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Federhaube und Perlenstickerei

Gägelow/Grevesmühlen Federhaube und Perlenstickerei

Sonderausstellung zeigt die Welt der Prärieindianer / Leihgaben stammen aus Gägelow

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Mitglieder des KuSo-Vereins nehmen den Häuptling in ihre Mitte: Christine Fiedler, Katrin Rienow, Astrid Wolfram, Marianne und Klaus Hagel.

Quelle: Foto: Dirk Hoffmann

Gägelow/Grevesmühlen. Komm in meinen Wigwam. Mit diesem Titel wird derzeit zum Besuch einer besonderen Ausstellung ins Städtische Museum in Grevesmühlen eingeladen. Die Sonderschau stellt die Welt der Prärieindianer vor. Was durchaus regionalen Bezug hat – denn bei allen Stücken handelt es sich um Leihgaben des Vereins zur Förderung des kulturellen und sozialen Gemeinschaftslebens der Gemeinde Gägelow (kurz KuSo e. V.).

Sven Schiffner, Vorsitzender des Museumsbeirates, staunte bei der Eröffnung der Sonderausstellung, die im Städtischen Museum bis Mitte Mai gezeigt wird, was diese alles bietet. Auffallend ist die besonders schmuckvolle Indianerbekleidung. In prachtvollem Festgewand mit echter indianischer Perlenstickerei und einer Federhaube mit Federschleppe zeigt sich da zum Beispiel der Dakota-Häuptling „Schwarzer Adler“. Und auch der Indianer im Jagdhemd gibt ein tolles Bild ab. Und es ist echte Kleidung, wie sie die Indianer heute noch tragen. Sie stammt von dem Wismarer Hans-Joachim Musilinski, der sie von seinen vielen Reisen zu den Reservaten der Indianer mitbrachte.

Bis vor kurzem waren diese und weitere wertvolle Stücke noch im Saal des Gemeindehauses in Gägelow zu sehen. Doch seitdem dieser Raum für andere Zwecke genutzt wird, gibt es keinen Platz mehr für die Ausstellung. Sie im Archiv verschwinden zu lassen, dafür sind diese Stücke zu wertvoll. Der Öffentlichkeit sollten sie zugänglich bleiben. „Das ist uns jetzt in Grevesmühlen gelungen“, freut sich Katrin Rienow, die die Abteilung Kunst und Theater des Gägelower Vereins leitet. Ein besonderes Lob richtet sie an die Museumsleiterin Marina Safarjan. Denn ihr ist es gelungen, nicht nur die Stücke aus der Indianersammlung aus Gägelow gut und treffend zu platzieren, sondern sie um viele interessante Textbeiträge zu ergänzen. So erfahren die Besucher unter anderem etwas über die Kulturen der nomadischen Bisonjäger, wie die Prärie-Indianer genannt werden. Auch Tänze wie der Büffel-, Sonnen-, Bären- oder Adlertanz sind im Detail beschrieben. „Die Ausstellung ist einwandfrei“, fand auch der Grevesmühlener Ulrich Borchert. Der 75-jährige Hobbykünstler war begeistert und sah sich die Exponate ganz genau an.

Besucht werden kann die Ausstellung noch bis Mitte Mai zu den Öffnungszeiten des Städtischen Museums (Dienstag und Mittwoch von 10 bis 12.30 Uhr und 13 bis 16 Uhr, Donnerstag von 10 bis 12.30 Uhr und 13 bis 17 Uhr sowie am Freitag von 10 bis 14 Uhr).

Dirk Hoffmann

OZ

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