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Blinde Seher, sehende Blinde, blinde Sehende für Alten Markt

Neukloster Blinde Seher, sehende Blinde, blinde Sehende für Alten Markt

Sechs Elemente für eine Besonderheit der Stadt / Neukloster bekommt eine weitere Skulptur / Die Arbeit von Wolfgang Friedrich überzeugte die zwölfköpfige Jury

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Der Entwurf von Wolfgang Friedrich aus Rostock überzeugte die Jury. Er wird für den Alten Markt in Neukloster einige Bronzeskulpturen gießen.

Neukloster. Sechs Skulpturen des Rostocker Bildhauers Wolfgang Friedrich werden auf dem Geländer am Alten Markt in Neukloster aufgestellt. So hat es das zwölfköpfige Preisgericht aus Stadtvertretern, Mitgliedern verschiedener Institutionen und interessierten Bürgern beschlossen. „Es waren harte Diskussionen“, sagt Stadtvertreter Andree Kopitzke (WFN). Fünf Stunden haben sich die Preisrichter mit den Künstlern und ihren Arbeiten beschäftigt. „Ich fand gut, dass alle gekommen sind, um sich und ihre Idee ausführlich vorzustellen“, erklärt Jurymitglied Heinz-Georg Schlömer.

OZ-Bild

Sechs Elemente für eine Besonderheit der Stadt / Neukloster bekommt eine weitere Skulptur / Die Arbeit von Wolfgang Friedrich überzeugte die zwölfköpfige Jury

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20 Minuten hatte jeder Bildhauer Zeit, seine Vorstellung zum Thema „Neukloster als Stadt für Blinde und Sehschwache“ der Jury zu erläutern. Sechs Künstler haben sich beteiligt: Dörte Michaelis, Günter Kaden, Jan Witte-Kropius, Rainer Kessel, Thomas Jastram und eben Wolfgang Friedrich. „Es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich das Thema jeweils angegangen wurde“, sagt Preisrichterin Karin Roeßler. Da steht der bunte „Paradiesbaum“ von Günter Kaden neben einem überdimensionalen Auge von Dörte Michaelis und der filigranen Skulptur mit Blindenhund von Thomas Jastram, um nur drei Beispiele zu nennen.

Besonders komplex ist die Arbeit von Wolfgang Friedrich, dessen „Rauschen im Blätterwald“ sich übrigens im Foyer der OSTSEE-ZEITUNG in Rostock befindet. Er schuf sechs Elemente und stellte sie unter die Überschrift „Blinde Seher, sehende Blinde, blinde Sehende“. In den Arbeiten spannt er einen Bogen. Die Eckpunkte bilden Würdigungen für den blinden Erzähler Homer und Louis Braille, den Erfinder der Blindenschrift. Dazwischen werden folgende Darstellungen stehen: der „Blindensturz“ nach dem Gemälde von Pieter Bruegel d.Ä., der griechische König Ödipus und die Königstochter Antigone bei dem blinden Seher Theresias, die Blendung des Zyklopen Polyphem aus der „Odyssee“ und das Kinderspiel „Blinde Kuh“.

„Wie bei den beiden anderen Skulpturen im öffentlichen Raum, wollten wir wieder eine Besonderheit von Neukloster thematisieren“, sagt Bürgermeister Frank Meier (parteilos). Was lag da näher, als auf die lange Geschichte als Stadt für Blinde und Sehschwache einzugehen. Schließlich wurde die Großherzoglich-Mecklenburgische Blindenanstalt 1864 als staatliche Institution eröffnet.

Offiziell eingeweiht werden soll die neue Skulptur am Alten Markt während des zweiten Klassikpicknicks im Klosterpark am Sonntag, 3. Juli. Von 11 bis 13.30 Uhr erklingt Musik von Bach bis zu den Beatles. „Ich denke, das ist ein guter Rahmen, um das neue Stück Kunst im öffentlichen Raum vorzustellen“, erklärt Neuklosters Bürgermeister. Und lächelnd fährt Frank Meier fort: „Wir haben übrigens festgestellt, dass wir noch viele Plätze haben, die sich durch Skulpturen aufwerten ließen.“

Skulpturen im öffentlichen Raum

2001 stellt Keramikerin und Bildhauerin Dörte Michaelis aus dem Neuburger Ortsteil Vogelsang drei Figuren auf dem Neumarkt in Neukloster auf.

Die farblich unterschiedlich gestalteten Nonnen, die drei verschiedene Lebensalter zeigen, erinnern an die Klostergründung von 1219.

2006 setzt Rainer Kessel aus Neu Nantrow, ebenfalls ein Ortsteil von Neuburg, der Schwedenzeit mit einer vierteiligen Skulptur ein Denkmal am Platz der Schwedeneiche. Ein Helm mit Kragen, ein Pferdekopf, ein Wagenrad und ein Vogel erinnern daran, dass Neukloster nach dem 30-jährigen Krieg bis 1803 unter schwedischer Herrschaft stand.

2016 Wolfgang Friedrich aus Rostock setzt mit seiner sechsteiligen Skulptur Neukloster als Stadt für Blinde und Sehschwache ein Denkmal.

Von Sylvia Kartheuser

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