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„Die Ossis von Namibia“ im Zeughaus

Wismar „Die Ossis von Namibia“ im Zeughaus

Klaus-Dieter Gralow und Roger Pitann zeigen am 10. Mai ihren Dokumentarfilm

Wismar. Die Filmemacher Klaus-Dieter Gralow und Roger Pitann zeigen am Dienstag, dem 10. Mai, in Wismar ihren beeindruckenden Film „Die Ossis von Namibia“. Nach der Vorführung, die um 19 Uhr im Zeughaus beginnt, stehen die beiden für ein Gespräch zur Verfügung.

Wer kennt die Hintergründe der Geschichte der namibischen Kinder, die mitten im Winter 1979 in der Nähe von Güstrow strandeten? In den 70er-Jahren verschärften sich die Unabhängigkeitskämpfe von Namibia gegen Südafrika. Die SWAPO (South-West Africa People‘s Organisation) baute außerhalb des Kampfgebietes Flüchtlingslager und suchte weltweit Unterstützung. Diese fand sie 1979 auch in der DDR, die bereit war, namibische Kinder aufzunehmen. So kamen die ersten 80 Kinder zwischen drei und sieben Jahren am 18. Dezember 1979 im verschneiten Bellin (bei Güstrow) an. Weitere 350 folgten in Begleitung von namibischen Erzieherinnen. Letztere sollten dafür sorgen, dass die Kinder den Kontakt zu ihrer eigenen Kultur und Muttersprache Oshivambo nicht verlieren. Die deutschen Pädagogen vermittelten die deutsche Sprache, machten die Kinder mit den hiesigen Gewohnheiten und Bräuchen vertraut und bereiteten sie auf das DDR-Schulsystem vor. Man ging davon aus, dass Namibia einen sozialistischen Weg ähnlich dem der DDR gehen würde. Die sich überstürzenden Ereignisse 1989 führten dazu, dass die namibischen Kinder und Jugendlichen sowie ihre Erzieherinnen Ende August 1990 zurückmussten.

Für die „Ossis von Namibia“ begann ein neues Abenteuer in einem mittlerweile fremden Land. Heute variieren ihre Biografien: Während bei vielen die gute Ausbildung und die deutschen Sprachkenntnisse für große Berufschancen sorgten, suchen andere noch ihre Identität. Der unter die Haut gehende Dokumentarfilm „Die Ossis von Namibia“ zeigt beeindruckend das Leben der namibischen Kinder in der DDR und ihre persönliche und berufliche Entwicklung als Erwachsene in Namibia.

OZ

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