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Ausstellung zeigt „Die dunkle Seite der Atomenergie“

Wismar Ausstellung zeigt „Die dunkle Seite der Atomenergie“

Bis Mitte September ist die Schau in der Stadtbibliothek zu sehen / Heute lädt Hiroomi Fukuzawa zur Diskussion ins Zeughaus ein

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Blick auf den neuen Schutzschild am Atomkraftwerk im ukrainischen Tschernobyl.

Quelle: Oleksandr Lepetuha/dpa

Wismar. „Es ist doch nur Strom! Aber wenn es nur um Strom geht, warum sollen wir dafür unser Leben und das Leben unserer Kinder aufs Spiel setzen?“, fragt die 30-jährige Japanerin Nakako. Ihr Zitat ist ein Teil der aktuellen Ausstellung über Tschernobyl und Fukushima in der Wismarer Stadtbibliothek. Bis zum 18. September laden thematische Plakate zur Diskussion ein und stellen die Frage: Ab welchem Punkt werden die Risiken der Atomkraft gesellschaftlich, wirtschaftlich und ethisch tragbar? Gegenübergestellt werden die Unfälle im ukrainischen Tschernobyl vor 30 Jahren und im japanischen Fukushima vor fünf Jahren.

Gezeigt werden bei der Ausstellung Fotografien von dem Umweltjournalisten Alexander Tetsch, der sich unter anderem auf das Thema Atomenergie spezialisiert hat. Er behandelt Themen wie „Wenn die Gefahr unsichtbar bleibt“, „Wenn Essen und Trinken zur Gefahr werden“, oder auch „Wenn das Heimweh die Menschen zurücktreibt“. In der Ukraine wie auch in Japan.

Diskutieren können Interessierte auch mit einem Experten. Heute um 19 Uhr kommt der Japanologe Hiroomi Fukuzawa in den großen Saal der Stadtbibliothek (Ulmenstraße 15). Er hat selbst schon mehrfach Tschernobyl und Fukushima bereist. Fukuzawa wird darüber sprechen, wie sich die Gesellschaften in Europa und Japan gewandelt haben und was die Unglücke auch heute noch für die Menschen bedeuten. Denn sicher ist: Sowohl der Super-GAU in der Ukraine wie auch der in Japan werden noch lange Kreise ziehen. Deutlich wird das durch Aussagen wie die von Strahlenforscher Alexej (31), ebenfalls in der Ausstellung zu finden: „Doch, doch, die Kartoffeln in den verlassenen Gärten von Tschernobyl kann man ernten. Nur mit dem Essen sollte man noch warten – vielleicht so 20 000 Jahre.“

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek: Mo., Di., Do., Fr. 10 bis 18 Uhr; Mi. 13 bis 18 Uhr, Sa. 10 bis 13 Uhr.

OZ

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