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„Belmondo“ besucht „Faust“-Inszenierung

Wismar „Belmondo“ besucht „Faust“-Inszenierung

Schauspieler Winfried Glatzeder schwärmt vom Spielort, Regisseur und Schauspielensemble

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Robert Glatzeder (r.) schlüpft in der Faust-Inszenierung in fünf verschiedene Rollen, hier mit Ben Hecker.

Wismar. „Ich bin ein Fan“, begrüßte Helga Treutler am Samstagabend Winfried Glatzeder, und erzählte: „,Paul und Paula’, das war 1973, da war ich 22 Jahre alt.“ Sie schüttelte 43 Jahre später dem bekannten Schauspieler die Hand.

OZ-Bild

Schauspieler Winfried Glatzeder schwärmt vom Spielort, Regisseur und Schauspielensemble

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Winfried Glatzeder, der „Belmondo des Ostens“, besuchte mit seiner Ehefrau am Samstagabend die Wismarer „Faust“-Inszenierung in St. Georgen. Sein Sohn Robert Glatzeder spielt mit, dazu Schwiegertochter Damineh Hojat.

„Der Spielort ist sehr faszinierend. Und als ich hörte, dass hier ,Faust I’ inszeniert wird, wollte ich mir den auch ansehen“, erklärt Winfried Glatzeder. Vor der Vorstellung war der erfahrene Schauspieler und Regisseur gespannt, was ihn erwarten würde. „Wenn eine Aufführung gut ist, wenn die Spieler unerwartete Lösungen gefunden haben, bin ich eifersüchtig und denke, da wäre ich gerne dabei gewesen“, verriet der 71-jährige Mime.

„Das ist etwas, was ich dem Publikum wünsche, dass so eine Aufführung erstaunen lässt. Dass sie all das mit einem macht, was eine Kasperlevorführung mit einem Kind macht, natürlich auf höherem Niveau. Die Chance ist groß bei dem erfahrenen Ensemble, dem sehr guten Regisseur und dem besonderen Ort.“

Der Wismarer „Faust“ lässt erstaunen. Die Gäste schmunzeln über den alten Faust – einen behäbig agierenden Sascha Gluth. Sie staunen über den schelmischen Mephisto in seiner wechselnden Gemütslage – Mario Ramos spielt ihn glaubwürdig. Sie leiden mit dem Gretchen – einer verliebten, unschuldigen und wahnsinnig intensiven Elinor Eidt. Sie haben Gänsehaut, als dieses Gretchen symbolisch am riesigen Kreuz in der Kirche gefesselt ist. Sie könnte mit ihrem Faust fliehen, aber die eigene Schuld als Kindsmörderin und die damaligen gesellschaftlich-kirchlichen Zwänge fesseln sie.

Auf die Frage, wie es denn sei, den Sohn spielen zu sehen, schmunzelte Winfried Glatzeder und sagte: „Das bin ich 26 Jahre jünger auf der Bühne.“ Und es sei auch etwas schrecklich, weil er sich so des eigenen Alters bewusst werde. Gleichzeitig war Winfried Glatzeder neugierig auf die verschiedenen Rollen seines Sohnes. „Das ist wie der Clown in einem Zirkus. Man muss vom ersten Moment an auf der Bühne richtig gut sein“, beschrieb er die Herausforderung dieser schnellen, ständigen Rollenwechsel. Nach fast drei Stunden „Faust“ in der Georgenkirche meinte Glatzeder senior: „Ich sage nichts weiter, ich habe genossen.“

Nicole Hollatz

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