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Kritik an „Häuserschlucht“ und Unesco-Beirat

Wismar Kritik an „Häuserschlucht“ und Unesco-Beirat

Der Wismarer Stadtchronist Detlef Schmidt spricht sich gegen die enge Bebauung aus

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Stadtchronist Detlef Schmidt.

Quelle: Foto: Privat

Wismar. Am Unesco-Sachverständigenbeirat, der die Hansestadt in Gestaltungsfragen berät, damit zum Beispiel der Welterbestatus für die Altstadt nicht verloren geht, wurde zuletzt Kritik geübt. Bei der Freizeitfläche im Alten Hafen geht es unter anderem um den Wunsch vieler Wismarer nach mehr Grün, auf der anderen Seite will der Beirat Grünes an dieser Stelle auf ein Minimum beschränken.

Jetzt kritisiert Wismars Stadtchronist in einem Leserbrief an die OZ auch den Beirat und den Bau am Theaterplatz in der Mecklenburger Straße. „Interessiert verfolge ich das Baugeschehen, doch was ich erst jetzt bemerke, ist für mich ein städtebaulicher Tiefschlag“, so Schmidt. Dass ein zweiter Bau unmittelbar hinter dem an der Straße erfolgt, „ist für mich nicht nachvollziehbar.

„Es entsteht eine enge, nahezu lichtlose ,Häuserschlucht’, die zudem die denkmalgeschützte Seitenfassade des Nachbarhauses Mecklenburger Straße für immer verdeckt. Die zukünftigen Mieter der beiden Häuser können sich gegenseitig in die Fenster schauen. Zwischen Theater von 1842 und Haus Nr. 11 von 1858 war immer eine nach oben offene Zuwegung für die dahinterliegenden Theaterwerkstätten“, schreibt Schmidt und meint weiter: „Jetzt werden denkmalgeschützte Fenster und schmiedeeiserne Hauszeichen von Haus Nr. 11 einfach zugemauert. Bei den Bauten am Theaterplatz scheint das Umfeld egal zu sein. Wer meint, dass man nur die alte Bebauung wiederherstellt, irrt, denn Theater und Werkstätten waren Gewerbe- und keine Wohneinheiten. Insofern entspricht diese Bebauung nicht den Maßstäben eines Welterbe-Status in Wismar.“

hoff

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