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Ein Maler, der aus der Farbe fühlt

Wismar Ein Maler, der aus der Farbe fühlt

Die Bilder von Detlev Schwarz erinnern an den Süden. Dort, wo die Sonne hoch steht und jede Farbe um ein Vielfaches intensiviert. Zu sehen sind sie in der Galerie Hinterm Rathaus in Wismar.

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Der Maler Detlev Schwarz lässt sich vom Licht des Südens inspirieren.

Quelle: Nicole Buchmann

Wismar. Es ist ein Leben in den Bildern von Detlev Schwarz. Ein fideles meist, ein freudiges. Aber auch eines, das Platz hat für Stille. So wie beim Menschen, der an der Bar sitzt, allein, das Glas in der Hand. Oder beim liegenden Akt. Es sind Bilder, die auch Platz haben fürs Staunen über all das, was möglich ist in jenem unseren Leben. So wie beim Blick von der Terrasse. Wie ein Theatervorhang rahmen die Fenstervorhänge das Bild, geben den Blick frei auf einen Strand. Auf die Farben von Sonne, Land und Meer.

Die Farben: In einem ihrer ersten Sätze spricht Laudatorin Gabriele Schulz davon. Sagt, Detlev Schwarz sei ein Künstler, der aus der Farbe fühlt. Und wer es sieht, das Leuchtende, das Kräftige, das es dennoch schafft, sich zurückzunehmen – wie beim „Mädchen in Rot“ - der versteht, was Schulz damit meint.

Inspiration „Reise“ Gereist ist der Brandenburger Schwarz viel nach der Wende. Meist in den Süden. Genau diesem Licht hinterher, das er in den vergangenen Jahren für sich entdeckt hat und nun in Öl auf Leinwand, Pappe, Papier trägt. Dann kann es sein, dass Schwarz noch in Italien, auf Zypern oder in Ägypten das Skizzenbuch füllt oder den Pinsel in die Aquarellfarbe taucht - um später im Atelier in einer ehemaligen Wassermühle sein Werk zu vollenden.

„Die Farben, woher nehmen Sie die?„ Probieren, sagt Schwarz. Aber manchmal, da komme er nicht weiter, dann stehe ein Bild auch Monate, Jahre in der Ecke. Nichts, das Schwarz schreckt. “Der Kopf ist so voll - dann kommt gleich das nächste.„

Malerische Gegenwehr Dann sind da noch die Konturen. Umrisse von Straßen, Häusern, Körpern, Palmen - auch sie aus Farbe gemacht. Und deshalb kann es passieren, dass dem Betrachter die Tänzerinnen vom Ball von der Wand entgegen wirbeln. Losgelöst von der Leinwand, losgelöst aus den Armen des Tanzpartners wirbeln sie einem tatsächlich entgegen von der Wand. “Das ist eine Art malerische Gegenwehr gegen Seelenlosigkeit und Kälte", beschreibt die Berliner Kunsthistorikerin Petra Hornung Schwarz’ Arbeiten.

Zu sehen sind die Werke in der Galerie Hinterm Rathaus noch bis zum 18. März 2017 - dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr.

Nicole Buchmann

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