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Kreiskulturausschuss verteilt insgesamt 168 000 Euro

Grevesmühlen Kreiskulturausschuss verteilt insgesamt 168 000 Euro

Nach Genehmigung des Landkreis-Haushaltes für 2016 werden in diesen Tagen Förderbescheide versandt

Grevesmühlen. Darüber werden sich viele Kunst- und Kulturschaffende in der Region freuen – jetzt, nachdem der Landkreis endlich seinen Haushalt für das Jahr 2016 genehmigt bekommen hat, können auch die Förderbescheide über Zuwendungen verschickt werden.

Insgesamt hat der Kultur- und Bildungsausschuss des Landkreises 168000 Euro für dieses Jahr zu verteilen. Insgesamt 102 Förderanträge waren eingegangen, vier davon nicht ganz fristgerecht. Die von allen Antragstellern gemeinsam beantragte Summe belief sich auf 286000 Euro. Dass daher nicht alle Wünsche erfüllt werden können, ist klar.

„Doch letztlich“, so Ausschussvorsitzender Rico Greger (CDU), „haben wir uns intensiv mit den Anträgen auseinandergesetzt und versucht, die vorhandenen Mittel so gerecht wie nur möglich zu verteilen.“ Und so werden auch in diesem Jahr Projekte aus den verschiedensten Kunst- und Kulturfeldern des Landkreises gefördert. Zu denen, die sich freuen können, gehören einerseits weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte „Kultur-Leuchttürme“ wie das Mecklenburgische Künstlerhaus Schloss Plüschow – das, wie bereits in den vergangenen Jahren, mit insgesamt 12000 Euro vom Landkreis unterstützt wurde – ebenso wie der Verein MV-Film, Träger des Filmbüros MV in Wismar – der in diesem Jahr vom 1. bis 3. Juli wieder das Wismarer Filmfest veranstaltet (Fördersumme 16500 Euro).

Andererseits erhalten auch andere Antragsteller größere Summen – zum Beispiel die Gemeinde Brüsewitz. Sie bekommt 10 000 Euro für die Ausrichtung des Landeserntedankfestes, für das sie in diesem Jahr verantwortlich ist. Über eine ebenfalls relativ hohe Fördersumme von 16000 Euro kann sich auch das Grenzhus Schlagsdorf freuen. Damit soll die Dauerausstellung und der laufende Museumsbetrieb in diesem Jahr gesichert werden. Das Volkskundemuseum in Schönberg, das in diesem Jahr umzieht, erhält unter anderem auch für Raumschutz, Lichtschutz und Möbel einen Betrag von 10000 Euro.

Doch neben Spitzenförderungen wie diesen wurden auch unzählige kleinere Projekte gefördert, deren Beitrag zur kulturellen Vielfalt des Landes vom Kulturausschuss geschätzt wird. Die Stadt Grevesmühlen zum Beispiel wird Geld für die Ausrichtung ihres beliebten „Platt- snackertreffens“ erhalten – von 1000 beantragten Euro werden 800 ausgezahlt. Auch die Stadt Klütz erhält für ihre KulTOUR-Nacht, die im Oktober stattfinden wird, Unterstützung vom Landkreis. Auch wenn es dort nur 400 Euro statt der beantragten 2000 Euro sind.

Ebenso Geld erhält auch der Verein Regionalmarketing Mecklenburg-Schwerin, der im August vom 12. bis zum 14. einen Gourmet-Garten auf Schloss Bothmer in Klütz veranstalten möchte (ähnlich dem Gourmet-Garten in Schwerin). 4000 Euro waren beantragt worden, 2500 Euro werden ausgereicht. Zu diesem Antrag allerdings bemerkte Ausschussmitglied Gertraud Marth (LUL): „Darüber habe ich schon ein bisschen gegrübelt. Müssen wir solche Veranstaltungen wirklich mit Fördergeldern unterstützen? Soweit ich weiß, verdienen vor allen Dingen die Catering-Anbieter bei so etwas sehr gut.“ Marth ließ

sich dennoch von der Sinnhaftigkeit der Förderung überzeugen. Argument der anderen Ausschussmitglieder war, dass die Veranstaltung in Bothmer sich erst einmal etablieren müsse.

Worüber die Ausschussmitglieder gemeinsam mit Klaus-Jürgen Ramisch, Sachgebietsleiter Kultur und der zur Sitzung erschienen 2. Beigeordneten der Landrätin Karla Krüger (SPD) etwas länger diskutierten, war die etwas komplizierte Frage der Rücklaufmittel.

Rücklaufmittel sind Fördergelder, die beantragt und auch genehmigt, aber von Antragstellern nicht abgerufen werden. Dafür kann es verschiedene Gründe geben – zum Beispiel das Landesfördermittel, die für ein Projekt beantragt wurden, nicht bewilligt werden. Damit verschiebt sich in manchen Fällen die gesamte Kalkulation für ein Projekt – und es wird undurchführbar. Solche Mittel gingen dem Ausschuss bisher oft verloren. Zumindest dann, wenn erst nach Ablauf des Haushaltsjahres klar wurde, dass Mittel rückläufig sind.

Die Ausschussmitglieder wollen in diesem Jahr sicherstellen, dass tatsächlich die gesamten 168000 Euro ausgeschöpft werden. Sie wollen deshalb die Abrufung der Mittel bereits während des laufenden Jahres genauestens verfolgen. „Um sie dann“, so Ausschussmitglied Klaus Becker (CDU) „zum Beispiel den Antragstellern zukommen zu lassen, die förderwürdig wären, aber zum Beispiel nicht fristgerecht beantragt haben.“ Die Ausschussmitglieder beauftragten Karla Krüger zu prüfen, ob eine Weitervergabe von nicht abgerufenen Mitteln innerhalb eines Haushaltsjahres möglich ist – und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen.

Annett Meinke

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