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Junge Filmemacher drehen am Farpener Stausee

Blowatz Junge Filmemacher drehen am Farpener Stausee

Zwischen Blowatz und Neuburg entstehen Szenen für den Film „Kahlschlag“

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Drehbuchautor und Regisseur Max Gleschinski (23, l.) hat mit Kameramann Jean-Pierre Meyer-Gehrke (27) die Idee zu „Kahlschlag“ entwickelt. Hier kontrollieren sie am Monitor die gerade gemachten Aufnahmen.

Quelle: Foto: Sylvia Kartheuser (3), Haike Werfel

Blowatz. Der Farpener Stausee zwischen Neuburg und Blowatz wird Filmkulisse. In seinem Wasser und an seinem Ufer dreht der 23-jährige Drehbuchautor und Regisseur Max Gleschinski wichtige Szenen für seinen ersten langen Spielfilm. „Kahlschlag“ wird er heißen, ein Thriller mit Dreiecksgeschichte. Mitten im Wald bereiten sich die männlichen Hauptdarsteller Florian Bartholomäi (30), der in der „Tatort“-Reihe mehrfach Mörder spielte, und Bernard Conrad (36), der unter anderem in „Unsere Mütter, unsere Väter“, in „Nackt unter Wölfen“ und einigen Serien mitwirkte, auf die nächste Szene vor. Dann die Frage des Regieassistenten: „Sind alle Handys auf Flugmodus.“ Alle nicken. „Ton ab, Kamera ab, Klappe“ – und los geht’s.

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Zwischen Blowatz und Neuburg entstehen Szenen für den Film „Kahlschlag“

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Nach wenigen Sekunden ist die Szene im Kasten. Max Gleschinski ist zufrieden, wie auch Kameramann Jean-Pierre Meyer-Gehrke (27), mit dem er das Drehbuch entwickelt hat. Zur Sicherheit gibt es aber noch eine zweite Aufnahme im Wald am Stausee.

Wie kommt ein Filmteam aber gerade auf diesen Drehort? Produktionsleiter Torsten Wichner lacht. „Ich bin hier aufgewachsen, habe als Kind im See geangelt und im Wald Pilze gesammelt“, sagt der 52-Jährige. Seine Schwester wohne noch immer in der Gegend. Gedreht wurde auch schon auf der Insel Poel und in Robertsdorf. Weitere Drehorte sind Rostock, Moltenow und Detershagen im Landkreis Rostock.

„Das Drehbuch gibt es schon lange: Wir wollten eine Geschichte auf die große Leinwand bringen“, schreiben Jean-Pierre MeyerGehrke und Max Gleschinski in einer kurzen Vorstellung über den Streifen „Kahlschlag“. Für beide stand fest, dass die Geschichte in Mecklenburg spielen sollte. Ein Grund: „Wir sind junge Filmemacher aus Rostock.“ Der Film sei eine entschleunigte Erzählung über die mecklenburgische Lebensart, den charakteristischen dörflichen Lebensstil und die Bedeutung dieses Lebens für eine Generation des Wankelmuts, heißt es in dem Flyer zum Film.

Doch wie den unabhängigen Film finanzieren? „Wir wollten schauen, ob man nicht mit einem kleinen Budget etwas groß aufziehen kann“, so Torsten Wichner. Ein Geldgeber ist die Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern. „Vor allem das starke Drehbuch hat die Auswahlkommission überzeugt“, sagt Sabine Matthiesen, Leiterin der Filmförderung und Geschäftsführerin des Wismarer Filmbüros. Sie und Gesine Ploen, die Sachbearbeiterin für Filmförderung, haben sich in Robertsdorf selbst davon überzeugt, wohin das Fördergeld fließt. „Am Set war eine ausgesprochen positive Stimmung“, stellte Sabine Matthiesen nach dem Besuch fest. Durch Spenden und eine Crowdfunding-Kampagne im Internet wurden weitere Gelder eingeworben.

Am 12. September fiel die erste Klappe für den Film. „Das ging nur, weil wir ein kleines Team von 15 festen Leuten sind und einigen, die ehrenamtlich arbeiten, zum Beispiel Studenten für neue Medien“, berichtet der Produktionsleiter. Das Team geht davon aus, dass die Dreharbeiten am 15. Oktober abgeschlossen werden. „Wir hoffen, dass im Frühjahr 2018 der erste Rohschnitt steht“, sagt Torsten Wichner. Dann geht es auf die mühsame Suche nach einem Verleih für den Film, der von Anfang Anders, Rabauke Filmproduktion, dem Institut für neue Medien aus Rostock und anderen produziert wird.

Einen Härtetest hatte das Filmteam am Farpener Stausee am zweiten Drehtag: „Der Sturm hat unser Zelt zerlegt – aber jetzt ist alles gut“, versichert der Produktionsleiter. Das liegt auch an Anja Böckmann von der „Kaffeebude“ in Blowatz. Mit ihrem Catering trägt sie zur guten Laune am Filmset bei. Bevor das Team Mittag macht, schauen sich Regisseur Max Gleschinski und Kameramann Jean-Pierre Meyer-Gehrke auf einem Monitor die letzten Tapes an. Sie sind zufrieden.

Sylvia Kartheuser

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