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Jugendliche und Architekten wollen Wismar mitgestalten

Wismar Jugendliche und Architekten wollen Wismar mitgestalten

Ideenaustausch bei der Veranstaltung „Schau Dich um! Was siehst Du?“ / Heranwachsende fordern Graffiti-Wände auf Spielplätzen in der Hansestadt

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Tim Kindler (18), Lea Stemmler (14, M.) und Johanna Rabe (13) vom Kinder- und Jugendparlament zeigen auf einer Wismar-Karte, wo Graffiti- Wände aufgestellt werden könnten. Mögliche Standorte wären der Bürgerpark und der Spielplatz an der Dr.-Unruh-Straße. Fotos (6): Norbert Wiaterek

Wismar. Zu wenig Spielplätze, sanierungsbedürftige Hausfassaden, Müll auf den Straßen: Kinder und Jugendliche kritisieren. Aber sie überlegen auch, wie die Hansestadt Wismar noch lebenswerter werden kann. Am Sonnabend diskutierten junge Leute mit Architekten während einer Sitzung des Kinder- und Jugendparlamentes (KiJuPa) der Hansestadt. Dieser Programmpunkt gehörte zur zweitägigen Veranstaltungsreihe „Schau Dich um! Was siehst Du?“, zu der die Kammergruppe Wismar-Nordwestmecklenburg der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern eingeladen hatte. Nach „Beweg dich und beweg was“ im Kurt-Bürger-Stadion 2014 und der „GRÜNradTOUR“ im vergangenen Jahr war dies die dritte Aktion am Tag der Architektur.

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Ideenaustausch bei der Veranstaltung „Schau Dich um! Was siehst Du?“ / Heranwachsende fordern Graffiti-Wände auf Spielplätzen in der Hansestadt

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Auf Kärtchen notierten die Heranwachsenden ihre Ideen. Ein Herzenswunsch kristallisierte sich heraus: In Wismar werden mehr legale Möglichkeiten für Graffiti-Sprayer gebraucht. Kunstfreiheit oder Sachbeschädigung? „Zu Recht wird kritisiert, dass Jugendliche Fassaden oder Trafokästen beschmieren. Leider gibt es zu wenig Flächen, die legal bemalt oder besprüht werden dürfen. Deshalb die Idee, auf Spielplätzen Betonwände aufzustellen, die mit Graffiti verziert werden dürfen. So hätten wir mit wenig Geld etwas Tolles erreicht“, sagte KiJuPa-Präsident Ingolf Holst (14) in der Gerichtslaube im Rathaus.

Laut Ulrike Willert ist es wichtig, Kinder und Jugendliche in die Pläne der betreffenden Kommune einzubeziehen. „Auch sie sollen sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen und ihre Ideen einbringen“, betonte die 50-Jährige, die mit Kurt M. Herrmann für die knapp 80 Mitglieder zählende Kammergruppe spricht. „Ich bin neugierig auf die Meinungen und die Wünsche und hoffe auf Anregungen für unsere Arbeit.“

In der Gerichtslaube lernten Interessierte auch kennen, wie Architekten, Bauherren, Landschaftsplaner und Innenarchitekten arbeiten: 14 Kreative stellten auf Stellwänden Zeichnungen und Skizzen vor.

Der Altarraum in der Kirche von Neukloster war ebenso Thema wie die Wismarer Gebäude Neustadt 24 a (Krippe), Lübsche Straße 25, Wasserstraße 2 und 2 a und Mecklenburger Straße 2.

Erfahrungen mit groben und verwischten Linien haben auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Klassen „Bildende Kunst“ der Wismarer Musikschule. Sie hatten sich unter Anleitung von Britta und Andreas Barth mit der Wismarer Nikolaikirche beschäftigt, hatten Säulen, Fenster, Heiligenfiguren, Portale und Ornamente gezeichnet. Die beeindruckenden Ergebnisse waren ebenfalls in der Gerichtslaube ausgestellt.

Spaß machte am Sonnabend das „Speed Painting“, also das schnelle Anfertigen von Skizzen. Mehrere Jugendliche und Erwachsene hantierten im idyllischen Hof der Heiligen-Geist-Kirche mit Kohle und Rötelkreide. Für das Erfassen und das Zeichnen blieben pro Bild nur sieben Minuten Zeit. Juliane Umbreit (43), Grafikerin, Illustratorin und Kunstlehrerin am Wismarer Geschwister-Scholl-Gymnasium, gab Tipps. Das Freihandzeichnen dient der Ideenfindung, ist ein Mittel des Anschaulichmachens. „Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern um das lockere Zeichnen“, betonte die Expertin.

Norbert Wiaterek

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