeführt worden, um der Langzeitparker am Burgwallcenter Herr zu werden. Zwei Stunden parken mit gültiger Parkuhr, hieß es, danach droht eine „Sondernutzungsgebühr“ von 25 Euro und mehr. Oder das Fahrzeug wird sogar kostenpflichtig abgeschleppt. „Grund für dieses drastische Vorgehen war vor allem die Tatsache, dass der Parkplatz vermehrt von Studenten der Hochschule genutzt wurde und dadurch die Kunden des Centers keine freien Plätze mehr gefunden haben“, erklärt TLG-Unternehmenssprecher Wilhelm. Dass in dem Gebäude aber auch Ärzte praktizieren, wurde nicht bedacht.

„Ich habe fünf Stunden beim Orthopäden gewartet. In dieser Zeit musste ich zweimal runter, um mein Auto umzusetzen und die Parkuhr neu zu stellen“, wandte sich damals eine ältere Frau, die eine Gehstütze zu Hilfe nehmen musste, an die OZ. Dieser nun gefundene Kompromiss könnte alle Seiten zufriedenstellen.

Peter Täufel

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