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Flüchtlingshilfe mit Klezmer, Chorälen und Mozart

Wismar Flüchtlingshilfe mit Klezmer, Chorälen und Mozart

Mehr als 500 Zuhörer beim „Konzert der Religionen“ der Staatskapelle Schwerin in der Wismarer Georgenkirche / Erlös wird komplett gespendet

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Mehr als 500 Zuhörer besuchten am Sonnabend das „Konzert der Religionen“ der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin in der Wismarer Georgenkirche. Fotos (3): Daniel Koch

Wismar. Die Idee kam aus der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin, Sponsoren wie die Hansestadt Wismar oder die Nordkirche übernahmen die Unkosten, die „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat“ die Schirmherrschaft. So gab es am Pfingstsonnabend in St. Georgen für mehr als 500 Zuhörer ein großes und bedeutungsvolles „Konzert der Religionen“, dessen Erlös komplett an das Flüchtlingshilfswerk UNHCR gehen wird.

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Mehr als 500 Zuhörer beim „Konzert der Religionen“ der Staatskapelle Schwerin in der Wismarer Georgenkirche / Erlös wird komplett gespendet

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Unter der Leitung ihres Chefs Daniel Huppert setzte die Staatskapelle mit ihrem intensiven Spiel ein originelles Zeichen für Solidarität und Toleranz, indem Musik aus den Weltreligionen erklang. Aber nicht nur nebeneinander gestellt, sondern als Dialog und produktive Spiegelung.

Das jüdische Gebet „Kol Nidre“ in der instrumentalen Vertonung (1880) des gläubigen Katholiken Max Reger, der – kein Jude aber ein Freund israelischer Kultur – auch ein eigenes Werk beisteuerte: „Two Sides of Jerusalem“, sinfonischer Klezmer von ursprünglicher Lebendigkeit. Der solistische Part wurde gespielt vom multistilistischen Klarinettisten Helmut Eisel (60).

Orthodoxe Choräle erschienen in der Orchesterfassung des Schweriner Komponisten Reinhard Lippert (65), die buddhistische Meditation „Tranquil Abiding“ (1968) in der modern-avancierten Form des Briten Jonathan Harvey. Selbst dem Atheismus hatte man einen Platz eingeräumt, mit dem eindringlichen „The Unanswered Question“ (1906) des Amerikaners Charles Ives.

Aus dem arabischen Kulturkreis wurde ein weltliches Konzert des palästinensischen Komponisten Al-Kammash (1923-1998) gespielt, mit dem der in Bremen als Flüchtling lebende Syrer Shadi Almoghrabi auf seiner arabischen Laute die faszinierenden Reize orientalischen Musizierens entfaltete.

Jeweils zum Abschluss der beiden Programmteile triumphierte das Christentum, einmal katholisch mit der Solo-Motette „Exsultate, jubilate“ von Mozart, mit den geschmeidigen Koloraturen von Elena Belakova, einmal protestantisch mit dem erhabenen Finalsatz der „Reformationssinfonie“ von Mendelssohn Bartholdy, der als Jude geboren, zum Christentum übergetreten ist – und dessen Musik dennoch im Dritten Reich verboten war.

Das UNHCR

Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (englisch United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) ist ein persönliches Amt der Vereinten Nationen (UN). Es ist mit dem Schutz von Flüchtlingen und Staatenlosen beauftragt und außerdem im Bereich der humanitären Hilfe tätig. Das Amt wurde am 14. Dezember 1950 von der Generalversammlung gegründet und nahm am 1.

Januar 1951 seine Arbeit auf. Seinen Hauptsitz hat das Amt in Genf. Im Jahr 2015 beschäftigte UNHCR rund 9300 Mitarbeiter in 125 Ländern, wobei 89 Prozent der Mitarbeiter außerhalb der Schweizer Zentrale tätig waren. Die deutsche Abteilung mit Sitz in Berlin existiert seit den 1950er-Jahren.

Heinz-Jürgen Staszak

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