Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Installationen erzählen von Werden und Vergehen

Wismar Installationen erzählen von Werden und Vergehen

Renommierte Künstlerin Christiane Möbus stellt in St. Georgen in Wismar aus

Voriger Artikel
Mit 149 862 Linien Sieger von „NWM kreativ“
Nächster Artikel
Gibt es Schallschutz für die Kurmuschel?

Ei auf Daunen – unter dem Titel „Der Kuckuck: Vom Werden und vom Vergehen“ präsentiert sich derzeit in St. Georgen.

Quelle: nb

Wismar. Es wiegt schwer, so ein Ei inmitten von Daunen. Da liegt in St. Georgen inmitten einer pulverigen Leichtigkeit ein vergleichsweise festes Oval, das Leben trägt.

Die Installation gehört zur aktuellen Ausstellung des Kunstbeirates. Christiane Möbus aus Berlin hat sie unter dem Titel „Zwischen den Zeiten, zwischen den Welten“ erschaffen. Der Betrachter mag sich fragen, wie lange die Daunen vermögen, das Ei zu schützen. So wenig geschützt ist das Schützende selbst, verweht es doch bei jedem Luftzug. Und so dehnt sich aus, kennt keine Grenzen, was naturgemacht den Kirchenraum erobert hat – gerupfte Federn. Die gerupften Wesen dahinter bleiben für den Betrachter unsichtbar, korrespondieren im Hintergrund mit der Nacktheit jenes Lebens, das eben so nackt aus dem Ei schlüpfen könnte unter dem Brutlicht der Scheinwerfer. Man möge erkennen, sagte der Künstler Udo Scheel zur Vernissage, dass das Ei in einer räumlichen Beziehung stehe zur Kirche.

Dass es genau in der Vertikalen liege zu ihrem Energiepunkt.

Im Gegensatz dazu Möbus’ zweite Installation – Roggenkörner verteilt auf dem Kirchenboden einer Seitenkapelle – etwa 60 Millionen Roggenkörner; davor penibel aufgereiht: Waagen. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) zitiert zur Ausstellungseröffnung eine Kunsthistorikerin, die Christiane Möbus eine Einzelgängerin nennt in ihrer Kunst. „Es ist eine Ehre, die vielfache Preisträgerin in St. Georgen zu wissen“, sagte Beyer. Vor sechs Jahren bekam Christiane Möbus den Gabriele Münter Preis, ausgelobt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vergeben an Künstlerinnen, die älter sind als 40 Jahre. Er gilt als der renommierteste Kunstpreis in Deutschland. An Möbus verliehen wurde er ob der künstlerischen Konsequenz eines Werkes, das metaphernreich eine kritische wie auch poetische Weltsicht zur Anschauung bringt. In ihren Objekten und Installationen finde sie zu gleichermaßen präzisen wie sinnlichen Bildern und weist realen Gegenständen neue Funktionen zu, hieß

es in der Begründung der Jury.

Die Ausstellung in St. Georgen ist noch bis zum 4. Dezember zu sehen.

nb

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Hiddensee
Elisabeth Büchsel (1867 – 1957) bei ihrer künstlerischen Arbeit.

Die Hiddenseer wollen Elisabeth Büchsel (1867 – 1957) im kommenden Jahr in besonderer Art und Weise ehren. Die Künstlerin wäre im Januar 150 Jahre alt geworden.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.