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Bilder aus Indien wecken Reiselust

Wismar Bilder aus Indien wecken Reiselust

Regina Zepnick zeigt ihre Arbeiten in der Galerie Hinter dem Rathaus. Die Eröffnung der Ausstellung begann mit einer Schweigeminute.

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Regina Zepnick, vielen Wismarern besser bekannt als Regina Bach-Wiek, stellt Hinter dem Rathaus aus.

Wismar. Mit einer Schweigeminute in Gedenken an den kürzlich verstorbenen Künstlerfreund Rolf Möller (die OZ berichtete) begann die Ausstellungseröffnung am Mittwochabend in der Galerie Hinter dem Rathaus. Dann Musik von Karl-Heinz Saleh an der Gitarre und Gunnar Rieck am Akkordeon — Beschwingtes, wie es Rolf Möller auch gefallen hätte. Dazu die Kunst von Regina Zepnick — lebensfrohe Bilder ihrer Indienreise.

Vielen Wismarern ist die Künstlerin noch bekannt. Als Schwester von Karin Zimmermann lebte sie von 1978 bis zum Jahr 2000 in Maßlow, unterrichtete in Wismar an der Großen Stadtschule Kunst. Damals noch als Regina Bach-Wiek. Mit der „Befreiung“ vom Lehrersein, dem Umzug nach Dippoldiswalde im Osterzgebirge und dem neuen Mann an ihrer Seite kam auch die Erkenntnis, sich hauptberuflich der Kunst widmen zu wollen. Zum Glück, denn das, was Regina Zepnick in Wismar zeigt, fasziniert. Wenn den Schülern so auch eine begnadete und leidenschaftliche Lehrerin verloren gegangen ist. „Mein Mann und ich waren 2010 zu einer Indienreise aufgebrochen, wir waren ein Jahr und einen Monat mit einem VW-Transporter unterwegs“, erzählt die Künstlerin über die Inspiration zu den Bildern der Ausstellung.

Mit dem Bus voller Leinwände und Keilrahmen, dazu Farbe und Staffeleien, fuhr das Paar über die Türkei, den Iran und Pakistan nach Indien. Eine Reise ins Ungewisse, nur mit einem Einreisevisum und viel Offenheit für das, was auf einen zukommen könnte. Wenn Regina Zepnick von dieser Reise erzählt, schwingt die Faszination mit, die sie so wunderbar auf die Leinwand und das Papier gebannt hat.

„Wir haben viel vor Ort gemalt. Haben uns mit der Staffelei hingestellt und erst die Landschaft gemalt. Dann kamen die Menschen auf uns zu, haben uns beobachtet. Irgendwann durften wir auch die Menschen malen“, so die Künstlerin. Erst kamen die Männer, dann die Kinder. Später — vorsichtig — die Frauen. Wochenlang sind die beiden Künstler in kleinen Dörfern geblieben, haben die Menschen kennengelernt, ihr Vertrauen erworben. Regina Zepnick hat die Frauen am Arabischen Meer gemalt, großformatig und farbenfroh in Öl. Tänzerinnen in leuchtenden Pastellkreiden. Das bewegte, das volle und reizüberflutete Indien in intensiven Tuschzeichnungen. Regina und Johannes Zepnick haben es anders erlebt als Touristen. Sie erlebten Gastfreundschaft von Wildfremden auf der Straße, die den „reichen Ausländern“ Essen geschenkt haben, ehrliche Herzlichkeit und Freundschaft. Aber auch Kinderarbeit in dunklen Kellern und den Gegensatz der Kulturen zwischen dem durch die schwarz verhüllten Frauen dunklen Iran und dem Farbenrausch in Indien mit den Frauen in ihren edlen Saris. „Das wirkt lange nach“, so die Künstlerin. Und ja, sie würde sofort wieder zu so einer Reise ins Ungewisse aufbrechen. Diesmal besser vorbereitet und nicht nur mit einem Visum für die Einreise ins jeweilige Land. Sondern auch mit einem Ausreisevisum. „Es war zwar nicht einfach, aber wir sind ja wieder da“, sagte sie bei der Ausstellungseröffnung lachend.

Die Bilder sind bis zum 14. Februar in der Galerie Hinter dem Rathaus zu sehen, dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr, sonnabends von 11 bis 16 Uhr.

Indien war ein Farbenrausch, die Stoffe der Frauen, die Tempel, die Menschen. Viel habe ich vor Ort gemalt, direkt mit der Staffelei auf der Straße.“ Regina Zepnick, ehemalige Künstlerin aus Wismar, lebt jetzt im Osterzgebirge.

 



Nicole Hollatz

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Wismar
Regina Zepnick stellt Bilder ihrer Indienreise in der Wismarer Galerie Hinter dem Rathaus aus.

Die Künstlerin Regina Zepnick stellt ihre gemalten Impressionen des Landes in der Galerie Hinter dem Rathaus in Wismar aus.

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