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Koggensaison startet mit 120 Gästen

Wismar Koggensaison startet mit 120 Gästen

Zu Gast sind Nachfahren der Männer der einstigen Fregatte „Emden“ der Kaiserlichen Marine von 1908

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Die Koggenbesatzung der „Wissemara“ hofft auf ein erlebnisreiches Segelwetter im Wismarer Revier. Fotos (2): Hans-Joachim Zeigert

Wismar. Die Koggensaison ist für die „Wissemara“-Crew mit allen Vorbereitungen schon im Gange. Am morgigen Sonnabend werden 120 Mitsegler aus fast allen Bundesländern erwartet. Es sind ausnahmslos Pfleger einer besonderen Marinetradition mit ihren Angehörigen.

OZ-Bild

Zu Gast sind Nachfahren der Männer der einstigen Fregatte „Emden“ der Kaiserlichen Marine von 1908

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Konkret handelt es sich um die Nachfahren der Männer der einstigen Fregatte „Emden“ der Kaiserlichen Marine von 1908 und Reservisten des neuzeitlichen Schiffes. „Wir freuen uns natürlich darüber, dass wir am 7. Mai gleich eine so enorme Besucherstärke an Bord begrüßen dürfen und stellen uns gern dieser ganz besonderen Herausforderung“, so Joachim Müller vom Büro des Koggen-Fördervereins.

Bei so vielen Gästen werden zwei Fahrten organisiert. Deshalb wird es einen Törn von 9.30 bis 12.30 Uhr sowie einen von 13.30 bis 16.30 Uhr geben.

„Proviant ist bereits ausreichend an Bord, damit der Kombüsenbetrieb laufen kann“, so die Bestätigung von Koggenkapitän Peter Samulewitz. Auf der ersten Fahrt steht der klassische Erbseneintopf mit Bockwurst auf dem Plan, am Nachmittag Kaffee und Kuchen.

Ansonsten freut sich die Crew auf nette Gespräche nebenbei und ist sich zudem sicher, dass es genügend Mitsegler geben wird, die gern und qualifiziert bei den Segelmanövern mit anpacken werden. Dazu braucht es dann noch guten Wind.

Ansonsten scheinen es wettermäßig angenehm Ausfahrten in die Wismarbucht zu werden. Es handelt sich bei der Traditionspflege der Nachfahren des kleinen Kreuzers „Emden“ um eine lockere Gemeinschaft, die an das maritime Erbe ihrer Vorväter, an Kampfgeist und Kameradschaftssinn erinnern möchte. Dabei gibt es keine Zwänge, keine Mitgliedsbeiträge und keine starre Organisation. Das jährliche Treffen wird abwechselnd von einem Freiwilligen an seinem Heimatort irgendwo in Deutschland organisiert. Im vergangenen Jahr fand das Treffen im Laboe bei Kiel statt.

In frühester Zeit handelte es sich zunächst um eine reine Männerrunde. Die meisten Überlebenden der einstigen „Emden“ nahmen den durch kaiserliche Verfügung verliehenen und vererbbaren Zusatznamen „Emden“ an. Deshalb hat auch das Tragen der „Emden“- Mütze bei den jährlichen Zusammenkünften Tradition.

Von Hans-Joachim Zeigert

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