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Künftige Landwirte müssen Körner und Werkzeuge kennen

Zierow Künftige Landwirte müssen Körner und Werkzeuge kennen

17 Teilnehmer stellten beim Regionalausscheid im Berufsschulzentrum Nord in Zierow ihr Wissen unter Beweis.

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Unter den wachsamen Augen von Juror Steffen Thurow (Kopfende) mussten die Pr�flinge, unter anderem Chris-Kevin Verch (17, vorne), ein gerissenes Anh�ngerkabel reparieren. Thurow ist selbstst�ndiger Landwirt aus Behrenwald bei Franzburg. Fotos (4): Ulrike

Zierow. Chris-Kevin Verch aus Sarmstorf (Landkreis Rostock) und Tobias Schröder aus Rüting bei Grevesmühlen haben gestern den Regionalausscheid im Berufswettbewerb der deutschen Landjugend gewonnen. Insgesamt 17 angehende Landwirte beteiligten sich im Berufsschulzentrum Nord in Zierow an dem Wettstreit, zu dem der Landjugendverband alle zwei Jahre bundesweit aufruft. Schon die Teilnahme ist eine kleine Auszeichnung. „Es gibt im Land Mecklenburg-Vorpommern über 300 Auszubildende zum Landwirt. Alle werden in Allgemeinbildung und Berufstheorie geprüft. Die 20 Besten laden wir zum Regionalwettbewerb ein“, erklärt Alice Prang, Agrarreferentin beim Landjugendverband MV. Wer hier besonders gut abschneidet, darf zum Landesentscheid.

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Unter den wachsamen Augen von Juror Steffen Thurow (Kopfende) mussten die Pr�flinge, unter anderem Chris-Kevin Verch (17, vorne), ein gerissenes Anh�ngerkabel reparieren. Thurow ist selbstst�ndiger Landwirt aus Behrenwald bei Franzburg. Fotos (4): Ulrike

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Los ging es gestern mit einem schriftlichen Teil, bei dem Allgemeinwissen und Berufstheorie abgefragt wurde. Bei den anschließenden praktischen Tests mussten die Berufsschüler unter anderem Samen, Futtermittel und Werkzeuge bestimmen. Rotraud Geiger vom Kreisbauernverband, der den Wettbewerb unterstützt, hielt den einzeln hereingerufenen Prüflingen Schüsselchen mit Samenkörnern hin und wartete geduldig, bis diese ihre Antwort auf den Testbogen schrieben. Auch der Landfrauenverband war mit von der Partie: Mitglied Marion Wendt übernahm die Jury im Bereich Präsentation.

Im Nachbarraum holte Steffen Thurow die Berufsschüler grüppchenweise herein und forderte sie dann auf, ein abgerissenes Anhängerkabel zu reparieren. Derartige Arbeiten müsse ein Landwirt ebenfalls beherrschen, machte Alice Prang deutlich. „Sie müssen auch wissen, was ein Imbusschlüssel, eine Kombizange oder ein Seitenschneider ist — gängige Werkzeuge eben, die hin und wieder gebraucht werden.“

Für Max Deffke ist der Beruf des Landwirts ein Traumjob. „Mein Opa war in der Landwirtschaft tätig. Wir hatten Schweine und Traktoren zu Hause. Damit bin ich aufgewachsen“, erzählt der 18-Jährige, der im dritten Lehrjahr ist. Seine Eltern seien als Polizist und Politesse Beamte. Er selber sei aber schon früh oft zu seinem Großvater gefahren und habe später, nachdem seine Eltern nach Dummerstorf bei Rostock zogen, Ferienarbeit und Praktika bei der Gut Dummerstorf GmbH gemacht, seinem jetzigen Ausbildungsbetrieb. August von Borcke (22) berichtet, dass seine Familie nicht aus der Landwirtschaft komme. Als Kind habe er jedoch in Schleswig-Holstein neben einem landwirtschaftlichen Betrieb gewohnt und habe dort regelmäßig hineingeschnuppert. Im Rahmen der Berufsausbildung habe er es auch schon im Hotelfach versucht, „aber das war nicht mein Ding“. Auch Christian Jenß (19) hat zuvor Praktika in anderen Bereichen absolviert — in einem Kfz- und einem Malerbetrieb sowie in einer Zimmerei. „Aber die Landwirtschaft hat alles übertrumpft“, erklärt er. Von seiner Familie kenne er die Landwirtschaft nur aus Erzählungen. Opa und Vater hätten zu DDR-Zeiten dort gearbeitet.

Die Besten
Sieger des Regionalentscheids sind aus dem zweiten Lehrjahr Chris-Kevin Verch (lernt beim Landwirtschaftlichen Unternehmen Sarmstorf e. G.; Preisgeld: 75 Euro), Johannes Knechtel (Gut Vorder Bollhagen GmbH & Co. KG; 50 Euro) und Jonathan Lang (Gut Karow; 35 Euro). Aus dem dritten Lehrjahr waren besonders erfolgreich: Tobias Schröder (Agrarprodukte e. G. Rüting;

75 Euro), August von Borcke (Fink Dienstleistungen; 50 Euro) und Dennis Tonn (Agrargenossenschaft e. G. Köchelstorf; 35 Euro).


Der Landesentscheid findet am 10. und 11. April in Jördenstorf statt. Dort messen sich die Besten aus den Regionalwettbewerben. Der Bundesentscheid ist vom 3. bis 7. Juni in Bayern.

Ulrike Oehlers

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