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Bühne für „Faust“ und „Jedermann“ wächst

Wismar Bühne für „Faust“ und „Jedermann“ wächst

Riesige Ballone für den Goethe-Klassiker kommen heute in die Georgenkirche / Am 7. Juli ist Premiere

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Die Faust-Bühne im Modell von Falk von Wangelin. Die Kugeln stellen riesige Ballone dar, sie werden allerdings mit Metallfarbe ausgeführt. Fotos (6): Nicole Hollatz

Wismar. Seit Sonntag ist Sankt Georgen wieder eine Baustelle. Die große Bühne für die Faust-Premiere muss schnell aufgebaut werden, der Zeitplan für das Mammutprojekt made in Wismar ist eng gestrickt. Bald beginnt hier der Probenmarathon. Aber bis dahin haben die Handwerker noch ordentlich zu tun. Die Verkleidungen mit dem aufgemalten Mauerwerk müssen an den Bühnenaufbau. Dafür sind die Männer aus der Tischlerwerkstatt der Diakonie Grevesmühlen mit Rolf Kasten als Gruppenleiter, Christian Schuldt, David Preußner und Frank Strauß zuständig.

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Riesige Ballone für den Goethe-Klassiker kommen heute in die Georgenkirche / Am 7. Juli ist Premiere

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Das entscheidende Element auf der Bühne

ist der Faust.“Falk von Wangelin, Bühnenbildner

Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Sie arbeiten an so einem großen Bühnenbild mit und können danach stolz von dem berichten, was sie geleistet haben.Wolfgang Drevs vom Wismarer Hansekontor nickt zufrieden über das, was die Männer dort machen. „Das ist gelebte Inklusion“, sagt er. Das Hansekontor ist zusammen mit dem Festspielverein Träger der großen Produktion.

Die Inklusion wird bei den Wismarer Festspielen mit der Faust-Inszenierung noch viel weitergehen. Denn Mitglieder der Theatergruppe „Charakterköpfe“ aus den Wismarer Werkstätten stehen als Nebendarsteller mit auf der Bühne. Sie waren gerade vier Tage in Berlin zu intensiven Proben mit Regisseur Holger Mahlich.

Und der Inklusionsgedanke geht noch weiter. Es wird am 24. Juli eine extra Vorstellung vom „Faust“ geben: „Faust“ komplett barrierefrei, weil auch, aber nicht nur für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung.

Zurück zum Bühnenbild. Falk von Wangelin, der Bühnenbildner, überwacht, was dort geschieht. Er erklärt den großen Plan: „Ich habe die Basis des Jedermanns. Auf dem entsteht der Faust.“ Das Problem:

Der Zeitplan der beiden Inszenierungen in St. Georgen ist äußerst eng gestrickt. Viel Zeit, um nach dem letzten Faust-Vorhang und vor Beginn des Jedermann-Spektakels die Bühne komplett umzugestalten, ist nicht. „Während Jedermann in Konkurrenz zur Architektur steht, gehen wir mit Faust eine enge Verbindung zur Kirche ein“, erklärt Falk von Wangelin. Dem vielen Gold und Glitzer des Jedermanns werden bei Faust Backsteine und altes Holz entgegengesetzt. Das bedeutet viel Arbeit für die Bühnenbauer. Zudem geschieht alles bei laufendem Betrieb und unter den Augen der Besucher von St. Georgen. Das rot-weiße Absperrband hält nicht jeden davon ab, einen genaueren Blick auf die Bauarbeiten zu werfen. „Das entscheidende Element auf der Bühne ist der Faust, der inmitten von riesigen Bücherstapeln agiert“, beschreibt Falk von Wangelin sein Bühnenbild. Die Bücher als Symbol des Wissens verschwinden im Laufe des Stücks immer mehr. Für die beeindruckende Optik wird „das Firmament“ sorgen. Große Ballone hängen dann über der Bühne, sie werden mit kaum sichtbaren Seilen im Kirchenschiff abgespannt. Blei- oder zinnfarben wird der größte mit einen Durchmesser von fünf Metern sein und ähnlich spektakulär wie das Rad des Jedermanns wirken. Heute sollen die Ballone hängen. Am 7. Juli ist die Premiere.

Nicole Hollatz

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