Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Ganz große Kunst in der Galerie
Mecklenburg Wismar Ganz große Kunst in der Galerie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:19 13.09.2013
Kunsthistoriker Ulrich Kavka sprach bei der Eröffnung der Ausstellung mit Arbeiten von Michael Wirkner in der Galerie Hinter dem Rathaus. Quelle: nh

WismarEin Jahr nach seinem Tod werden Bilder und Grafiken des Künstlers Michael Wirkner in der Galerie Hinter dem Rathaus gezeigt. Er galt als einer der bedeutendsten Künstler seiner Zeit im Norden. Michael Wirkner, der in Schwerin und Sarow bei Demmin lebte, verstarb im Alter von 57 Jahren.

Ein eigenwilliger Künstler, wie Kunstwissenschaftler Ulrich Kavka die Gäste der Ausstellungseröffnung am Mittwoch in der Wismarer Galerie erahnen ließ. Jemand, der die Öffentlichkeit scheute.

„Verantwortung besteht nur gegenüber dem Werk“, skizzierte Kavka den Künstler, mit dem ihm eine jahrelange Freundschaft verband. Ein Maler geradezu besessen von dem, was umgangssprachlich als „Seelenleben“ bezeichnet wird. Mit all seinen Abgründen, voller Zweifel und Leidenschaft.

Das wird in den meist großformatigen Bildern in der Galerie greifbar. Unfigürlich, so weit abstrahiert wie möglich. Michael Wirkners Bilder sind gänzlich losgelöst vom Sujet, reduziert auf Farben und Farbspuren, die so ganz intensiv die Emotionen, den Blick in das „Seelenleben“ transportieren. Kollegen und Freunde wissen, Wirkner hat zum Malen alles außer den klassischen Pinsel genutzt. Mit Bürsten beispielsweise entstanden die filigranen, sich wiederholenden Spuren auf dem Papier. Assoziationen entstehen trotzdem im Kopf des Betrachters. „Kopflandschaften“, wie Wirkner selbst einige seiner Bilder titulierte.

Ein eisiges, unter einer dünnen Schneeschicht bedecktes Stoppelfeld. Dem gegenüber sattes Schwarz, das zu zwei Dritteln die Leinwand bedeckt. Darunter kommt ein erdiger Ton zum Vorschein. Ein Bild aus zwei intensiven Farben, getrennt nicht durch eine formgebende klare Linie als Horizont, sondern durch eine schwarze Überlagerung einer Struktur, wie sie vielleicht mit einer Bürste, die voller Farbe übers Papier schrabbte, entstanden sein könnte. Handwerklich einfach, und doch wirkungsvoll. Eine gemalte Landschaft nicht so, wie sie gesehen werden könnte, sondern so, wie der Künstler sie empfunden hat. Sein „Hohes Land“, das heimatliche Erzgebirge, und seine „Seestücke“ in der mecklenburgischen Seenlandschaft.

Bis 12. Oktober wird die Ausstellung in der Galerie Hinter dem Rathaus gezeigt: dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, sonnabends bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Nicole Hollatz

Apotheken, Ärzte, Lebenshilfe – wichtige Ansprechpartner in Ihrer Region auf einen Blick.

13.09.2013

Noch bis zum 20. September ist das mobile Berufsinformationszentrum, kurz „BiZ mobil“ genannt, in Wismar zu Gast. Es ist am Phantechnikum zu finden.

13.09.2013

Der Zaun der Raiffeisen Mölln Gmbh & Co KG am Börzower Weg liegt auf einer Breite von drei Metern noch flach am Boden.

13.09.2013
Anzeige