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Backstein – Markenzeichen an der Ostseeküste

Wismar Backstein – Markenzeichen an der Ostseeküste

In der Wismarer Georgenkirche haben sich gestern zum elften Mal Experten getroffen, um über das Baumaterial des Nordens zu sprechen

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Bürgermeister unter sich: Bernd Saxe (l.) aus Lübeck und Wismars Thomas Beyer (beide SPD) im Gespräch am Rande des 11. Internationalen Kongresses Backsteinbaukunst in der Georgenkirche.

Quelle: Sylvia Kartheuser

Wismar. Georgenkirche, Nikolaikirche, Marienkirchturm, das Restaurant „Alter Schwede“ und, und, und – Zeugnisse der Backsteinkunst sind in Wismar unübersehbar.

„Backsteinbauten sind für Mecklenburg-Vorpommern und den Ostseeraum ein Markenzeichen“, würdigte Wirtschafts- und Bauminister Harry Glawe (CDU) das Baumaterial gestern bei der Eröffnung des 11.

Internationalen Kongresses Backsteinbaukunst in der Wismarer Georgenkirche. Backstein sei historisch und modern zugleich, ein zeitlos eingesetzter Baustoff. Glawe erinnerte auch daran, dass das Land die Sanierung von Backsteinbauten allein seit 2011 mit gut 13 Millionen Euro unterstützt habe. „Wir möchten, dass auch für zukünftige Generationen die Backsteingotik eine erlebbare Welt bleibt“, erklärte er.

Backstein sei aber mehr als ein Baustoff, ergänzte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) vor den etwa 100 Kongressteilnehmern. „Backstein ist Teil unserer Identität, und die Backsteinkunst ist etwas, das uns Hansestädte verbindet.“ Gleiches gelte für Handel und Schifffahrt, auf beides hätten die Hansestädte an der Ostsee ihren Wohlstand gegründet. Lübecks Bürgermeister machte noch ein weiteres verbindendes Element aus: „Sehr typisch für den hanseatischen Geist sind Weltoffenheit und Toleranz.“

Auf Anregung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit ihrem mittlerweile verstorbenen Vorsitzenden Gottfried Kiesow und Wismars damaliger Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken trafen sich 2006 erstmals internationale Fachleute, um über den historischen Baustoff zu sprechen. Schon damals in der Georgenkirche, die noch eine Ruine, aber im Wiederaufbau war.

Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) erinnerte gestern daran, dass „die Motivation, die Gottfried Kiesow uns mitgegeben hat, noch heute wirkt“. Zudem zeige der Kongress, wie international Backstein ist.

Die vergangenen Kongresse hätten den Baustoff auf vielfältige Weise und aus ganz unterschiedlichen Aspekten beleuchtet. Thema in diesem Jahr ist „Substanz und Schein“. Dazu ging die Reise in den Vorträgen gestern von Dänemark und Riga bis nach Nepal.

Heute stehen ab 9.30 Uhr zum Beispiel Vorträge über die Zahlensymbolik in der Backsteinkunst, märkische Maurermeisterarchitektur, historische Dacheindeckungen und Fragen der Restaurierung von Renaissance-Terrakotten am Beispiel des Wismarer Fürstenhofes für die Experten auf dem Programm. Nach einem Mittagsimbiss werden sie dann bei dem Ausflug zu Schloss Bothmer in Klütz eine barocke Spielart der Backsteinarchitektur erleben.

Sylvia Kartheuser

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