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Wismar Ein Reiseführer nordet ein in MV

Hinstorff verlegt Empfehlungen der Wismarer Absolventin Moni Mück

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Moni Mück wagt mit ihrem Reiseführer „Einnorden“ einen anderen Blick auf Mecklenburg-Vorpommern. FOTOS (2): NICOLE BUCHMANN

Wismar. Der Besuch rückt an und Sie haben mit ihm schon alle Sehenswürdigkeiten in Mecklenburg-Vorpommern bereist? Ozeaneum, Seebrücke, Schloss, Kreidefelsen? Dann lohnt sich das Blättern in einem Reiseführer, der auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde. Erdacht und konzipiert von der Wismarerin Moni Mück.

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Hinstorff verlegt Empfehlungen der Wismarer Absolventin Moni Mück

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„Es ist mein Zuhause, das ich da vorstelle.“Moni Mück aus Wismar

„Der etwas andere Reiseführer“ ist das Buch überschrieben. Und der Titel hält, was er verspricht. Es sind nicht die so gern als „Leuchttürme“ bezeichneten Stätten unseres Landes, die neu besprochen mal wieder aufgelegt werden. Es sind Menschen und Menschen an Orten, die den Alltag in Mecklenburg-Vorpommern auch für den Heimischen lebendig machen. Menschen wie Marie-Luise Franz aus Orten wie Borrentin südlich von Demmin. Sie kennen die Frau nicht? So soll es sein.

Auch Moni Mück kannte längst nicht alle dieser Menschen und Orte, die sie auf den gut 140 Seiten beschreibt, denen sie auch Platz gewährt hat, sich selbst zu beschreiben. Gute Freunde habe sie gefragt, sich auf deren Urteil verlassen. „Es ist mein Zuhause, das ich da vorstelle“, sagt Moni Mück. Und die Betonung liegt auf „mein“. Weil sie deutlich machen will, dass es eine Auswahl ist, nichts, das den Anspruch erhebt, vollständig zu sein. Zu lesen ist über Festivals, die längst nicht nur von der Jugend des Landes besucht werden, über Künstler, die still und dennoch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind, über Musiker, Kuchenbäckerinnen oder Wassermenschen.

Und so blättert sich der Leser durch das Buch, als hüpfte er munter von einer Leichtigkeit des Lebens zur nächsten. Zwischendurch wird ihm aufgetischt – Aalsuppe zum Beispiel oder Brechbohnen mit Milch. Rezepte aus einem Kochbuch von 1868. Gerichte, die einst Moni Mücks Großmutter ihrer Enkelin kochte. Zur Verdauung noch einen Gehängten: Kümmel mit einer in Öl eingelegten Sardelle.

Ob Moni Mücks Professor an der Hochschule Wismar ahnte, was seine Studentin aus ihrer Diplomarbeit erwachsen lassen würde? „Er hat gesagt, ich soll machen, was mir Spaß macht“, erzählt die 35-Jährige. Dass ihr Diplom in Medien- und Kommunikationsdesign mit dem Reisen zu tun haben soll, wusste sie gleich. Segeln, Containerschifffahrt – ihr geht alles Mögliche durch den Kopf. Dann besorgt sie sich Reiseführer über Mecklenburg-Vorpommern, analysiert, vergleicht sie mit internationalen. Erinnert sich an einen über Riga und der Entschluss steht fest. Nach einem Jahr hat Moni Mück zig neue Leute kennengelernt, sind 90 Seiten zu Papier gebracht. Zu wenig, befindet der Hinstorff-Verlag, an den sie das Manuskript geschickt hatte. Und Moni Mück legt nach. „Im Prinzip ging es darum, zu zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern etwas total Tolles ist. Dass es Menschen gibt, die das Land bunt und lebenswert machen“, sagt die gebürtige Rostockerin.

Sofort Feuer und Flamme – das sei er gewesen, erzählt Henry Gidom, Lektor bei Hinstorff. Einen solch frischen Blick auf Orte und Menschen habe es bislang in einem Reiseführer noch nicht gegeben.

Gidom lobt auch das frische Design. Die Zielgruppe – neben den Touristen – sei deshalb auch klar: Einheimische und Studenten, die nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Nicole Buchmann

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