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Fremde Sprachen beim ersten Lesefest

Wismar Fremde Sprachen beim ersten Lesefest

Literaturfreunde aus Syrien, Russland, Eritrea, Nicaragua, Afghanistan, Kasachstan, Litauen, Vietnam, Schweden, Iran und der Ukraine stellen in Wismar Werke aus ihren Ländern vor

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Amiri aus Afghanistan, Salih aus Syrien, Lina aus Litauen, Mariana aus der Ukraine (hi., v. l.), Hasan aus Syrien, Javier aus Nicaragua, Okbayes aus Eritrea, Tamim aus Syrien, Trang aus Vietnam, Gunilla aus Schweden und Nasim (vorn, v. l.) aus dem Iran waren beim Lesefest in Wismar dabei. Fotos (4): Norbert Wiaterek

Wismar. „Erfühlen Sie einmal, wie es ist, wenn man nichts versteht. Erleben Sie den Klang einer fremden Sprache. Lassen Sie sich darauf ein!“ Mit diesen Worten machte Andrea Diehl die Besucher des Zeughauses in Wismar auf das erste „Wismarer Lesefest für alle“ neugierig. Eingeladen hatten die Stadtbibliothek und ihr Förderverein. Schirmherr war Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD).

OZ-Bild

Literaturfreunde aus Syrien, Russland, Eritrea, Nicaragua, Afghanistan, Kasachstan, Litauen, Vietnam, Schweden, Iran und der Ukraine stellen in Wismar Werke aus ihren Ländern vor

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Sieben Frauen und fünf Männer aus elf Ländern, einige sind seit vielen Jahren in Wismar und Umgebung zu Hause, andere noch nicht so lange, stellten am Sonnabend Werke in ihren Heimatsprachen vor:

Gunilla aus Schweden, Amiri (16) aus Afghanistan, Lina (44) aus Litauen, Mariana (28) aus der Ukraine, Hasan (27) und Tamin (25), beide aus Syrien, Javier (57) aus Nicaragua, Okbayes (23) aus Eritrea, Trang (45) aus Vietnam, Nadja (24) aus Kasachstan, Nasim (28) aus dem Iran und Lilya (43) aus der russischen autonomen Republik Tatarstan. Weitere Literaturfreunde, darunter Andrea Diehl, die Flüchtlingen beim Lernen der deutschen Sprache hilft, waren als Tandem-Partner dabei und lasen die Texte noch einmal auf Deutsch.

120 Zuhörer erlebten Lustiges, Informatives und Gedanken, die zum Nachdenken anregten. Mariana brachte zum Beispiel Sprichwörter zu Gehör, Nadja begeisterte mit Witzen. Okbayes berichtete von seiner gefährlichen Flucht. Der junge Mann reiste durch die Sahara, er schaukelte in einem Boot über das Mittelmeer, war in Italien und Frankreich unterwegs, bis er nach Deutschland kam.

Neben der vielfältigen Literaturauswahl gab es auch Musik: Ank Khoa Tran (14), Schüler aus Wismar, sang und zupfte dazu auf den Saiten einer Gitarre. Auch Trang erntete für ihr Lied viel Applaus.

Roman Samsovici aus der Republik Moldau spielte auf einer Klarinette und die Ukrainerin Raisa Grygorenko auf einem Akkordeon. Auf großes Interesse stießen die Aktionen für Kinder, die Ausstellung zur Literatur in einzelnen Ländern und die Präsentationen „Syrien vor und während des Krieges“ von Tamim Alhameed und Salih Alabdoun.

Nach dem Fest für die Ohren gab es ein Fest für die Bäuche: Im Obergeschoss des Zeughauses trafen sich Lesende und Zuhörer, um sich Speisen aus verschiedenen Ländern schmecken zu lassen und dabei ins Gespräch zu kommen. „Ziel des Festes ist es, miteinander zu reden und sich kennenzulernen“, betonte Ines Raum vom Förderverein der Bibliothek. Und es ging darum, Neues und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zu entdecken.

Laut Michael Berkhahn (CDU) sind Menschen aus 103 Nationen in Wismar zu Hause. „Das macht die Vielfalt der Stadt aus, dessen sollten wir uns bewusst werden.“ Der Senator mahnte, sich mit Toleranz zu begegnen und den Reichtum zu teilen. „Nicht der Ort, wo man lebt, ist entscheidend, sondern die Gemeinschaft. Ohne Gemeinschaft ist man alleine.“

Norbert Wiaterek

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