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Koggenverein navigiert auf Erfolgskurs

Wismar Koggenverein navigiert auf Erfolgskurs

Mitglieder des Fördervereins planen neue Vorhaben / 4350 Seemeilen in einem Jahr zurückgelegt

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Reinhart Kny, Vorsitzender des Fördervereins, bei der Versammlung im TFZ-Konferenzraum.

Wismar. Auch im zehnten Jahr segelt der hanseatische Koggennachbau „Wissemara“ auf Erfolgskurs. „Mannschaft und Kapitäne haben das Schiff nach wie vor sehr gut im Griff. Dafür und allen, die unsere Arbeit unterstützen, sagen wir deshalb herzlichen Dank“, so Reinhart Kny in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins, der knapp 320 Mitglieder zählt.

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Mitglieder des Fördervereins planen neue Vorhaben / 4350 Seemeilen in einem Jahr zurückgelegt

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Der Vorsitzende hob hervor, dass sich die beliebte touristische Attraktion einmal mehr als anerkannte, maritime Botschafterin der Hansestadt entwickelt habe. Vor allem die stetig wachsende Mitgliederzahl belege dies. Ebenso habe sich die Zahl der jährlichen Segeltörns mit 218 im vergangenen Jahr stetig erhöht.

Dies schlägt sich gleichzeitig in der Bilanz der zurückgelegten fast 4350 Seemeilen nieder, die 2015 als derzeitiger Rekord im Schiffstagebuch vermerkt sind.

Großes Interesse scheinen Heiratswillige weiterhin für das schwimmende Koggen-Standesamt zu hegen. Mit bisher 23 Anmeldungen für dieses Jahr deute sich ein neues Rekordergebnis an. Für die Werterhaltung des Schiffes investierte der Verein insgesamt 28000 Euro.

Kny erinnerte zudem an den schweren und wenig verheißungsvollen Anfang. Das Team bestand zunächst nur aus einer kleinen Schar kompetenter Schiffbauerprofis der Werft. Die meisten befanden sich längst im Ruhestand, nahmen aber dennoch die Herausforderung als einstige Schiffbauingenieure noch einmal an und entwickelten ein für sie ungewohntes Konzept. Dabei spielte bei den einstigen Stahlschiffbauern wuchtiges Holz die besondere Rolle. „Wir hofften, dieses Projekt in drei Jahren Bauzeit zu schaffen, es sind allerdings fünf geworden“, sagte der Vorsitzende mit einem Augenzwinkern. Nicht ohne Stolz merkte er zudem an, dass die Kogge in diesem Sommer erfolgreich im zehnten Jahr über Ostsee- und manchmal sogar über Nordseewellen schippert.

Die Gründung des Fördervereins fand am 14. Februar 2000 mit zunächst nur sieben Mitgliedern statt. Inzwischen besteht diese maritime Vereinigung 16 Jahre. Von hanseatischem Gemeinsinn getragen ist ein bemerkenswerter Vorschlag, den der Koggenvorstand der Mitgliederversammlung erläuterte und der von dieser bestätigt wurde. So wollen die Koggenfreunde gemeinsam mit den befreundeten Fördervereinen Schoner „Atalanta“, Kutter „Marlen“ sowie der maritim orientierten Robert Krebs KG, die den Schlepper „Bösch“ und das Forschungsschiff „Krebs GEO“ (ehemals Traditionskutter „Riesenhai“) bereedert, maritime Traditionspflege noch intensiver betreiben. Dabei wollen sie ihre gemeinsamen Möglichkeiten, Erfahrungen und Kompetenzen effizienter bündeln. Geschehen sollte dies künftig unter einem Dach im Bereich des Alten Hafens. Vorstellungen und Ideen über ein dafür zu erwerbendes Objekt sollen in absehbarer Zeit bei Gesprächen mit der Stadt ausgetauscht werden. Des Weiteren erarbeitet eine kompetente Arbeitsgruppe die Chronik der „Wissemara“ als Druckvorlage.

Hans-Joachim Zeigert

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