Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Architektonische Spurensuche von Dassow bis Gamehl

Gamehl Architektonische Spurensuche von Dassow bis Gamehl

Heft 19 der vom Landkreis herausgegebenen „Einblicke“ beschäftigt sich mit Schlössern und Herrenhäusern / 128 Seiten unterhaltsame Geschichte

Voriger Artikel
Architektonische Spurensuche
Nächster Artikel
110 Mitwirkende öffnen bei Kunst offen ihre Ateliers

Vor Schloss Gamehl präsentieren Hausherrin Dagmar von Stralendorff-von Wallis (l.), Autor Wolf Karge und Landrätin Kerstin Weiss (SPD) das neue Heft der Serie „Einblicke“. Darin werden 47 Schlösser und Herrenhäuser vorgestellt.

Quelle: Sylvia Kartheuser

Gamehl. Nordwestmecklenburg ist reich an Schlössern, Guts- und Herrenhäusern. Fast jedes Dorf hat eine mehr oder weniger ansehnliche Immobilie aus herrschaftlicher Zeit.

OZ-Bild

Heft 19 der vom Landkreis herausgegebenen „Einblicke“ beschäftigt sich mit Schlössern und Herrenhäusern / 128 Seiten unterhaltsame Geschichte

Zur Bildergalerie

Einblicke: Heft 19 „Schlösser und Herrenhäuser in Nordwestmecklenburg“ ist in vielen Buchhandlungen von Wismar bis Schwerin erhältlich, im Bürgerbüro des Landkreises in der Malzfabrik in Grevesmühlen und in der Tourismusinformation in Neukloster. Preis: 4,95 Euro

So eine Sanierung bekommt man nur gebacken mit viel Energie, Liebe und Sturheit.“ Dagmar von Stralendorff-von Wallis,

Schloss Gamehl

47 Häusern widmet sich das neue, das 19. Heft der Reihe „Einblicke – Zwischen Schaalsee und Salzhaff“ und Landrätin Kerstin Weiss (SPD) hält die Auswahl für „sehr gelungen“. Geografisch führt das Heft von Johannstorf bei Dassow im Westen bis Gamehl bei Wismar im Osten und von Groß Schwansee im Norden bis nach Wodendorf nahe Schwerin im Süden.

„Hauptsächlich haben wir Gebäude aufgenommen, die bereits saniert sind, aber es gibt auch Ausnahmen“, sagt Autor und Historiker Dr. Wolf Karge bei der Präsentation des Heftes auf Schloss Gamehl. Aber es gibt auch einige Ausnahmen, wie Johannstorf. Grundstücks- und Wegestreitigkeiten erschwerten viele Jahre die Sanierung des barocken Ziegelbaus von 1743. „Doch nun sind die Streitereien beigelegt und ich hoffe, dass die Sanierung jetzt in Schwung kommt“, erklärte Wolf Karge.

Was es heißt, ein altes Gutshaus, im Volksmund Schloss genannt, zu sanieren, weiß Dagmar von Stralendorff-von Wallis aus eigener Erfahrung. Im Jahr 2000 kauften sie und ihr Mann Schloss Gamehl, das ihr Ur-Urgroßvater 1860 erbauen ließ. Es war eine Ruine „und ein Einfamilienhaus“, sagt die Hausherrin und lacht. Bei der Sanierung hatte sie ständig mit der Denkmalpflege zu tun, die so viel wie möglich im originalen Zustand erhalten wollte. Das stieß sich aber oft mit dem Plan, aus dem Schloss ein kleines, aber feines Hotel zu machen. „Das bekommt man nur mit viel Energie, Liebe und einer gehörigen Portion Sturheit gebacken“, sagt Dagmar von Stralendorff-von Wallis. Die braucht jetzt auch der Eigentümer von Schloss Johannstorf.

„Johannstorf, das Kulisse im Film ,Das weiße Band’ war, zählt noch zu unseren Sorgenkindern, von denen ich wünsche, dass keines von der Denkmalpflegeliste verschwindet“, erklärt Kerstin Weiss. Doch nicht jedes Gutshaus lasse sich halten. Unter „abgängig“ laufe inzwischen zum Beispiel Schloss Pötenitz bei Dassow.

Umso mehr freut sich die Landrätin über jedes gerettete Gebäude wie das Landhaus in Saunstorf bei Wismar. „Da hatten wir wirklich gedacht, es sei nicht mehr zu retten.“ Doch dann fanden sich Interessenten, die es saniert und zu einem „Ort der Stille“ gemacht haben.

Natürlich enthält das Heft die architektonischen Höhepunkte im Nordwestkreis. Dazu zählen der im 16. Jahrhundert erbaute Fürstenhof in Wismar und Schloss Bothmer in Klütz aus dem 18.

Jahrhundert. Die „Einblicke“ verweisen aber auch auf weniger bekannte Guts- und Herrenhäuser wie beispielsweise das in Rosenthal bei Wismar. „Mein persönlicher Liebling ist Großenhof bei Damshagen“, sagt Wolf Karge. Es sei nicht nur eine der ältesten Anlagen (um 1660), sondern zudem ein in Nordwestmecklenburg eher seltener Fachwerkbau. „Außerdem ist die Lage mit dem Wassergraben rundherum einmalig“, schwärmt der Autor und fährt fort: „Es gibt den Spruch: Armut ist die beste Denkmalpflege. Manchmal trifft das zu.“

Einblicke zwischen Schaalsee und Salzhaff

Die Reihe „Einblicke“ gibt es etwa seit 1992. Die Idee dazu wurde im damaligen Kreis Gadebusch geboren und nach der Kreisgebietsreform 1994 vom Landkreis Nordwestmecklenburg übernommen.

19 Hefte , die sich mit dem Kreis zwischen Schaalsee und Salzhaff befassen, sind mittlerweile erschienen. Im ersten ging es um Flurnamen, Sagen, Geschichten und Gebräuche. Weitere Beispiele sind „Geschichte und Geschichten entlang der innerdeutschen Grenze in Nordwestmecklenburg“. Ein Heft befasste sich mit Bauernhäusern, ein anderes mit Trachten und ein weiteres mit den Kirchen.

Von Sylvia Kartheuser

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.