Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Getreide, Stroh und Federn als Gleichnis

Wismar Getreide, Stroh und Federn als Gleichnis

„Zwischen den Zeiten, zwischen den Welten“ heißt die Installation von Christiane Möbus im Kunstraum St. Georgen

Wismar. St. Georgen hat sich als Kunstraum in Wismar in nur drei Jahren fest etabliert. Regelmäßig organisiert der 2014 gegründete Förderverein Ausstellungen mit Werken zeitgenössischer Künstler. Am Freitag, 11. November, wird um 16 Uhr „Zwischen den Zeiten, zwischen den Welten“ eröffnet. Die Installation von Christiane Möbus, geboren 1947 im niedersächsischen Celle, besteht aus Getreide und anderen Objekten wie Strohhalmen, Zweigen, Federn. „Ein Motiv dafür ist der Wandel in unserer Zeit mit all den von Menschen hervorgerufenen Problemen“, erklärt die Künstlerin.

 

OZ-Bild

Kunstraum St. Georgen: Getreide, Strohhalme, Federn und andere Gegenstände zeigt eine Installation von Christiane Möbus.

Quelle: privat
OZ-Bild

Bei der Installation „Raumdialoge“ setzte sich der Künstler Günter Wagner vor zwei Jahren mit St. Georgen auseinander.

OZ-Bild

Kunstraum St. Georgen: Getreide, Strohhalme, Federn und andere Gegenstände zeigt eine Installation von Christiane Möbus.

Quelle: privat

Vier Jahrzehnte habe sie an ihrer Kunst gefeilt, mit Erfolg, lautet das Urteil der Stadtverwaltung. Das würden die vielen Einzel- und Gruppenausstellungen belegen, die Preise und Stipendien. So hat Christiane Möbus mit Günther Uecker, Tim Ullrichs, Joseph Beuys, Franz Erhard Walther und Reiner Ruthenbeck zusammengearbeitet, die ihre Arbeit auch geprägt haben. Die Bildhauerin und Objektkünstlerin ist Kunstprofessorin in Braunschweig und Berlin.

2009 erhielt Christiane Möbus den renommierten Gabriele-Münter-Preis – benannt nach der wichtigsten Malerin des deutschen Expressionismus. Die Jury begründete die Vergabe mit der „künstlerischen Konsequenz“, mit der Möbus aktuelle Fragen stelle, Prozesse der Mythen- und Legendenbildung“ untersuche und neue Funktionen für reale Gegenstände finde. Sie bringe Gegenstände zusammen, die eigentlich nicht zusammengehören, dann aber doch irgendwie zusammenpassen.

Ein Beispiel der Denkweise von Christiane Möbus: In Göttingen ließ sie 2015 einen leeren Denkmal-Sockel aufstellen mit der Inschrift: „Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“. Es ist eine ironische Anspielung auf den Spruch „Dem Landesvater sein treues Volk“ am Sockel des Ernst-August-Denkmals in Hannover. Auf der Rückseite des Göttinger Sockels stehen die Namen von sieben Göttinger Professoren, von denen einige des Landes verwiesen wurden. Werke der Künstlerin haben das Sprengel Museum in Hannover, das Neue Museum Nürnberg und das Museum in Wiesbaden.

Die Ausstellung in St. Georgen in Wismar ist ab Sonnabend, 12. November, bis Sonntag, 4. Dezember, täglich von 10 bis 16 Uhr zu sehen.

Aus der Geschichte

2013 der „Kunstraum St. Georgen“ wird geschaffen. Zur Premiere wurde eine Skulptur des international renommierten Künstlers Tony Cragg gezeigt.

2014 gab es drei „Kunsträume“ in St. Georgen. Der erste war dem Maler K. O. Götz zum 100. Geburtstag gewidmet und zeigte einige seiner grafischen Arbeiten. Beim zweiten spannte die Berliner Künstlerin Katja Pfeiffer Spanngurte im Kirchenschiff zu Kugel und Quadrat. Günter Wagner aus Baden-Württemberg setzte schließlich im November bei seinen „Raumdialogen“ Metall und Glas vor den Backsteinpfeilern und Mauern in Szene. Einen Tag vor der Eröffnung der Ausstellung hatte sich ein Förderverein für den „Kunstraum St. Georgen“

gegründet.

2015 stellte Florian Japp aus Berlin im Februar die „Überlagerung zweier Kräfte“ im Kunstraum St. Georgen aus. Im November folgten unter dem Titel „Von Profanem und Heiligem“ experimentelle Fotoarbeiten von Knut Wolfgang Maron, Professor an der Hochschule Wismar.

2016 die Frühjahrsausstellung gestaltete Miro Zahra, Leiterin des Künstlerschlosses Plüschow. „Im Fluss“ nannte sie ihre fast monochromen Arbeiten, die sie mit einer Geräusch-Installation unterlegt hatte.

Sylvia Kartheuser

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.