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Wismar Kreistag diskutiert morgen über Windkraft
Mecklenburg Wismar Kreistag diskutiert morgen über Windkraft
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03:28 11.09.2013
Es gibt Diskussionsbedarf bei allen Punkten.“ Landrätin Birgit Hesse

Landrätin Birgit Hesse (SPD) stellt sich morgen auf eine lange Kreistagssitzung ein. Sie beginnt um 17 Uhr im Wismarer Zeughaus. „Zwar gibt es keine großen Konfliktpunkte, aber wohl viel Diskussionsbedarf“, vermutet sie.

Da ist zum Beispiel das Tourismuskonzept, das die Verwaltung entwickeln sollte. Morgen werden den Kreistagsmitgliedern ein Leitbild und eine Entwicklungsstrategie zur Umsetzung präsentiert. Vier wesentliche Punkte sind: die Vernetzung von Ostsee- und Binnenlandtourismus, der umweltschonende grüne Tourismus, das Ingangsetzen von Marken- und Kommunikationsprozessen mit Partnern aus Wirtschaft und Verbänden sowie der Aufbau effizienter Strukturen.

„Partner bei der Umsetzung wird der Verband Mecklenburgische Ostseebäder sein“, sagte Birgit Hesse gestern. Zudem werde der Kreis aus dem Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin, in dem er auch Mitglied ist, zum Jahresende ausscheiden. Dadurch würden 18 000 Euro eingespart. „Angesichts der Haushaltslage kein unwichtiger Punkt“, so Hesse.

Wortgefechte erwartet die Landrätin auch bei der Ausweisung von Eignungsflächen für Windenergieanlagen. Das Regionale Raumordnungsprogramm Westmecklenburg weist verschiedene aus. Sie wurden im Vorschlag der Fachdienste Umwelt und Naturschutz sowie Bauordnung und Planung stark eingeschränkt. So empfiehlt die Verwaltung, auf Neuausweisungen an Biosphärenreservaten, Naturschutzgebieten und Tourismusschwerpunkten zu verzichten. Birgit Hesse geht davon aus, dass aufgrund des hohen Gesprächsbedarfs die Beschlussvorlage zur Windkraft auch in den nächsten Kreistagssitzungen behandelt werden wird.

Die Änderung des Schuleinzugsgebietes für die Gemeinde Kalkhorst und die Fahrbibliothek sind weitere Themen mit Diskussionsbedarf. Während die Kalkhorster Eltern die Regionale Schule Klütz als Regelschule für ihre Kinder wollen, kämpft Dassows Bürgermeister Jörg Ploen darum, dass die Mädchen und Jungen weiterhin in seiner Stadt zur Schule gehen. Und für die Fahrbibliothek steht das Aus wohl unmittelbar bevor. Nur rund 600 Leser aus neun Gemeinden nutzen sie derzeit. Die Kosten für den Landkreis: 16 300 Euro im Jahr. „Angesichts der dringend nötigen Haushaltskonsolidierung müssen wir uns ernsthaft fragen, ob wir uns eine so hohe Ausgabe für so wenige Nutzer noch leisten können“, betonte Birgit Hesse. Eine Antwort darauf werden morgen die Kreistagsmitglieder in Wismar geben.

Sylvia Kartheuser

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