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Die Kunst des Entspannens im „dichterGarten“

Alt Meteln Die Kunst des Entspannens im „dichterGarten“

Natur trifft auf Literatur und lässt die Seele zur Ruhe kommen

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Vera Doneck und Thomas Ziebula in ihrem „dichterGarten“, der zu „Kunst offen“ wieder Literatur, Natur und Seele vereint.

Quelle: Nicole Hollatz

Alt Meteln. Es gibt Orte auf der Welt, die sind magisch. Der Garten von Vera Doneck ist so ein Ort. Aus ehemals 3000 Quadratmetern Wildnis hat sie einen „dichterGarten“

gemacht. Sie bietet hier Lyrik, Natur, Weite und die Chance, innezuhalten. Bei „Kunst Offen“ ist ihr Garten in Alt Meteln, unweit der Dambecker Mühle, jedes Jahr ein Höhepunkt in der Region. Dieses Jahr nur für Eingeweihte, denn die Autorin hat den Termin fürs Programmheft verpasst.

Dabei ist das, was sie bietet, eine besondere Form von Kunst. Eine, die ganz direkt berührt. „Die Menschen kommen aufgedreht an, sind verschlossen“, erzählt sie aus vielen Jahren Erfahrung mit „Kunst offen“ und den Besuchern. Dann die Begegnung mit dem Ort, der Literatur dort, den Menschen, der Weite. Die Besucher werden ruhig, kommen an, kommen runter. „Es ist schön, das immer wieder zu erleben“, sagt Vera Doneck schmunzelnd und merkt, wie im Gespräch der Zauber zu wirken beginnt.

Kaffee trinken unter der alten Esche. Ein Stück fast verwachsener Mauer im Rücken. Der Blick auf eine junge Weide, die ihre Äste langsam über einen Sessel hängen lässt. Eine blaue Bank mitten im Grünen, umrahmt von leuchtenden Tulpen. Ein leuchtend weißes Metallbett zwischen den Bäumen und auf verschlungenen Pfaden, eine Sitzgruppe unterm Apfelbaum mit Blick auf die Felder, in die Weite, eine Matratze mit Kissen und Decken für den Blick in den Himmel. Was für ein Ort!

„Dort wird zu ,Kunst offen’ eine Hängematte gespannt“, erzählt Vera Doneck und zeigt auf die Stelle für das Lagerfeuer, wo der Blick so wunderbar auf die Felder ins Grüne schweifen kann. Ein Kunstwerk für sich, geschaffen von der Natur und von Vera Doneck.

„Das war eine Wildnis“, erzählt sie von den Anfängen im Bauernhaus vor mehr als einem Jahrzehnt. Nun ist es ein „Naturgarten“, ausgezeichnet und zertifiziert als solcher vom Landschaftspflegeverband „Mecklenburger Endmoräne“ e.V. „Eine kultivierte Wildnis“, versucht Vera Doneck das zu erklären, was man eigentlich nur erleben kann. „Ein Ort zum Träumen in die Weite und um sich selbst zu finden“, sagt Vera Doneck.

Der „dichterGarten“ wird zum „DichterGarten“, auf Packpapier sind Texte von Vera Doneck und Thomas Ziebula gedruckt, liegen an diesen magischen Orten und warten auf ihre Leser. Immer die passenden Worte zum jeweiligen Ort, dazu etwas zum Trinken. Auch so, dass es zum Gesamtkunstkonzept passt wie der Whisky zum Lagerfeuer. Beim weißen Metallbett liegen Stifte und Zettel zum selber Dichten – der Ort inspiriert, nicht nur Vera Doneck und Thomas Ziebula. „Kunst ist immer ein Stück Wirklichkeit und der Versuch, sich der Wirklichkeit anzunähern“, beschreibt er. An Vera Doneck: „Du hast einen Ort geschaffen, der die Wahrnehmung öffnet. Das ist Kunst!“ Ziebula lebt erst seit wenigen Monaten in der Region, schreibt erfolgreich Bücher zwischen Mystery, Fantasy, historischem Roman, Kinderbuch und Science-Fiction. Dazu Lyrik, „aber davon kann man ja nicht leben.“ Das, was die Gäste im „dichterGarten“ lesen können, erscheint zeitgleich als Buch. Zum Nachlesen im eigenen Garten.

Nicole Hollatz

„dichter Garten“

Der „dichterGarten“ öffnet über Pfingsten – heute, morgen und Montag – von 10 bis 18 Uhr, jeweils um 15 Uhr finden Lesungen statt.

Morgen und am Montag kommt der bekannte Musiker Omid Bahadori mit seiner Gitarre und moderner orientalischer Musik und wird über den Tag verteilt spielen. Bahadori hat durch seine Konzerte mit der Band „Sedaa“ einen Namen, auch in Wismar haben viele Konzertbesucher der Musik mit dem Obertongesang gelauscht.

Infos zum Garten im Sandweg 1 in Alt Meteln mit einer Anfahrtsbeschreibung unter www.dichtergarten.de.

• Alle Orte für „Kunst offen“ im Internet unter http://www.auf-nach-mv.de/kunstoffen

OZ

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