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Buntes Lesevergnügen im Grünen

Wismar Buntes Lesevergnügen im Grünen

Förderverein der Stadtbibliothek lädt am Sonntag zum achten Mal in Wismarer „Lesegärten“ ein

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Was für ein schöner Ort für Literatur! Mitten in der Altstadt liegt der Garten von Familie Baum als einer von 13 „Wismarer Lesegärten“ am Sonntag.

Quelle: Nicole Hollatz

Wismar. 13 Gärten und Höfe in Wismars historischer Altstadt werden am kommenden Sonntag wieder zu „Lesegärten“. Autoren und Rezitatoren laden Freunde der Literatur von 15 bis 18 Uhr in grüne Oasen der Stadt ein. Der Förderverein der Stadtbibliothek bietet zum achten Mal dieses bunte Lesevergnügen.

OZ-Bild

Förderverein der Stadtbibliothek lädt am Sonntag zum achten Mal in Wismarer „Lesegärten“ ein

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Neben altbewährten Lese-Orten hat der Verein in diesem Jahr auch neue Garten-Besitzer gewinnen können, ihre idyllischen Stätten zur Verfügung zu stellen. So sind es erstmalig 13 Lesegärten, einer mehr als in den Vorjahren.

Auch neue Vortragende wird es geben. Premiere haben Kinder des Schreibzirkels „Die Bleistifte“, der sich im vergangenen Jahr gegründet hat. Unterstützt von Dorette Reifmann und Corinna Kreuzwirth werden die Jungautoren 45 Texte vortragen. Dazu „verwandelt“ sich das indische Restaurant „Mirchi“ in einen Kinder-Lesegarten.

Das macht den Reiz der Veranstaltung aus: Die meisten Lesenden sind in Wismar und der Region zu Hause. Viele Geschichten und Gedichte, die sie vortragen, haben sie selbst geschrieben. Oder der Lesestoff hat die Region und ihre Menschen zum Gegenstand.

So lesen der Wismarer Manfred Kolb sowie Dagmar und Michael Krämling aus Dassow humorvolle Alltagsgeschichten im Seniorenpflegeheim St. Martin.

Hobbyautoren des Schreibzirkels „LeseZeichen“ werden aus ihren Texten im Hotel „Alter Speicher“ vortragen, Mitglieder des Schreibzirkels im Verein „Das Boot“stellen ihre Texte in dessen Begegnungsstätte vor.

Mit einer Buchpremiere wartet Detlef Kristeleit auf. Im Garten des Restaurants „Casa Lissi“ stellt der Wismarer Autor „Die Anstalt“ vor, „ein humorvolles Buch mit ernsthaftem Hintergrund, kritisch, aber ohne Bitterkeit“ über die Ausbildung von Unterstufenlehrern in der DDR der Fünfzigerjahre. Spannung pur verheißt die Geschichte über den Auftragsmord an einem Wismarer Bürgermeister, die Hugendubel-Filialleiter Volker Stein liest. Sie stammt aus „Rübe ab!“, einem kriminellen Reiseführer durch Mecklenburg-Vorpommern.

Bekannte „Lesegärten“-Mitstreiter sind der Wariner Autor Christoph von Fircks und Wismars Stadtarchivar Dr. Nils Jörn. Besucher können sie in „Ute’s Café“ erleben, wo von Fircks heitere Kurzgeschichten zum Besten gibt und der Historiker Nils Jörn in gewohnt unterhaltsamer Manier aus dem Leben Wismarer Pastoren erzählt.

Jede Menge historischen Lesestoff haben auch der Ahnenforscher Dieter Baum, Prof. Heinz-Herbert Büttner, früherer Leiter der Wismarer Frauenklinik, und Stadtführer Hinrich Siedenschnur für ihre Zuhörer in der Böttcherstraße 35 ausgewählt.

Freunde des Niederdeutschen kommen im Garten der Großen Stadtschule – Geschwister-SchollGymnasium auf ihre Kosten. Hier lesen die Wismarerin Gertrud Frank und Schüler von Antje Karsten, Lehrerin und Mitglied der Niederdeutschen Bühne in Wismar, Geschichten up Platt.

Frauen-Power – nicht nur literarisch – gibt es mit den Autorinnen Beate M. Kunze aus Proseken und Heidi Wendt aus Lübberstorf im Innenhof der Heiligen-Geist-Kirche sowie mit der Schweriner Lyrikerin Hannah Lenz und Reingard Berger, die Hotelgeschichten schreibt, im Garten des Hotels „Reingard“.

Ein neuer Lese-Ort ist der Garten in der Scheuerstraße 1a. Hier stellen Mitglieder der DeutschSchwedischen Gesellschaft Wismar schwedische Literatur vor. Im neuen Bistro „Engelsküche“ sind die Krimiautoren Diana Salow aus Schwerin und Thomas Schwandt, Journalist aus Rostock, zu Gast.

„Wir freuen uns auch, dass in diesem Jahr der Hof des Welt-ErbeHauses zum ,Lesegarten’ wird“, sagt Ines Raum, Vorsitzende des Bibliotheksvereins. Dort werden die Schüler Johannes Baar, Lara Pamperin und Hauke Schilling aus Geschichten der Gebrüder Grimm lesen. Deren Kinder- und Hausmärchen gehören zum immateriellen Weltkulturerbe. Der Schauspieler und Moderator Benjamin Nolze begleitet durch die Lesung.

Zum Ablauf der Veranstaltung: In jedem Garten beginnt um 15, um 16 und um 17 Uhr die Lesung. Sie dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Danach haben die Zuhörer Zeit, in den nächsten Garten zu pilgern, einen Kaffee zu trinken oder mit den Autoren und Lesenden ins Gespräch zu kommen. In fast allen Gärten haben die Vortragenden Kaffee und Kuchen oder Erfrischungen vorbereitet. Neuen Gästen sei empfohlen, eine Auswahl der Gärten zu treffen, denn im Zeitraum von 15 bis 18 Uhr schaffen sie es, lediglich drei aufzusuchen.

Wie immer gibt es in den „Lesegärten“ eine Schlechtwettervariante. Flyer zur Aktion liegen in der Stadtbibliothek, Ulmenstraße 15.

Hier wird gelesen

1. Restaurant „Mirchi“ , Dankwartstraße 24 – Kinder-Lesegarten

2. Seniorenpflegeheim St. Martin , Papenstraße 2e – Alltagsgeschichten

3. Hotel „Alter Speicher“ , Bohrstraße 10-12a – Thema: Sommerbowle

4. Ute’s Café , Lübsche Straße 15 – Heitere Kurz- und Pastorengeschichten

5. Begegnungsstätte „Das Boot“ , Lübsche Straße 44 – Themen vom Schreibzirkel „Das Boot“

6. Bistro „Engelsküche“ , Lübsche Straße 16/St. Marien-Kirchhof 19 – Kriminelles

7. Heiligen-Geist-Kirchhof , Neustadt – Thema: Stadtgespräche

8. Scheuerstraße 1a – Schwedische Literatur

9. Böttcherstraße 35 – Historisches

10. Welt-Erbe-Haus , Lübsche Str. 23 – „Welterbe“ der Gebrüder Grimm

11. „Casa Lissi“ , Großschmiedestr. 1 – Thema: Tödliche Kommunalpolitik

12. Große Stadtschule , Schulstr. 9-11 – Plattdeutsches

13. Hotel „Reingard“ , Weberstr. 18 – Frauen- und Hotelgeschichten

Der Eintritt ist frei.

Haike Werfel

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