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Ausstellung mit Lakota- und Inka-Schmuck

Gägelow Ausstellung mit Lakota- und Inka-Schmuck

Jaime Ayala Chacon fertigte Exponate für das Gägelower Museum „Söhne des Adlers“ an

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Gabriele Hünmörder zeigt den Schmuck, den Jaime Ayala Chacon angefertigt hat. Die Ketten sind bis Ende Mai im Gägelower Museum „Söhne des Adlers“ ausgestellt. Fotos (2): Norbert Wiaterek

Gägelow. Neue Exponate für das Indianermuseum „Söhne des Adlers“ in Gägelow: Jaime Ayala Chacon fertigte etwa 20 verschiedene Ketten an, die nun in einem besonderen Ausstellungsbereich präsentiert werden. Der junge Mann, der in der Nähe der italienischen Großstadt Mailand lebt und schon mehrmals in Nordwestmecklenburg zu Gast war, knüpfte den Hals- und Armschmuck zum Beispiel aus bunten Keramikperlen der peruanischen Inka, aus Knochenperlen, die typisch für die Lakota in Nordamerika sind, und aus kleinen Röhrenknochen. Auch Federn, Tierzähne, Holzstücke, Steine und glänzende Metallplättchen werden für solche Arbeiten genutzt.

OZ-Bild

Jaime Ayala Chacon fertigte Exponate für das Gägelower Museum „Söhne des Adlers“ an

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Das ist manchmal etwas aufwändig, richtige Fusselarbeit.“Jaime Ayala Chacon aus Peru

Wie die Ketten angefertigt werden, hat Jaime Ayala Chacon von Freunden und Verwandten gelernt. Sein Vater gehört zum Stamm der Dakota, seine Mutter ist eine Inka. An einer Kette werkelt der begabte und traditionsbewusste Mann bis zu zwei Tage. „Das ist manchmal etwas aufwändig, richtige Fusselarbeit“, sagte Jaime bei der Übergabe des Schmucks an Gabriele Hünmörder. Viele Ausstellungsobjekte schenkte der gebürtige Peruaner der Leiterin des Museums, das sich im Gemeindezentrum, Untere Straße 15, befindet.

Die Schmuckausstellung ist bis Ende dieses Monats zu sehen. Dazu gibt es Tipps zur Herstellung der kleinen und mitunter filigranen Kunstwerke.

Gabriele Hünmörder zeigt gerne die Exponate des Museums, dessen Träger die Gemeinde Gägelow und der Verein zur Förderung des kulturellen und sozialen Gemeinschaftslebens der Gemeinde Gägelow (Kuso) sind. Mittlerweile sollen es gut 700 Ausstellungsstücke sein. Flaggen hängen neben Pfeil und Bogen und einem Totempfahl, Puppen tragen Mokassins, Armreifen und Federkopfschmuck, ein Tomahawk und Trommeln liegen neben dem Stab eines Medizinmannes mit Schädeln von Prärietieren. Viele Exponate stellte Hans-Joachim Musilinski zur Verfügung. Der Wismarer Fotojournalist mit dem Ehrennamen „Schwarzer Adler“ brachte dazu jede Menge Fotos von Reisen zu amerikanischen Ureinwohnern in US-Reservaten mit. Von ihm sind auch Filme von Pow-wows in Nebraska und North Carolina. Jaime Ayala Chacon hatte neben dem Schmuck unter anderem auch eine traditionelle Hirtenflöte, Koka-Blätter, einen Oberarmreif für Männer und ein Büffel-Horn mit Pulver für ein Gewehr für das Museum zur Verfügung gestellt.

Besonders Kinder und Jugendliche schauen sich die Ausstellung über die „Native Americans“, die amerikanischen Ureinwohner, gerne an. Sie bewundern dort die vielen Original-Ausstellungsstücke und lernen Rituale, Feste und das Alltagsleben der Indianer kennen. „Falsche WildWest-Romantik sucht man hier vergebens“, betont Gabriele Hünmörder. Im vergangenen Jahr hat sie 26 Schulklassen und sieben Hortgruppen im Museum begrüßt. Zudem organisierte sie vier Projekttage und eine Projektwoche.

Ende Mai wird Gabriele Hünmörder als Leiterin des Gägelower Jugendklubs in den Ruhestand verabschiedet. Später hofft die „Native Americans“-Expertin, weiter Interessierte durch das Indianermuseum führen zu können. „Ich möchte außerdem gerne Projekttage vorbereiten und mein Wissen weitergeben, beispielsweise in Schulen, und die vielen Dinge zeigen, die mir Freunde aus Amerika mitgebracht haben, etwa den Schmuck, Tonaufnahmen, Musik und Fotos“, sagt die engagierte 63-Jährige.

Von Norbert Wiaterek

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