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Wismar Handwerk, Kunst und Musik rund um Wassermühle
Mecklenburg Wismar Handwerk, Kunst und Musik rund um Wassermühle
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07:37 16.07.2013
Annelie Gunther aus Hamburg spielte für die Besucher des Kunsthandwerkermarktes auf einer koreanischen Sanduhr-Trommel. Die kleinen und großen Gäste hörten aufmerksam zu. Quelle: Ina Schwarz
Wismar

Rund um die alte Wassermühle in Kluß fand am Wochenende der 2. Kunsthandwerkermarkt des Vereins Kulturmühle Wismar statt. Markt-Initiator Horst Stiegmann (61) aus Wismar hatte neun regionale Aussteller auf die Mühlenwiese geladen, die ausgefallenen Schmuck, Taschen, Gebrauchsgegenstände, Möbel und Mode präsentierten. Der Hansestädter selbst, der seit einigen Jahren zum Vorstand des Mühlenvereins gehört, zeigte an seinem Stand Natursteinarbeiten. Die jüngsten Gäste konnten sich mit seiner Unterstützung, Pinsel und Farben an kleinen Gipsfiguren probieren.

Außerdem gab es für sie neben Kletterbäumen, Abenteuern am naturgeschützten Fischteich und viel Platz in der Natur eine Papierwerkstatt, Kinderschminken und Ponyreiten.

„Schön hier! Wir wollen die Sonne und frische Luft in der Natur genießen“, so Claudia Kiepsel und Michael Bathke, die mit dem Fahrrad gekommen waren. „Tolle Gelegenheit“, sagten die jungen Leute.

„Wann fährt man sonst schon mal nach Kluß.“ Claudia Kiepsel staunte vor allem über den Silberschmuck in der Fundgrube von Petra Szczepanski aus Güstrow. Sie verkaufte Ohrringe, individuelle Armbänder und Ketten aus altem Silberbesteck. Ein paar Meter weiter filzte die Wismarerin Anke Rosenmüller unter freiem Himmel. Handtaschen, Teppiche und Yogakissen gehören zu ihrem Repertoire. „Mein Anliegen ist es, Produkte zu schaffen, bei denen Funktion und Ästhetik zusammenspielen“, erläuterte sie ihre Arbeiten.

„Dieser Markt wurde von Künstlern ausgesucht und gemacht — das merkt man“, lobte Britta Hüttmann-Czechura. Die Handwerkerin war mit ihren selbst kreierten Ledertaschen erstmals auf dem Mühlen-Markt dabei. „Ich habe schon gut verkauft“, freute sich die Leder-Zauberin aus Kastorf. Ihre Unikate aus hochwertigem pflanzengegerbten Leder gehörten zu den Publikumslieblingen. Eine Maskenperformance mit Tanz und Musik gestaltete Johanna Kanka-Maué. Zusammen mit ihrem Mann Lars Maué zählt sie zu den Initiatoren des Projektes Kulturmühle.

„Wir arbeiten weiter an unserer Vision, hier ein kulturelles Zentrum für künstlerisches Schaffen zu etablieren“, erzählte sie. Der Verein Kulturmühle Wismar e. V. wurde im Herbst 2009 gegründet.

Er wächst stetig. Heute zählt er etwa 20 Mitglieder. Zu ihnen gehört auch Marc-André Klotz aus Hamburg. Um beim Kunsthandwerkermarkt dabei zu sein, hatte der 41-Jährige sogar einen längeren Autobahnstau in Kauf genommen. „Die Mühle bietet tolle Räumlichkeiten“, so der Musikpädagoge. „Ich könnte mir gut vorstellen, hier später mit anderen auch Workshops anzubieten.“ Bis dahin ist in Sachen Mühlen-Restauration noch ein gutes Stück Arbeit notwendig. Der Verein sucht noch Mitstreiter und Investoren. Führungen ins Innere der Mühlen-Ruine mit vielen Infos bot Lars Maué den Besuchern an.

In der „Kaffeemühle“ gab es leckere Süßigkeiten, in der „Suppenküche“ aus Wismar duftete es nach Gewürzen und frischen Kräutern. Am Abend eröffnete der „Saftladen“ und zum Finale legte DJ Tomate aus Olgashof Musik auf. Getanzt wurde ausgelassen und barfuß im hohen Gras. Lagerfeuer inklusive.

Wir arbeiten weiter an unserer Vision, hier ein kulturelles Zentrum für künstlerisches Schaffen zu etablieren.“

Johanna Kanka-Maué, Mitglied im Verein Kulturmühle Kluß

Ina Schwarz

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