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Französische Künstler stellen in Wismar aus

Wismar Französische Künstler stellen in Wismar aus

Eine besondere Ausstellung wurde am Donnerstagabend in der Galerie Hinter dem Rathaus eröffnet.

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Nathalie MillPa, Zwy Milshtein und Jean-Michel Debilly (v. l.) in der Ausstellung in der Galerie Hinter dem Rathaus, in der sechs Künstler aus Frankreich ihre Arbeiten präsentieren.

Quelle: Nicole Hollatz

Wismar. Eine besondere Ausstellung wurde am Donnerstagabend in der Galerie Hinter dem Rathaus eröffnet. Die Galerie Chybulski aus Ville sur Jarnioux, einer kleinen Gemeinde der Region Auvergne-Rhône-Alpes in Frankreich, ist mit sechs Künstlern zu Gast. Zwy Mihlshtein, Nathalie MillPa, Jean-Michel Debilly, Pierre Bonetto, Winfried Veit und Michel Corbex stellen aus, die drei Erstgenannten kamen extra aus Frankreich zur Eröffnung in die Hansestadt.

Auch oder vielleicht gerade wegen des fehlenden Fußballs ist das, was die Künstler für ihre Wismarer Ausstellung mitgebracht haben, äußerst sehenswert. Die Galeristen Uli Traunspurger und Elisabeth Triboulet helfen beim Übersetzen von Sprache und Kunst. Gleich im Obergeschoss fallen die kleinen, filigranen Werke von Zwy Milshtein auf. 1934 in Moldawien geboren, ist er als „israelischer Franzose“ in Paris und in internationalen Galerien und Museen bekannt. „Typisch Zwy“, kommentierte Uli Traunspurger die Werke. Im edlen schnörkelreichen Goldrahmen räkelt sich eine Nackte. Vielleicht will sie sich mit dem blauen Tuch bedecken? Das hat ein rosa Schweinchen im Maul. Zieht das Tier der Frau das Tuch weg? Darüber ein genauso alter Rahmen mit drei Bildöffnungen.

Normalerweise sind da die Porträts der Eltern drin. Milshthein setzt zwischen den beiden pikiert guckenden Männerköpfen einen halbnackten Frauenhintern. Auch das Weinglas auf dem Bild sei typisch Zwy, sagte Uli Traunspurger.

Auf dem ersten Blick surreal wirken die Bilder von Nathalie MillPa – das ist der Künstlername der Malerin und Designerin. Dabei malt sie ganz Reales. Blattwerk beispielsweise, das in einem sich überlagernden Konglomerat aus Erde und anderen Flächen verschwimmt. Aus dem Gewirr von Farben und Formen entspringt langsam Figürliches. Wesentlich reduzierter die Lampenobjekte, die die Künstlerin ausstellt. Aus Draht entstehen Blattadern, pflanzliches Papier wird wieder zum Blatt und damit zum schattenspielzaubernden Lampenschirm. Winfried Veit, Maler und Bildhauer, zeigt Radierungen. Der Blick von oben auf eine Menschengruppe mit starker Schattenwirkung. Oder ein geordnetes Gewirr aus Ellipsen, hinter dem menschliche Figuren sichtbar werden. Beeindruckend seine Frauenakte – nackt, ohne vulgär zu sein. Fast wirkt es, als wenn die Frauen Engelsflügel haben, als wenn der Maler diese Engel mitten in der Bewegung zeigt. Ähnlich faszinierend das, was Michel Corbex in der Hansestadt präsentiert. Er arbeitet beispielsweise mit Wachs, Acryl, Pigmenten und Schieferpulver und lässt so Bilder mit einer besonderen Haptik entstehen. Seidig weich glänzen die Linienspiele. Das größte Bilder der Ausstellung hat gleich am Eröffnungsabend den Besitzer gewechselt.

Die Arbeiten sind bis 6. August zu sehen, dienstags bis freitags von 11 bis 18, sonnabends bis 16 Uhr.

Nicole Hollatz

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