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Gibt es Schallschutz für die Kurmuschel?

Boltenhagen Gibt es Schallschutz für die Kurmuschel?

Boltenhagens Gemeindevertreter wollen Planer beauftragen / Anwohner klagt gegen Musik

Boltenhagen. Schwierige Themen müssen Boltenhagens Gemeindevertreter in ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag, 17. November, bearbeiten. Insgesamt 50 Punkte stehen auf der Tagesordnung, 32 davon im öffentlichen Teil.

Nichtöffentlich wird über eines der aktuell größten Probleme des Ostseebades diskutiert: Die Klage eines Anwohners gegen den Veranstaltungsbescheid der Konzertbühne im Kurpark. Am Donnerstag, so die Tagesordnung, soll ein Planer beauftragt werden, Lösungsansätze für den Schallschutz zu suchen. Das könnte sich allerdings schwierig gestalten.

Das glaubt Gemeindevertreterin Christiane Meier (CDU). Sie war 2001 Bürgermeisterin, als die Kurmuschel gebaut und der Kurpark umgestaltet wurde. In ihrer Amtszeit wurde der Bebauungsplan 2a für das Gebiet des Kurparks, der angrenzenden Kaffeegärten sowie der Mittel- und der Strandpromenade aufgestellt. „Dass damals Fehler gemacht worden sein könnten, will ich gar nicht ausschließen“, sagt Christiane Meier. „Dass es jetzt diese Klage wegen der Kurmuschel gibt, ist eine Sache, die mich unwahrscheinlich ärgert.“ Der Bebauungsplan sei damals vor allem aufgestellt worden, weil für den Neubau der Bühne im Kurpark ein Baufenster geschaffen werden musste, erinnert sich Meier. „Dabei haben wir uns auf den Planer verlassen, der eng mit dem Bauamt zusammengearbeitet hat.“ Weder von dieser noch von anderer Seite habe es damals Hinweise gegeben, dass die Ausweisung des Kurparks als „Fläche für den Gemeinbedarf“ mit einer „kulturellen Zwecken dienenden Einrichtung“ später einmal anfechtbar wäre. „Bevor der B-Plan rechtskräftig wurde, wurden alle möglichen Behörden in der Auslegung beteiligt. Im Bezug auf den Kurpark ist damals aber alles ohne Probleme durchgegangen“, sagt Christiane Meier.

Sollten jetzt keine Möglichkeiten gefunden werden, die Vorgaben des Lärmschutzes für Veranstaltungen im Kurpark einzuhalten, „wäre das eine Katastrophe“, so die ehemalige Bürgermeisterin.

Zum Hintergrund: Der Kurpark ist nicht als Sonderfläche für Veranstaltungen im Bebauungsplan ausgewiesen und es gibt auch keine Sondernutzung in der Baugenehmigung. Dies wäre aber nötig, um Veranstaltungen im Mischgebiet wie dem Kurpark uneingeschränkt durchführen zu können. Der nun klagende Anwohner hatte das im Bebauungsplan erkannt und Messungen veranlasst, die offenbar Werte über den zulässigen 60 Dezibel ergeben hatten.

Doch auch im öffentlichen Teil der Sitzung können heiße Diskussionen erwartet werden. So haben die Gemeindevertreter Kay Grollmisch und Jörg Gniwotta Alternativvorschläge zum Bau der Dünenpromenade eingereicht.

Außerdem soll darüber entschieden werden, ob Jörg Gniwotta als Ersatzperson Mitglied der Gemeindevertretung bleibt. Er wurde vom Amt als Nachrücker für Swen Bertram (WIR) benannt, der sein Mandat verloren hatte, weil er kurz nach der Wahl seinen Wohnsitz in Boltenhagen abgemeldet hatte (OZ berichtete). Gegen die Bekanntgabe des Nachrückers gibt es einen Einspruch, weil Gniwotta bereits 2014 aus der Wählergemeinschaft WIR ausgetreten war.

Malte Behnk

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