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Wismarer Shantychor „Blänke“ feiert 20-jähriges Bestehen / Vier Gründungsmitglieder noch dabei

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Vertreter aus der Politik, Freunde und Liebhaber der maritimen Musik feiern mit dem Chor im Zeughaus das 20-jährige Bestehen.

Wismar. „Wismar ist eine wunderschöne Stadt, Perle an der Ostsee!“, schmettern mehr als 40 Sänger durch den Saal des Wismarer Zeughauses. Im Publikum wird mitgeklatscht, gesungen, Füße wippen im Takt. Der Shantychor „Blänke“ feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen, am 8. Februar 1997 haben elf sangesfreudige Männer die musikalische Grundlage dafür geschaffen und den ersten Shantychor Wismars gegründet. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt, des Landkreises, Einwohnern und Freunden haben die Chormitglieder ihren Geburtstag gestern offiziell gefeiert. „Ich möchte Danke sagen für die Fröhlichkeit und Herzlichkeit, die der Chor stets verbreitet. Das ist ein toller Dienst für die Heimatstadt“, sagt Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) in seiner Festrede. Auch Landrätin Kerstin Weiss (SPD) hört die maritimen Schlager des Wismarer Chors immer gern: „Man sieht den Sängern die pure Lebensfreude an! Mich lässt das immer den Alltag vergessen, das sorgt für gute Laune“, sagt die Landrätin und lobt das Erhalten den Brauchtums.

OZ-Bild

Wismarer Shantychor „Blänke“ feiert 20-jähriges Bestehen / Vier Gründungsmitglieder noch dabei

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Die Sänger können auf ereignisreiche Jahre zurückblicken, für die Gäste im Zeughaus gibt es dazu einige bewegte Bilder zu sehen. So haben die Wismarer beispielsweise schon für Bundespräsident Johannes Rau, Altkanzler Gerhard Schröder und Kanzlerin Angela Merkel gesungen. Über 100 Lieder gehören zum Repertoire des Chores – gesungen wird auf Deutsch, Platt, Englisch und sogar auf Spanisch und Französisch.

Viele der maritimen Lieder, die auch heute noch inbrünstig gesungen werden, hat der einstige Chorleiter Hartmut Vitense geschrieben. 2009 hat sein Nachfolger Peter Herchenbach die musikalische Leitung übernommen. Sechs der Sänger sind bereits über 80 Jahre alt, der älteste Musiker ist Arthur Schumacher mit 84 Jahren. Im vergangenen Jahr hat der Chor rund 50 Auftritte besungen, für das laufende Jahr stehen bereits 26 große und kleinere Konzerte im Kalender, einschließlich der Verabschiedung der bisher elf gemeldeten Kreuzfahrtschiffe am Passagierkai. Das dritte Album mit maritimen Lieder ist ebenfalls in der Vorbereitung.

Ob die elf Gründungsmitglieder vor 20 Jahren an so eine Erfolgsgeschichte gedacht haben? „Ich singe einfach gern und habe dadurch damals einige Mitstreiter kennengelernt“, erzählt Peter Bibow. Der 75-Jährige ist einer der vier noch aktiven Gründer des Chors. „Anfangs haben wir noch recht holprig gesungen, nach und nach wurden wir besser.“ Der Wismarer ist stolz auf die Entwicklung des Chores.

„Der Höhepunkt war für mich unser Auftritt in Paris“, erinnert sich Bibow. Im Januar 2003 fuhren die Männer in die französische Hauptstadt, um beim internationalen Chorfestival der Unesco zu singen – und das auf Französisch. „Da hat das Herz doppelt so schnell geschlagen“, sagt Peter Bibow mit einem Lachen. Die Stadt Wismar im Ausland zu vertreten, war für die Sänger eine große Ehre.

Die Heimat spielt in den Liedern des Shantychors oft eine bedeutende Rolle. So auch indirekt im Namen des Chores. Der Begriff „Blänke“stammt nämlichen aus der christlichen Seefahrt und beschreibt das erste glitzernde Tageslicht auf See, noch bevor die Sonne aufgeht. „Fern zeigt sich die Blänke dort im grauen Wolkenband, und ihr helles Leuchten weist uns den Weg in das Heimatland“, singt Fiete Maler in dem gleichnamigen Lied „Blänke“.

Gemeinschaft ist dem Chor wichtig, ebenso die Freundschaft zu den benachbarten Shantychören. So gratulieren zum 20-Jährigen die Musikerkollegen der Reriker Heulbojen, der Klaashahns aus Warnemünde und der Schweriner Klönköppe, die für „Blänke“ sogar eine Ode geschrieben haben. Geplant ist in naher Zukunft auch noch ein gemeinsames Konzert mit den städtischen Chören Perlmutt und dem Chor der Hansestadt. Damit erfüllen sich die maritimen Sänger einen Herzenswunsch.

Vorstand Peter Frank bekräftigt zum Abschied der feierlichen Veranstaltung: „Wir werden weitersingen.“ Die Leidenschaft an ihrem Hobby ist den Männer deutlich anzusehen, eine Zugabe für das Publikum selbstverständlich. „Woher auch der Wind her weht, wir sind immer up to date“, versprechen die Männer in ihrem „Wismarlied“.

Vanessa Kopp

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