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Wismar Knut Mueller hält Vortrag über HP-Schalen
Mecklenburg Wismar Knut Mueller hält Vortrag über HP-Schalen
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00:05 27.09.2016

„Vom Gummibaumblatt zum Weltniveau“ ist der Titel des Vortrags, der am morgigen Mittwoch in der Reihe „Wismarer DIAlog“ der Fakultät Gestaltung der Hochschule stattfindet. Knut Mueller befasst sich mit der HP-Schalenbauweise in Halle-Neustadt als Vorreiter der Ost-Moderne.

HP-Schalen sind hyperbolische Paraboloidschalen aus Stahl und Beton, die in jedem Punkt gegenläufig gekrümmt sind, ähnlich einem Gummibaumblatt. Die Schalen ermöglichen äußerst belastbare Dachkonstruktionen mit Spannweiten von bis zu 24 Metern. Der Erfinder der HP-Fertigteil-Schale, von der es nicht nur in Halle-Neustadt sehr viele gibt, heißt Herbert Müller (1920–1995). Bekannt als „Schalen-Müller“, studierte er den heimischen Gummibaum, um ihm das Geheimnis der Stabilität seiner Blätter zu entlocken. 1954 meldete er das „Stahlbetonfertigteil als Bogenelement“ mit gekrümmter „Hyperboloidfläche“ als Patent an.

Der Journalist, Fotograf und Künstler Knut Mueller ist der Sohn des HP-Schalenerfinders und von Jugend an eng mit dem Thema vertraut. Er studierte von 1970 bis 1975 an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle, 1978 wechselte er in die Fotografie, ab 1986 war er weltweit als Kriegsfotograf tätig. Seit 2008 lebt und arbeitet Mueller wieder in Halle und widmet sich künstlerischen Projekten sowie den HP-Schalen.

Eine Finissage findet um 18 Uhr auf dem Campus (Haus 6) statt. Gezeigt werden die wichtigsten Projekte, die „Schalen-Müller“ zu DDR-Zeiten entwickelt hat.

Der Eintritt ist frei.

OZ

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